USA - Kanada 2019

Von San Luis Obispo in Kalifornien über die Nationalparks des Westens hinauf nach Vancouver und Vancouver Island - und dann wieder zurück

Ostermontag, 22. April 2019
 
Heute geht’s los…
Am Vormittag haben mich Walter, Therese und Stephanie zum Flughafen gebracht. Nach dem Einchecken des Gepäcks sind dann noch Susanne, Andrea und ihre Familie dazugekommen. Mit einem letzten «guten Kaffee» liessen wir noch etwas Zeit verstreichen, bevor ich mich von ihnen verabschiedete. Durch die Gepäck- und Passkontrolle ging’s dann zum Gate E47, wo bereits einige Leute warteten. Recht pünktlich begann das Boarding und mit etwas Verspätung starteten wir gegen Norden um über Frankreich, dann England, Schottland, Island und Grönland nach den Eiswüsten in Kanada und später die USA um nach San Francisco zu gelangen.
Dank den vielen Snacks, dem Essen und Trinken erschienen die etwa elf Stunden Flug gar nicht so lange. In unserer Flughöhe zwischen fast 10'000 und 11'000 müM war schönstes Wetter und der Flug war sehr angenehm ruhig.
Nach der Landung musste ich das obligate Einreiseformular ausfüllen und dann einem sehr freundlichen Zollbeamten Red und Antwort stehen. Auf die Frage wie lange ich hierbleiben wolle, sagte ich ihm, dass ich anfangs Juli nach Kanada ausreisen werde. Nach der Frage, ob ich pensioniert sei, konnte ich ohne weitere Fragen einreisen und mein Gepäck in Empfang nehmen. Dann hinaus zu den Taxis, wo mein Chauffeur pünktlich ankam und mich mitten in die Stadt zum Orange Village Hostel brachte.
Auch dort verlief das Einchecken problemlos. Das Hotel scheint sauber zu sein, ist aber schon etwas in die Jahre gekommen.
Nach einem kurzen Stadtspaziergang gab es bereits um etwa sieben Uhr Feierabend (zu Hause war dann 4.00 Uhr morgens).


Dienstag, 23. April 2019

 

Heute bin ich nach einem einfachen Frühstück im Hotel zuerst zu den Cable Cars gegangen. Mit einem solchen bin ich dann zum Fisherman's Wharf gefahren und habe dort die Aussicht auf die Bay und die Golden Gate Bridge genossen. Der Besuch der National Historic Site hat mich dieses Mal, dank des im Herbst gekauften Jahrespasses für die Nationalparks nichts mehr gekostet.

Dann bin ich zuerst mit dem Tram, dann zu Fuss zum Port of San Francisco gegangen und habe dort den Market Place bewundert. Eine bunte Mischung von Markt- und Verkaufsständen im Hafengebäude.

Nach einem Besuch im Westfield San Francisco Center, einem grossen Einkaufszentrum mit Läden und vielen Imbissständen bin ich am Nachmittag ziemlich müde ins Hotel zurückgekehrt.

Am Abend bin ich dann in Johns' Grill, einem nahegelegenen Restaurant einen feinen Halibut essen gegangen. Beim Zurückgehen hat bereits die Dämmerung eingesetzt und so habe ich noch etwas San Francisco by night genossen.

Mittwoch, 24. April 2019

 

Heute Morgen habe ich nach dem Frühstück den Farmers Market in der Nähe der City Hall besucht. Dieser gefiel mir zwar sehr gut, war aber nicht so farbig und vielfältig wie der vom letzten Herbst.

Danach bin ich zu Fuss, bei schönstem und sehr warmem Wetter, durch die Taylor Street hinauf zu Nob Hill und zur Grace Cathedral gelangt (sieht fast aus wie Notre Dame in Paris).

Dort habe ich mir im kühlen Innenraum der Kirche eine Pause gegönnt. Weiter bin ich bis zur Union Street marschiert, wo ich mit dem Bus dann bis zum Golden Gate Park gefahren bin. Dieser Park ist aber so riesig gross, dass ich nach einem kurzen Spaziergang und einigen Fotos der Golden Gate Bridge genug gesehen hatte und nach einem Drink im Transit Center Café einen neuen Bus zum Fort Mason genommen habe. Von dort aus ging es wieder einmal via Fisherman's Wharf und Port of San Francisco zurück in die Market Street. Auch heute habe ich mir in John's Restaurant ein feines frühes Nachtessen (Burger mit Pommes und einem Glas White Zinfandel) gegönnt.

Donnerstag, 25. April 2019

 

Heute will ich nach Oakland, um dort die Stätten des Jack London zu besuchen. Also kaufe ich mir nach dem Frühstück eine Fahrkarte für die BART und nehme die U-Bahn nach Oakland 12th Street. Dort habe ich zuerst ein wenig die Downtown angeschaut und habe dann nach dem Jack London Museum gefragt. Das gibt es aber scheinbar hier nicht und so wurde ich von der freundlichen Angestellten in der City Hall an den Jack London Square zur Cabin des Schriftstellers geschickt.

Nach einem längeren Spaziergang habe ich den Square und das Cabin des Jack London zwar gefunden. Ein Jack London Museum gibt es aber in Oakland nicht.

Mit der Fähre bin ich dann wieder zurückgefahren und habe dann auch noch den California Street Cable Car ausprobiert. Auf dem Weg zurück zum Hotel sind mir die vielen Homeless People aufgefallen.

Nach einem kleinen Einkauf im Walgreens war bereits im späteren Nachmittag Feierabend für heute. Diesen habe ich dann genutzt um hier wieder einigermassen à-jour zu sein.

Freitag, 26. April 2019

 

Heute Morgen ist wieder packen angesagt. Ich werde mit dem Taxi zu den Autovermietungen am Flughafen fahren. Dort bekomme ich einen Chevrolet Cruzer, mit dem ich dann zuerst gegen San Jose, dann gegen Santa Cruz und Monterey fahre. Schon am frühen Nachmittag erreiche ich meinen Etappenort Salinas. Das Super 8 by Windham ist - trotz günstigstem Preis - das beste Hotel der Anreise. Nach einem frühen mexikanischen Nachtessen gibt es recht früh Nachtruhe. Das Fahren im Freitagverkehr war anstrengend.

Samstag, 27. April 2019

 

Nach einem für amerikanische Motels sehr guten Frühstück geht es heute weiter Richtung Süden. Zuerst gegen Monterey und dann über den Pacific Highway 1über Big Sur nach Piedras Blancas, wo die Elephant Seals warten. Zur Zeit sind noch die Mütter mit den Jungtieren hier. Dann weiter bis nach Morro Bay, wo ich im Holland Inn and Suites mein Zimmer beziehen kann.

Auch dieses scheint sauber, aber ein wenig veraltet. Leider war auch heute das Wetter wieder bedeckt und eher kühl.

Schon relativ früh gab's heute Nachtruhe.

Sonntag, 28. April 2019

 

Im Holland Inn and Suites gibt es kein Frühstück, daher machte ich mich mit dem Mietauto auf den Weg in den Ort. Dort bin ich im The Coffee Pot Restaurant eingekehrt und habe ein "Super Breakfast" bestellt. Dieses wurde so appetitlich präsentiert, dass ich mich mit Heisshunger darauf stürzte und erst als alles gegessen war daran dachte, dass ich es eigentlich hätte fotografieren wollen. Und es sah nicht nur gut aus, es war hervorragend. Beim Zahlen habe ich dann noch dem "Chef" ein Kompliment gemacht und habe dafür eine Tasse als Erinnerung an diese tolle Begegnung erhalten.

Dann spazierte ich zuerst dem Ufer entlang zu den Robben und später hinaus zum Felsen, wo wiederum eine Kolonie von Sea Otters ihre Siesta hielt. Auch war heute das Kite Festival. Viele bunte und ausgefallene Drachenformen segelten am Himmel. Auch für Speis und Trank war gesorgt und sogar einige Figuren aus Filmen wie Cinderella, Mary Poppins, Spiderman, Superman und Superwoman, ein Pirat und eine weitere Superfrau, die ich nicht kannte, waren anwesend.

Am Nachmittag bin ich dann noch nach San Luis Obispo gefahren. Unterwegs habe ich den Botanischen Garten besucht und bin die Zufahrt zum Rental Car Return rekognoszieren gegangen.

Damit ich morgen nicht auswärts frühstücken gehen muss, habe ich im "fresh market" direkt neben dem Hotel ein paar Sachen eingekauft.

Auch heute war das Wetter bedeckt und eher kalt (ich freue mich auf die Hitze des Death Valley)...

Montag, 29. April 2019

 

Nach einem selbst gemachten Frühstück fahre ich bereits früh los, um meinen Camper zu übernehmen. Da Gladys mir geschrieben hat, dass sie nicht zu Hause sein werde, kann ich gehen, wann ich will. So bin ich bereits um 9 Uhr dort und kann meine sieben Sachen in mein fahrbares ein Zimmer Haus umladen. Dann zur Rückgabe des Mietautos und - oh Wunder - mit dem Shuttle zurück zur Castillo Road.

Meine erste Übernachtung hatte ich im Avila/Pismo Beach KOA reserviert und das klappte auch bestens.

Dienstag, 30. April 2019

 

Heute bleibe ich in Avila Beach. Das Wetter ist etwas bedeckt, so dass ich Zeit habe, meine ersten Brötli zu backen, dann Aufräumen und meine erste Wäsche waschen.

Dann ab Mittag ist wieder sonnig und angenehm warm. So beschliesse ich, die Avila Valley Barn zu besuchen, um eventuell etwas Gemüse oder Früchte einzukaufen. Die Avila Valley Barn ist ein Art Farmer's Market, welcher nur eigene, saisongerechte Gemüse und Früchte verkauft.

Für mich gibt es: kleine Gurken, dreifarbige kleine Kartoffeln, Tomaten, Honig und drei verschiedene Sorten Konfitüre. Zwei davon in Mini-Ausführung, um diese zu probieren. Zurück zum Camper habe ich den Rest des schönen Nachmittags genossen.

Zum Nachtessen gab es ein Nierstücksteak, Vegiechips und Salat sowie ein frisches Brötli.

Mittwoch, 1. Mai 2019

 

Nach dem Abwaschen und Aufräumen fahre ich heute zuerst zum Wal-Mart in Arroyo Grande. Dort werden ein paar Einkäufe getätigt und dann geht's zum Oceano Campground, wo ich den Platz Nr. 15 erhalte. Ein guter Platz, aber das Auto steht etwas schräg. Stört mich aber nicht. Heute gehe ich noch einmal zum Strand in Oceano, wo ich ein paar schöne Sand Dollars und Muscheln finde.

Danach geht's zurück zum Camper, wo es heute Fleischsalat aus einem Nierstücksteak, mit Tomaten, Gurken und Maiskörnern gab.

Danach werden wieder einmal meine Memoiren nachgeführt.

Donnerstag, 2. Mai 2019

 

Entgegen meinen Plänen will ich heute nach Santa Barbara fahren. Ich will nicht noch einmal am Strand spazieren gehen, das habe ich jetzt gesehen.

Also fahre ich zuerst bis Santa Maria, wo ich beim Vorbeifahren ein grosses Gebäude sehe, das aussieht wie eine Kirche. So fahre ich bei der nächsten Ausfahrt in die Stadt und suche das Gebäude. Als ich da ankomme, sehe ich, dass es sich dabei um das «Marian Health Center», also das Spital handelt. So fahre ich dann weiter bis Solwang, einem nachgebildeten dänischen Dorf. Zuerst besuche ich hier die alte Mission Santa Ines. Ein Klosterkomplex der sehr gut erhalten ist. Auch die Geschichte des im 1804 gebauten Franziskaner Klosters war interessant. Es ist die 19. der 21 in Kalifornien errichteten Franziskaner Missionen.

Dann geht's weiter dem Pazifik entlang nach Santa Barbara, wo ich im Sunrise RV Park einen Platz für die nächsten zwei Tage erhalte. Dann ist der Platz wegen «Promotion Festivities» vollständig ausgebucht.

Freitag, 3. Mai 2019

 

Heute werde ich Downtown Santa Barbara erkunden. Mit dem Bus fahre ich - eine ganze Weile - bis ich im Zentrum bin. Dort spaziere ich als erstes ans Meer hinunter und sehe mir den Stearns Wharf an. Ein langer Pier hinaus ins Meer. Auch heute ist das Wetter am Morgen bedeckt und eher kühl. So ist auch die Aussicht nicht den Erwartungen entsprechend. Mit dem Besuch des Museum of Natural History auf dem Pier ist es dann Mittag geworden und die Sonne begann zu scheinen. Also nochmals hinaus, um aufs Meer zu schauen. Dabei habe ich, leider nur sehr kurz, die Flossen von zwei white sided Dolphins gesehen.

Dann habe ich einen Stadtspaziergang zum Justizpalast und anderen wichtigen Gebäuden gemacht. Als ich müde genug war, suchte ich das Transit Center, wo ich wieder den Bus zurück zum Campground nehmen konnte. Dort hatte ich die gute Nachricht, dass ich Morgen noch eine Nacht bleiben könnte, nur musste ich meinen Stellplatz wechseln.

Samstag, 4. Mai 2019

 

Als nächstes Besichtigungsziel ist die Old Mission Santa Barbara vorgesehen. Auch hier könnte man, wenn mal lange genug spaziert, zu Fuss hingelangen. Ich zog es vor, auch heute den Bus nach Downtown zu nehmen und dann durch die Garden Street, immer noch eine viertel Stunde, zur Mission zu laufen. Bevor ich dort ankam fand ich noch den von Debbie (der Lady im Campground) erwähnten Rosengarten, mit wirklich sehr schönen Rosen. Sogar eine weisse Rose, die wirklich weiss war habe ich gesehen.

Danach in die Klosteranlage der Old Mission Santa Barbara. Diese wurde in den 1790er Jahren errichtet und ist die 10. der 21 durch die Franziskaner errichteten Missionen in Kalifornien.

Nach einer kurzen Rast auf einer Parkbank bin ich dann nochmals in die Downtown gefahren und habe dort das Historic Museum besucht. Auch hier eine interessante Sammlung von Kunst und Alltagsgegenständen aus alter Zeit. Sehr schön präsentiert.

Danach ging's wieder per Bus zurück zum Campground.

Sonntag, 5. Mai 2019

 

Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Abwaschen und Aufräumen fuhr ich also heute dem Pazifik entlang bis Ventura, dann ostwärts ins Landesinnere. Der Besuch des Aviation Museum in Santa Paula wurde mir verwehrt, da ich wegen eines speziellen Anlasse keinen Parkplatz fand. Also ging's weiter bis zum Walmart in Santa Clarita, wo ich meine Vorräte auffüllte und genügend Wasser für die Wüste einkaufte. Ein Stopp am Vista Point vor Palmdale zeigte den Übergang von der Berglandschaft zwischen Ventura und hier, zu einer schier endlosen Ebene.

Zum Schluss fuhr ich nach Mojave, wo ich den Sierra Trails Campground suchte und wo ich dann einen schönen Platz erhielt.

Montag, 6. Mai 2019

 

Ab heute geht's durch die Wüste. Am Morgen fahre ich zuerst bis zum Jawbone Visitor

Center, welches viele Informationen über die Mojave Wüste und das angrenze Death

Valley bereitstellt.

Danach fahre ich ziemlich zügig weiter bis zum Rastplatz an der Coso Junction. Hier eine kurze Rast und dann weiter bis zur Abzweigung gegen das Death Valley. Auch hier ein Zwischenhalt, um einige Fotos von dieser speziellen Landschaft zu schiessen.

Die restliche Fahrt nach Panamint Springs führt durch die Berge, vorbei am Father Cowley Vista Point, wo man eine tolle Aussicht in einen tiefen Canyon und das Tal von Panamint hat.

Das Panamint Springs Resort ist ein Campingplatz mit Restaurant, Tankstelle und General Store und einigen Motel Zimmern. Der full service Platz ist zwar karg, die Landschaft darum herum gefällt mir aber sehr gut.

Dienstag, 7. Mai 2019

 

Heute geht es nun also in das sagenhafte Death Valley. Dem heissesten Platz auf der Erde. Die höchste hier gemessene Temperatur soll 57 Grad Celsius betragen haben. Glücklicherweise ist es heute nicht ganz so heiss. Das Thermometer zeigt aber 99 Grad Fahrenheit an. Das sind etwas über 36 Grad Celsius.

Vorbei an den Mesquite Dunes, einer Landschaft aus Sanddünen inmitten der Geröllfelder und Berge. Dann über die Panamint Range hinüber ins Death Valley zum Furnace Creek Visitor Center. Dort erhalte ich die Auskunft, dass verschiedene Vista Points zurzeit geschlossen seine, dass ich mich auf dem Sunset Campground installieren könne und dass ich Morgen über das Badwater Basin nach Shoshone und Death Valley Junction fahren könne. Also will ich heute noch den Zabriskie Point anschauen gehen. Dort habe ich die Aussicht auf die sandfarbenen Hügel, die Berge und dass das Tal geniessen und fotografieren können. Dann fahre ich nochmals zurück zum Visitor’s Center, um nach einem WiFi-Netz zu fragen. Leider negativ.

Bereits am frühen Nachmittag bin ich dann im Sunset Campground installiert, das heisst geparkt, denn hier gibt es ausser Toilettenhäuschen gar nichts.

Den Rest des Nachmittags konnte ich nun für das Nachführen meiner Site verwenden und dann noch einige Zeit die Wärme (zirka 35° Celsius) geniessen.

Um dann zu schlafen, war es nicht mehr so sehr ein Geniessen. Die ganze Nacht blieb heiss und erst gegen Morgen kühlte es ein wenig ab. Temperatur morgens um 06.30 Uhr bei 25 Grad Celsius…

Mittwoch, 8. Mai 2019

 

Bereits früh am Morgen und vor dem Frühstück fahre ich ab, um das Badwater Basin zu sehen. Die Park Rangerin von gestern hat mir empfohlen, dort so früh wie möglich zu sein. Leider war die Artists Palette (wie auch Dantes View und Scotty's Castle) geschlossen, so dass ich direkt zur tiefsten Stelle des amerikanischen Kontinents fuhr. Zu wissen, dass man 85 Meter unter dem Meeresspiegel steht ist schon beeindruckend. Und dass dort die höchsten Temperaturen weltweit gemessen wurden ebenso - 57 Grad Celsius. Von hier aus fuhr ich weiter nach Süden, um dann über den Jubilee Pass und dann den Salsberry Pass hinüber nach Death Valley Junction zu gelangen. Hier gibt es keine Infrastruktur und so bin ich über die State Line Road hinüber nach Nevada gefahren. Dort, in Pahrump konnte ich zum ersten Mal mit meiner Kreditkarte tanken, ohne zuerst an die Kasse gehen zu müssen, sogar das Volltanken ging ohne Probleme. Von da an ging's noch fast 10 Meilen - im gleichen Ort - um zum West Gate RV Park zu gelangen.

Heute kann ich sogar meine Texte und hoffentlich dann auch meine Bilder hochladen.

Donnerstag, 9. Mai 2019

 

Las Vegas - nach einem üblichen reichhaltigen Morgenessen und dem Abwaschen und Aufräumen, kann's losgehen. Für die etwas über hundert Kilometer bis zum Sam's Town KOA Campground brauche ich fast zwei Stunden. Viel Verkehr herrscht aber erst in der Stadt. Es ist immer wieder ein ungewohntes Einfahren in so grosse Städte. Auf vier- bis sechsspurigen Highways mitten durch. Die MapsMe App führt mich wie immer zuverlässig auf den richtigen Weg und an den richtigen Ort.

Nach dem Mittag erkunde ich ein wenig die Umgebung des Campgrounds und finde keine 300 m entfernt einen «anständigen» Walmart, wo ich meinen Langhaarschneider ersetzen kann und noch ein paar kleinere Einkäufe tätige.

Dann muss das Gerät auch sofort ausprobiert werden. Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden. Kurz, aber noch sichtbar.

Am Abend bin ich dann noch kurz in das Sam's Town Hotel und Gambling Hall gegangen. Eine mir fremde Welt mit Spielautomaten, soweit das Auge reicht.

Freitag, 10. Mai 2019

 

Heute habe ich am Morgen diverse Aufräum- und Putzarbeiten erledigen müssen. Dann suche ich einen Bus, der nach Downtown fährt, da der Gratis-Hotelbus voll ausgebucht ist. Zuerst finde ich einen, der von Ost nach West fährt. Dieser erklärt mir dann, dass ich den Nord - Süd Bus nehmen muss und zeigt mir die Haltestelle. So lande ich dann im Bonneville Transit Center, mitten in Downtown Las Vegas. Da ich keine Ahnung habe, in welche Richtung ich gehen muss, um zu dem sagenhaften Strip zu gelangen, suche ich erst einmal Nordwärts und gelange an die Fremont Avenue, wo viele Touristen und auch viele Freaks sich tummeln. Ich geniesse zwar den Trubel hier, finde es aber auch fremd, es ist nicht meine Welt, die Freaks nicht und die Gambling Halls nicht. Nach dem Umzug von alten «Film Autos» verlasse ich die Szene wieder und kehre wieder zum Camper zurück. Müde vom vielen Herumlaufen, gibt es früh Feierabend.

Samstag, 11. Mai 2019

 

Heute soll es nun definitiv an den Strip von Las Vegas gehen. So fahre ich wieder mit

«meinem» Bus zum Bonneville Transit Center. Noch einmal laufe ich zur Fremont Avenue, um dort zu schauen, was vor dem Mittag los ist. Eine Ausstellung von alten Autos fasziniert mich. Dann geht's los gegen Süden. Lange Zeit ist ausser ein paar Hochzeitskappellen nichts Faszinierendes zu sehen. Dann gelange ich zum Stratosphere, dem Hotel mit einem 1149 feet (ca. 350 m) hohen Turm. Die 20 Dollar für die Liftfahrt leiste ich mir und geniesse hier oben einen herrlichen Überblick über ganz Las Vegas und seine Umgebung.

Dann geht es weiter zum Venetian, einem weiteren riesigen Hotelkomplex, wo im Inneren der Canale Grande nachgebaut wurde. Sogar mit Gondeln und Gondoliere, die auf italienisch ihre Arien an den Mann/die Frau bringen.

Die Fashion Show Mal mit vielen verschiedenen Verkaufsgeschäften, aber gerade ohne Fashion Show ist ebenfalls sehenswert.

Dann bin ich durch weitere grosse Hotels und Gambling Hall's geschlendert und habe die fremde, spezielle Atmosphäre «genossen». Auf der einen Seite zieht mich diese magische etwas verruchte Szenerie an, auf der anderen Seite finde ich viele Aspekte davon eher abstossend. Von den vielen Spielern, die vor den einarmigen Banditen sitzen sehen einige ziemlich kaputt aus.

Die Paläste wie Cesar's, Treasure Island und weitere habe ich nur von aussen bewundert. Nach über sieben Stunden Downtown Las Vegas war ich total k.o. und war froh, mich in meine fahrbare Wohnung zurückzuziehen.

Sonntag, 12. Mai 2019

 

Heute geht's weg von Las Vegas. So fahre ich etwa um elf Uhr los und gelange zuerst nach Boulder City, wo mich das Nevada State Railroad Museum magisch anzieht. Dort steht ein Zug bereit, für eine 45-Minuten-Sonderfahrt zum Railroad Pass Casino. Diese Sonderfahrt will ich aber nicht machen.

Ein Mitarbeiter des Museums erklärt mir dann, dass die Bahn für den Bau des Hoover Dam gebaut wurde. Westwärts nach Las Vegas eine Gesellschaft und Ostwärts zur Baustelle die Union Pacific. Das ganze Material wurde hier von einen auf den anderen Zug umgeladen. Besonders interessant habe ich den «private Railroad Car Ellsmere» gefunden. Eine fahrbare Wohnung für mehrere Personen.

Nach diesen vielen Informationen fuhr ich weiter zur Memorial Bridge, welche über den Colorado River führt. An dieser ist ein Fussgängerweg angebracht, von wo aus die Talsperre des Hoover Dam besonders schön fotografiert werden kann. Auf der einen Seite der Brücke ist man im Staate Nevada, auf der anderen Seite werde ich in den Staat Arizona einfahren. Leider finde ich dann beim Damm selber keinen Parkplatz, so dass ich nach dem Zwischenhalt beim Vista Point über den Lake Meed, in Richtung Kingman weiterfahre, durch eine eindrückliche Weite umrahmt von Bergen. Am späteren Nachmittag erreiche ich Kingman und richte mich dort im KOA Campground häuslich ein.

Montag, 13. Mai 2019

 

Kingman ist ein nicht geplanter Halt, da aber am Sonntag auch in Amerika die Post geschlossen ist, musste ich hier übernachten. Ich werde heute den Brief von Grayland mit den Autopapieren in Peach Springs abholen können (hoffentlich). Also mache ich mich recht früh auf den Weg auf die legendäre Route 66. Wieder eine Strasse mit kilometerlangen Geraden, recht gut unterhalten und breiter als ich mir vorgestellt habe. Einige Kilometer vor Peach Springs überhole ich einen kilometerlangen Güterzug. Da ich bis Peach Springs keinen geeigneten Platz zum Anhalten finde, warte ich halt hier auf diesen Zug. Nach einer gewissen Wartezeit (der Zug fährt 40 km/h und ich war mit 90 km/h unterwegs) erscheint dieser dann. Leider kann ich nicht den ganzen langen Zug auf ein Foto bringen, er wäre sonst soooo klein, dass man ihn fast nicht sehen könnte. Nach ein paar Bildern, geht's dann zur Post. Pass vorlegen und nach meinem Brief fragen. und ja, er ist da! So kann ich dann weiter. Zuerst nach Seligman, einem berühmteren Ort an der Strasse. Ich fahre hier aber nur die Main Street entlang und kehre dann auf den Freeway zurück, um weiter gegen Osten zu gelangen. Seligman ist für mich heute eine reine Touristenattraktion und spricht mich nicht an.

Erst in Ash Forks besuche ich dann das örtliche Museum. Ein kleines aber schön gestaltetes Museum über die Route 66 und den Ort Ash Forks. Und weiter geht's, zum Bearizona Wildlife Park, mit einer Drivethru Runde, wo nach den Mountain Goates und den Hirschen, die American Burro (wildlebende Esel), die Alaska und die Arctic Wölfe zu bewundern sind. Dann kommen junge Schwarzbären, die White Bisons und die American Bisons und zuletzt die erwachsenen Schwarzbären. Eine interessante «Sammlung» von Wildtieren, die ich letztes Jahr teilweise in freier Wildbahn erleben durfte. Auch in der Walk-Thru iArea waren interessante Tiere zu bestaunen, wie Dachs, Fuchs, Wildschwein, Luchs und andere.

Auch heute konnte ich mich wieder im KOA Campground, dieses Mal in Williams, einrichten.

Dienstag, 14. Mai 2019

 

Wieder habe ich heute meine Pläne nicht eingehalten. Ich werde über Valle mit dem Aviation Museum nach dem Grand Canyon Village fahren. So geht's wieder recht früh los. Zuerst besichtige ich die vielen Flugzeuge des Aviation Museum. Auf dem Aussengelände warnt mich ein anderer Tourist vor einer «Snake» und zeigt mir ein Bild einer recht grossen Schlange, welche sich beim Eintreffen seiner Reisegruppe verzogen hat. Auch hier eine recht schöne, gut unterhaltene Sammlung alter Flugzeuge. Dann geht's weiter nach Grand Canyon Village, wo ich beim Visitor's Center versuche einen Parkplatz zu finden. Keine Chance, alles ist dermassen überfüllt, so dass ich nach einem Besuch des Campgrounds - auch dieser ist ausgebucht - in Richtung Desert View aus dem von Touris überlaufenen Ort flüchte. Bei jedem der kommenden View Points am Grand Canyon halte ich aber dann an und geniesse eine eindrückliche Aussicht auf das Tal des Colorado River. Steilwände führen hinunter in das etwa eine Meile oder rund 1'600 Meter tiefergelegene Tal. Das Farbenspiel der Felswände reicht von gelb, grün, ockerfarben, rot, grau bis schwarz. Der Besuch des Tusayan Museum und der dazugehörenden Ruins beeindrucken mich dann etwas weniger.

Als Höhepunkt würde ich aber dann den Desert View Point bezeichnen. Ein Aussichtspunkt mit einem alten Wachtturm, welcher innen mit Indianerzeichnungen verziert ist. Die Aussicht dann von zuoberst im Turm durch die verglasten Fenster ist aber spektakulär. So versuche ich diese mit Rahmen aufs Foto zu bringen. Leider können Gefühle über's Foto schlecht vermittelt werden.

Zum Schluss fahre ich durch eine wunderschöne Landschaft mit vielen «Washes» und Canyons über Cameron nach Flagstaff.

Mittwoch, 15. Mai 2019

 

Aufgrund der im Internet gefundenen Bilder und aufgrund des gestern besuchten Tusayan Museum und der Tusayan Ruins habe ich mich heute entschlossen, die Wutpaki Ruins und den Sunset Crater auszulassen. Heute nehme ich mir einen Ruhetag. Am Vormittag spaziere ich bis zum Safeway Markt, dann wieder zum Camper zurück. Der Weg bis zum Visitors Center und den Museen ist mir mit rund 10 Kilometern zu lang. Nach diesem Spaziergang wird wieder einmal Brot gebacken. Etwa ein Kilo Zopfteig und etwa ein halbes Kilo Vollkornteig sollen zu feinen Brötli verarbeitet werden. Dann führe ich wieder einmal meine «Memoiren» nach. Das ist bitter nötig, fehlen doch noch viele Fotos seit dem Death Valley und die Berichte seit Sonntag. Schlussendlich geniesse ich meinen «freien Tag» mehr als ich zuerst gedacht habe, wollte ich doch eigentlich das Visitor Center und die Museen in der Stadt anschauen gehen.

Donnerstag, 16. Mai 2019

 

So bin ich denn heute nach dem wie gewohnt ausgiebigen Frühstück mit Schinken und Ei, selbst gebackenem Brot, Butter, Konfitüre und Käse sowie Orangenjus und Kaffee, zuerst zum Museum of Northern Arizona gefahren. Dort werden interessante Fakten zu der Gegend des Colorado Plateau und der darauf lebenden Indianer geboten. Danach fuhr ich zum Pioneer Museum, wo wieder einmal die Entstehung und Entwicklung der Stadt geboten wurde. Die Ausstellung im Innern des Museums war gut und übersichtlich. Im Aussengelände steht eine schöne alte Dampflokomotive, welche für die Holzwirtschaft in der Gegend verwendet worden ist. Dann sind da ein paar Cabins, von welchen ein einziges wirklich sehenswert ist. Die Scheune mit den alten Maschinen empfinde ich wieder einmal eher als Schrott- und Gerümpelplatz.

Dann geht's weiter zum Walnut Canyon. Im dortigen Visitor Center wird mir der Canyon und die sich darin befindenden Clif Dwellings (Klippenhäuser) erklärt. Der Island Trail hat sehr viele Stufen und geht etwa eine Stunde, um den ganzen zu laufen. So bin ich dann diese Treppen hinuntergestiegen. Etwa in der Mitte sah ich eine Frau irgendetwas fotografieren. Ais ich realisierte, was das war - eine grössere Schlange - bin ich zuerst ziemlich erschrocken, habe mich aber dann entschlossen, diese ebenfalls zu verewigen. Dann ging es weiter bis ganz hinunter, wo der Trail beginnt. Dort sind ein paar schöne Reste dieser Häuser zu sehen. So habe ich mich entschlossen, nach dem Fotografieren dieser Hausteile wieder hinaufzusteigen, um dann noch dem Rim Trail eine Weile zu folgen. Dort habe ich wieder Ruinen von Indianersiedlungen angetroffen.

Als weitere Attraktion stand dann der Meteor Crater auf dem Programm. Im hiesigen Visitor Center wird die Geschichte des Meteoriten und der Einschlag in die Erde dokumentiert. Der Krater selber ist ebenfalls recht interessant anzuschauen.

Als krönender Abschluss besuchte ich dann die vier-D Show, wo ich mit einem Raumfahrzeug die Erde vor einem erneuten Meteoriteneinschlag retten konnte. Witzig und gut gemacht. Die restlichen Kilometer, bis Holbrook verliefen dann unspektakulär. Einzig der heftige Wind, der den ganzen Tag geblasen hat, nötigte mich, sehr aufmerksam zu sein beim Fahren. Auch heute bin ich in einem KOA Campground untergekommen.

Freitag, 17. Mai 2019

 

Heute geht es zuerst ins Navajo County Historical Museum in Holbrook. Eine interessante Sammlung über Holbrook und die Navajo Indianer. Dann fahre ich über den Highway 180 nach Osten, um zum Südeingang des Petrified Forest National Park zu gelangen. Bevor ich dort ankomme erwarten mich zwei «Museum and Gift Shop». Dort kann man jede Menge von Petrified Wood kaufen, aber auch sonst eine Menge von teilweise schönen indianischen Gegenständen, teilweise aber auch Kitsch. Dann geht's zum Park Eingang. Wieder kann ich mit dem Nationalpark Pass gratis einfahren. Von hier aus führt eine Strasse vorbei an vielen View Points nach Norden bis hinauf zu Paintet Desert und dem entsprechenden Visitor Center. Faszinierend sind die verschiedenen Farben dieser versteinerten Baumstämme.

Diese entstünden durch Mineralische Ablagerungen. Von hellem fast Weiss, über Gelb, Rot, Blau, Violett bis fast Schwarz sind alle Farben hier vertreten.

Paintet Desert ist eine riesige Ebene mit Einschnitten, die in vielen Farben leuchtet. Hoffentlich ist es mir gelungen, die Farben auch aufs Bild zu bannen.

Nach dem Besuch des Visitor Center und des obligaten Gift Shop fahre ich dann weiter, um in die Gegend des Canyon de Chelly zu gelangen. Die Fahrt ist nicht sehr angenehm, da ein heftiger Wind bläst und immer wieder am Camper reisst. In Ganado, wo ich eigentlich übernachten wollte, besuche ich den Hubbell Trading Post. Ein Handelsposten eines Weissen im Gebiet der Navajo Indianer. Scheinbar hat dieser mehrmals mitgeholfen, Streitigkeiten zwischen den weissen Siedlern und den Navajos zu schlichten und hat daher das Vertrauen der Indianer gewonnen.

Da ich hier keinen Campground finde, fahre ich weiter bis Chinle, zum Eingang des Canyon de Chelly. Dort erwartet mich ein angenehmer staatlicher Campground zu einem sehr günstigen Preis, jedoch ohne jegliche Infrastruktur.

Samstag, 18. Mai 2019

 

Mit etwa 10 Grad C war der heutige Morgen sehr kalt. Nach einem kurzen Aufheizen des Campers und dem Morgenessen, musste ich heute zuerst zum ATM fahren, hatte ich doch meine letzten Dollar gestern für's Übernachten im Cottonwood Campground ausgegeben. Dann zum Visitor Center, um zu wissen, ob der South Rim Drive auch mit einem Camper gefahren werden kann. Dann ging's zuerst zum Tunnel Overlook, wo ich den ersten Eindruck von Canyon de Chelly geniessen konnte. Als ich zum Chalet zurückging, habe ich drei Schweizer aus dem solothurnischen Walterswil getroffen und konnte eine Weile mit ihnen plaudern. Dann fuhren wir alle Viere zuerst ganz nach «hinten» zum Spider Rock Overlook. Dort tauschten wir, beim Besichtigen dieses «Zahn's», weitere interessante News und Details unserer Reise aus. Für die Drei war dann Zeit für's Morgenessen, für mich ging's zurück zu den weiteren Aussichtspunkten. Bei jedem Punkt dasselbe Schauspiel, ein tiefer Canyon mit roten Felsen in allen Formen. Daneben fand ich auch immer wieder sehr schöne blühende Kaktusse und weitere Blumen, welche ich nicht kenne. 

Auf das Befahren des North Rim habe ich dann verzichtet, geht doch die Fahrt nach Tuba City, meinem heutigen Tagesziel rund drei Stunden. Also ging's zurück nach Ganado und dann westwärts über Hochplateaus und durch tiefe Canyons, eine eindrückliche Landschaft, die mir sehr gut gefiel.

In Tuba City habe ich dann auf dem Campground des Quality Inn Navajo Nation Hotels einen angenehmen Platz mit allen was dazugehört (ausser WiFi) gefunden. Auch der Preis hier ist sehr gut. Zum Abschluss des Tages gönne ich mir im Restaurant des Quality Inn ein feines New York Stile Steak mit Baked Potato und Gemüse. (keinen Alkohol!!!)

Sonntag, 19. Mai 2019

 

Heute möchte ich eigentlich in den Grand Canyon zum North Rim fahren. Das Wetter

ist aber nicht sehr gut und so beschliesse ich nach einer fast zweistündigen Fahrt beim Lake Jacob Campground nach einem Platz mit Strom, Wasser und Abwasser zu fragen. Glücklicherweise ist dieser nicht überfüllt und ich erhalte die Nr. 10. Kaum bin ich einparkiert, fängt es doch wirklich an zu schneien. Aber glücklicherweise nur kurz. Das Wetter ist unbeständig und kalt. Ich befinde mich hier auf fast 2100 müM. Bei diesem Wetter verzichte ich heute auf die Fahrt zum North Rim. Vielleicht gelingt es mir morgen, dieses zu besuchen, bevor ich gegen Nordwesten weiterfahre. Als Nächstes soll es nach Springdale, zum Zion Nationalpark gehen. Im Moment habe ich drei Tage Vorsprung auf mein ursprüngliches Programm.

Den Nachmittag des heutigen Sonntags verbringe ich mit dem Nachführen meiner Aufzeichnungen, einem feinen Essen und etwas Faulenzen.

Montag, 20. Mai 2019

 

Die letzte Nacht war sehr kalt. Dank dem Elektroheizlüfter konnte ich die Temperatur so halten, dass ich nicht frieren musste. Am Morgen musste aber die Gasheizung nachhelfen, um etwa 20 Grad zu erreichen. Glücklicherweise ist das Wasser knapp nicht eingefroren. Nach dem frühen Morgenessen fahre ich dann zum Grand Canyon North Rim. Eine Fahrt durch Schneegestöber, Sonnenschein und vielen Wolken. Das North Rim liegt auf fast 2700 müM und hat noch mehr Schnee gehabt als beim Jacob Lake. Dort besuche ich den offenen Vista Point. Viele der Trails sind wegen des Schnees geschlossen. Trotzdem habe ich einen Eindruck von der Grösse des Grand Canyon. Bei diesem Wetter erscheint er mir fast unheimlich.

Dann verlasse ich diesen Ort und hoffe, weiter unten besseres Wetter zu finden. Das ist dann aber nur teilweise der Fall. Bis zum Abend ist es teilweise regnerisch, dann wieder bedeckt, dann einige Aufhellungen mit Sonnenschein und dann wieder Regen.

Ich fahre über Kanab und komme dann von Osten in den Zion Nationalpark. Dort sind zwei Tunnels zu befahren, wovon der längere nur im Einbahnverkehr passiert werden darf. Die Seitenhöhe des Tunnels reicht nicht für den Camper. Wenn man aber schön auf der Mitte der beiden Fahrbahnen fährt klappt alles Bestens. Auch hier wieder die eindrücklichen roten Felsen.

Als ich dann in Springdale ankomme heisst es: alle Campgrounds ausgebucht. So muss ich dann eben nach Virgin auf den Zion River Campground fahren, wo ich glücklicherweise noch einen full hook up Platz für fast 80 Dollar erhalte.

Dienstag, 21. Mai 2019

 

Heute habe ich eigentlich in den Zion Nationalpark gehen wollen. Da ich aber nicht zu früh aufgestanden bin und erst etwa um 10 Uhr beim Parking Lot war, hatte ich keine Chance. Der RV Parkplatz war bereits überfüllt und in Springdale habe ich keine weiteren Parkmöglichkeiten für einen 25-er RV gefunden. So bin ich halt zurück, zuerst nach La Verkin, wo ich in einem sehr schönen Supermarkt meine Einkäufe machte. Dann ging's zurück nach Virgin auf meinen Zion River Campground, wo ich den Rest des Tages mit Backen und etwas aufräumen und faulenzen verbringen konnte.

Mittwoch, 22. Mai 2019

 

Heute bin ich nun früh aufgestanden, um den Zion Nationalpark bzw. den Canyon sehen zu können. Bereits um 08.00 Uhr bin ich in Springdale beim Visitor Center eingetroffen und fand - einen leeren Parkplatz. So konnte ich mein fahrbares Haus abstellen und dann mit dem Zion Shuttle bis zuhinterst in den Canyon fahren. Dort habe ich eine schöne Wanderung von dem Telmple of Sinawava zu den Narrows gemacht. Die Narrows, die Wanderung durch das Wasser des Virgin River war dann aber gesperrt. So ging's zurück und dann wieder mit dem Bus zu Big Bhend und dann zu dem Weeping Rock, dem weinenden Felsen. Eine kurze Wanderung hinauf zu einem wassertriefenden Felsvorsprung mit Pflanzen, die sich dort in die Felsritzen krallen. Dann wieder mit dem Shuttle zu The Grotto und den Court of the Patriarchs und dem Museum. Einzig die Touristenfalle Zion Lodge mit Restaurant und Gift Shop sowie die Canyon Junction habe ich ausgelassen.

Sogar das Wetter hat heute mitgespielt, den ganzen Morgen Sonnenschein, dann immer mehr bewölkt und nach dem Mittag, als es dann Richtung Cedar City weiterging, hat es sogar einige Male ein wenig geregnet.

Die Fahrt nach Cedar City verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Dort habe ich wieder einmal in einem KOA Campground eingecheckt.

Donnerstag, 23. Mai 2019

 

Von Cedar City soll es heute in den Bryce Canyon gehen. Die Fahrt - nach dem MapsMe - über den Freeway gegen Norden, dann über einen kleinen Bergzug nach Panguich und dann durch den Red Canyon nach Bryce verläuft sehr gut. Erwähnenswert ist hier einzig der Red Canyon, ein Vorgeschmack auf den Bryce Canyon. Rote Felsen mit Hoodoos, Türmen und Zinnen. Die Wanderung vom Visitor Center hinauf zu den Felsen war toll.

Auch der reservierte Campground in Bryce Village, in Ruby's Inn war gut.

Freitag, 24. Mai 2019

 

Heute geht's also in den Bryce Canyon. Der Shuttle führt mich hinauf zu Bryce Point. Dort wandere ich zuerst hinunter zu einem natürlichen Tunnel und mache ein paar schöne Fotos. Dann wieder durch den Matsch hinauf zu Bryce Point, wo die Wanderung entlang dem Grat des Canyons über die Aussichtspunkte: Inspiration Point, Sunset Point, Sunrise Point, hinunter zum Visitor Center des Parks führt. Nach jeder Ecke gibt es wieder neue Türmchen, Hoodoos und andere Gebilde zu sehen. Ich habe über zweihundert Fotos von all dieser Pracht gemacht. Ich hoffe, dass einige davon gut herausgekommen sind. Auch heute habe ich Wetterglück. Es ist zwar kalt, aber die Sonne scheint ab und zu durch die Wolken und lässt die Arena Bryce immer wieder in einem anderen Licht erscheinen. Der Bryce Canyon ist bis jetzt der schönste Nationalpark, den ich gesehen habe. Der Grand Canyon war wegen der Tiefe zwar eindrücklicher, aber mit den Farben des Bryce kann er nicht mithalten.

Auch der Canyon de Chelly, welcher sehr schön war, ist mit dem Bryce nicht vergleichbar.

Samstag, 25. Mai 2019

 

Wieder heisst es relativ früh aufstehen. Ich will, bevor ich den Park in Richtung Kanab verlasse, nochmals in den Canyon hineinfahren und zwar bis zum Rainbow Point der 18 Meilen weit im Canyon zuhinterst ist. Von dem Rainbow Point bin ich zuerst etwas

enttäuscht. Zwar eine schöne Aussicht, aber in keiner Weise vergleichbar mit der Aussicht von Bryce Point und den View Points im vorderen, gestern besuchten Teil des Canyons. Auch beim Zurückfahren, habe ich bei verschiedenen Vista Points angehalten und die Aussicht genossen. Einzig die Natural Bridge war wirklich ein Highlight. Dann bin ich in Richtung Kanab aus dem Tal herausgefahren. In Kanab habe ich dann bei jedem Campground die gleiche Antwort erhalten: Campground full!

So bin ich zuerst in den Coral Pink Sand Dunes State Park hineingefahren, da ich hoffte, hier einen Platz zu finden. Leider auch hier nichts. Weiter ging's bis nach Mount Carmel Junction. Dort habe ich endlich den gewünschten Platz, sogar mit full-hookup gefunden.

Da ich in Page für morgen keinen Platz reservieren konnte, die Campgrounds seien alle voll, habe ich mich entschlossen, die Runde zu drehen und zuerst nach Nordosten über den Scenic Byway 12 nach Escalante zu fahren. Dies entspricht ungefähr der umgekehrten Etappe des 16. Juni.

Sonntag, 26. Mai 2019

 

So ging es heute also von Mount Carmel Junction anstatt gegen Süden und Osten gegen Nordosten wieder zurück über den Red Canyon zum Eingang des Bryce Canyon. Dort zweigt auch die Strasse nach Widtsoe, einer Ghost Town ab. Die etwas über 40 km dorthin haben sich aber nicht gelohnt. Ausser ein paar scheinbar bewohnten Häusern habe ich gerade mal zwei Ruinen von ehemaligen Widtsoe Häusern gefunden. Dann ging es weiter nach Cannonville, wo die Strasse zum Kodachrome Basin State Park abzweigt. Ein kurzer Besuch im Visitor Center brachte mir die Erkenntnis, dass das Grand Staircase Escalante National Monument nicht mit dem Camper befahren werden kann. So bin ich dann in den State Park gefahren und habe dort die wiederum schönen Felsformationen genossen. Nach einem Spaziergang und ein paar Fotos ist es dann zum Escalante Petrified Forest State Park weitergegangen. Die Rundwanderung zu den versteinerten Baumstücken war die Mühe mehr als Wert.

Nach einem kurzen Besuch im Escalante Visitor Center bin ich dann auf meinen Campground dem Canyon of Esacalante Campground gefahren und habe meinen Platz Nr. 3 beziehen können - Office  geschlossen, Administration Montagmorgen.

Montag, 27. Mai 2019

 

Die letzte Nacht hat es angefangen zu regnen und sogar zu hageln. Und heute Morgen ist es noch nicht vorbei. Also mache ich mich nach dem üblichen Mogenritual, Duschen, Frühstück, Abwaschen, Aufräumen, auf den Weg in Richtung Capitol Reef National Park Visitor Center. Der erste Teil der Strecke war angenehm zu fahren, über «Berge» und durch Badlands Landschaften bis nach Boulder. Dort besuchte ich das Anasazi State Park Museum. Eine interessante Ausgrabung von einem «Dorf» aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Den ganzen weiteren Weg zum Capitol Reef Visitor Center regnete es zuerst, dann kletterte die Strasse auf fast 3000 müM Höhe und dort wollte es nicht mehr aufhören zu schneien. Nicht unbedingt ein gutes Gefühl mit dem grossen Gefährt im Schnee zu fahren. Aber alles ging gut und ich bin vor dem Mittag dort eingetroffen. Es regnete immer noch in Strömen und es hatte so viele Leute, dass ich dem Center nur kurz einen Besuch abstattete und die notwendigen Informationen mitnahm. Dann bin ich weitergefahren, zuerst bis Hanksville, wo ich zuerst übernachten wollte. Aber auch hier war das Wetter so schlecht, dass ich mich entschloss in Richtung Arches und Canyonlands National Parks weiterzufahren. So bin ich Mitte des Nachmittags in Green River eingetroffen. Dort war das Wetter zwar auch nicht viel besser, aber ich habe einen anständigen KOA Campground gefunden. Dem verpassten Capitol Reef Nationalpark traure ich nicht nach. Ich habe nun schon so viele (rote) Felsen und Steine gesehen, dass einer mehr oder weniger nicht mehr so wichtig ist.

Dienstag, 28. Mai 2019

 

Der erste Besuch heute Morgen galt dem Green River Museum. Dort sind ein paar sehr informative und interessante Ausstellungsstücke zu sehen. Wieder einmal ein Museum, das Platz hat und seine Stücke sehr geordnet und übersichtlich präsentiert. Nach einem Besuch am Green River, einem breiten Fluss, der heute mehr braun als grün war, ging's dann weiter nach Moab. Nach einer Ortsrundfahrt und einem Kurzbesuch im Visitor Center, bei einer netten Angestellten, welche mir die benötigten Auskünfte erteilte, fuhr ich wieder nordwärts zum Eingang des Canyonlands Nationalparkes. Das heisst, als erstes besuchte ich den Death Horse Point State Park, von wo aus man, gemäss meinem Reiseführer, den schönsten Überblick über den Island in the Sky Teil des Canyonlands Nationalparkes habe.

Und sie war wirklich beeindruckend, die Aussicht über den Colorado River und die Canyons darum herum. Dann zum Eingang des Canyonlands Nationalparkes, wo ich den Schafer Cayon Overlook besuchte und als letztes den Mesa Arch. Einen Steinbogen am Abgrund in den Canyon. Von da kehrte ich nach Moab zurück, wo ich meinen reservierten Campground fand und mich dort für die nächsten zwei Nächte einrichten konnte.

Morgen geht's in den Arches!

Mittwoch, 29. Mai 2019

 

Heute bin ich vor sieben Uhr früh aufgestanden und habe ein kleines Frühstück genossen. Dann ging's vor acht Uhr hinauf zum Arches National Park. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt. Heute morgen gibt es beim Parkeingang noch keine Wartezeiten. So fahre ich denn also direkt zum Devils Garden, ganz hinten im Nationalpark. Dort sehe ich mir zuerst den Tunnel Arch und den Pine Tree Arch an. Dann gehe ich zum Landscape Arch und habe mich eigentlich entschlossen, mindestens bis zum Navajo Arch zu gehen. Nach dem Landscape Arch beginnt aber ein so steiler und schmaler Aufstieg, dass ich darauf verzichtete weiterzugehen - und ich war nicht der einzige...

So marschierte ich zurück zum Parkplatz und nahm dann die Runde Skyline Arch, Tapestry Arch, Broken Arch und Sand Dune Arch in Angriff. Der Weg führte durch Sand, über die roten Felsen und durchs Gebüsch, so dass ich mich beim Sand Dune Arch entschied, nicht den gleichen Weg zurückzugehen, sondern die Strasse zum Devils Garden zu nehmen. Nach einer kleinen Stärkung bin ich dann noch zur Wolfe Ranch gefahren, wo ich den Delicate Arch noch besuchen wollte. Dort war aber, wie bereits beim Devils Garden ein solches Puff mit Autos, dass ich nur zum View Point fuhr und den Delicate Arch von da aus besichtigte. Am Schluss meines Arches Besuches ging's noch kurz ins Visitor Center, um die noch fehlenden Infos zu erhalten.

Bereits am frühen Nachmittag bin ich dann, nach einem kleinen Einkauf im Moab Valley Campground eingetroffen. So blieb mir heute die Zeit wieder einmal meine Wäsche zu waschen und dann auch meine Aufzeichnungen zu ergänzen.

Donnerstag, 30. Mai 2019 (Auffahrt)

 

Nachdem ich gestern Abend noch Peter und Doris aus Wettingen kennen gelernt hatte und dann mit diesen ein Glas «Menage a trois» - ein toller Rotwein - getrunken hatte, gab es heute nicht so früh Tagwache. Dann von den Beiden verabschieden und bereitmachen zur Abfahrt nach Grand Junction.

Die Fahrt sollte durch das Tal des Colorado River über die 128 gehen. Und es hat sich gelohnt. Auf beiden Seiten des Flusses erheben sich steile Canyonwände aus wieder einmal dem roten «Sandstein». So führte die Strasse den Felsen entlang bis etwas nach der Mitte des Weges. Dort öffnete sich das Tal und eine oder sogar mehrere Ranches tauchten auf. Ebenfalls hatte es einige Campgrounds im Tal des Colorado River. Dann gings wieder durch die schon bekannten Badlands bis hinüber nach Cisco, wieder einmal eine Ghost-Town, bei welcher ich das Gefühl hatte, dass es sich nicht lohnt anzuhalten. Die Ruinen der verlassenen Häuser erschienen mir nicht fotogen...

Weiter führte mich dann der Freeway nach Grand Junction, wo ich wieder einmal in einem KOA Campground unterkam.

Freitag, 31. Mai 2019

 

Heute gab es wieder recht früh Tagwache. Ich habe mir vorgenommen, diesen Tag zu nutzen, um eventuell bis hinüber nach Durango zu fahren. Beim Studium der Karte und der Wetterprognosen habe ich festgestellt, dass Silverton recht hoch liegt und es dort schlechteres Wetter ist als in Durango und auch noch sehr kalt in den Nächten. Also bin ich bereits etwa um neun Uhr losgefahren. Bis nach Ouray war eigentlich nichts Spezielles..., schönes Wetter, wenig Verkehr und breite gute Strassen. Dann ging es plötzlich bergauf. Zwischen Ouray und Silverton liegt der Red Mountain Pass, welcher 11'008 Fuss hoch ist, das sind rund 3'300 m. Da oben hat es natürlich noch hohe Schneewände auf beiden Seiten der Strasse. Dann ging es wieder hinunter nach Silverton, welches mit 9'318 Fuss eben immer noch recht hoch liegt. Silverton ist eine Minenstadt gewesen und lebt heue hauptsächlich vom Tourismus.

Dort habe ich das Museum besucht. Zuerst ging's ins alte Gefängnisgebäude, wo auch die Zellen noch besichtigt werden konnten. Dann in den Untergrund, wo eine gute Ausstellung den Bergbau zeigt und zum Schluss im Museumsgebäude, wo auch einige interessante Stücke aus dem Ort ausgestellt waren.

Silverton hat mir aber eigentlich nicht so gut gefallen und so bin ich gerne nochmals über die 10'910 Fuss hohe Molas Divide hinüber nach Durango gefahren. Dort konnte ich dann noch mit dem Durango Trolley die Old Town und das Railway Museum besuchen.

Samstag, 1. Juni 2019

 

Heute will ich als erstes den Durango - Silverton Dampfzug fotografieren und filmen. So bin ich denn nach dem Aufstehen, Duschen und Anziehen sofort zum Geleise hinunter gegangen und habe auf diesen gewartet. Ich rechnete, dass dieser etwa fünf bis zehn Minuten brauchen würde vom Durango Depot bis zum United Campground. Aber ich habe gewartet und der Zug kam noch nicht. Dann hörte man das Dampfen und das Hupen des Zuges, lange bevor diese dann bei uns eingetroffen ist. Dann konnte ich mein Video machen. Danach Morgenessen und dann nochmals hinunter, um noch ein paar Fotos zu schiessen, denn eine drei viertel Stunde später kam der zweite Zug.

Danach Abwaschen und Aufräumen und dann ging es weiter durch Durango hindurch und dann über eine grüne Hochebene nach Aztec. Dort besuchte ich die Aztec Ruins. Die Ruinen eines Pueblos aus etwa dem 12. Jahrhundert. Das abgegebene Begleitbuch war sehr informativ und ich hätte dieses gerne behalten. Aber die Dame des Nationalparks beschied mir, dass es nicht zu verkaufen sei. Da erst etwas nach Mittag war, habe ich mich entschlossen noch ein wenig weiterzufahren. Zuerst durch eine wüstenähnliche Landschaft nach Farmington, einer etwas grösseren Stadt. Aber hier fand ich eigentlich nichts attraktiv und so ging's weiter nach Shiprock und von dort aus zu dem Four Corners Monument. Dort treffen die Staaten Arizona, Colorado, New Mexico und Utah zusammen. Ein besonderes Gefühl, mit einem Fuss in Arizona und Utah zu stehen und mit dem Anderen in Colorado und New Mexico.

Danach ging es weiter zu meinem schlussendlichen Tagesziel Cortez in Colorado. Dort habe ich wieder einmal einen sehr schönen Campground gefunden und konnte mich dort installieren.

Sonntag, 2. Juni 2019

 

Mein heutiges Programm ist noch nicht definitiv festgelegt. Zuerst will ich die Klippenhäuser im Mesa Verde National Park besuchen. Dann je nach Lust und Laune weiter oder nicht. Ich habe genügend Reserve, dass ich gut hier einen Tag bleiben kann. Im Visitor Center des Parks wurde ich mit Infomaterial und mit den notwendigen Karten versorgt. So bin ich denn die wiederum fast 40 km in den Park hineingefahren und bin in Chapin Mesa dann das Museum besichtigen gegangen. Interessante Ausstellung zu der Kultur der Ancestral pueblo people, welche dort etwa zwischen 1150 und 1300 gelebt haben. Dann wollte ich das Spruce Tree House besuchen. Dieses konnte wegen Reparaturarbeiten aber nur von weitem besichtigt werden. Da ich mit dem Camper nicht überall hinfahren konnte, beschloss ich nach diesem Besuch wieder zurückzufahren.

Beim KOA Campground in Cortez habe ich dann für einen Platz gefragt und diesen auch erhalten. So habe ich mir dann dort einen ruhigen Nachmittag gegönnt. Morgen geht's weiter ... zu den Natural Bridges.

Montag, 3. Juni 2019

 

So bin ich also heute Morgen in Cortez recht früh abgefahren, um zu dem Natural Bridges National Monument zu gelangen. Zuerst bis Monticello, dann Blanding, wo ich im Visitor Center eine Karte der Umgebung fand und dann Richtung Natural Bridges. Unterwegs hat mein Auto angefangen, beim Bremsen etwas wie zu schlagen. Ein komisches Gefühl. So habe ich geschaut, wo ich die nächste Garage finden könnte. Dies war dann wiederum Blanding.

So bin ich den ganzen Weg zurückgefahren und habe zuerst im Blue Mountain RV Park meinen Platz für heute Abend gesichert. Dann machte ich mich auf die Suche nach einer Garage, welche mir das Problem in nützlicher Frist lösen könnte. Nach drei Versuchen, bei denen es hiess, keine Zeit oder keine RV's, hat es dann beim Vierten geklappt. Dieser hat sich meines Problems angenommen und die Bremsen nachgeschaut. Dort finde er keine Probleme.

Dann die Pneus: - die beiden inneren Pneus hinten seien stark abgefahren und

das Geräusch käme wahrscheinlich daher. So hat er mir dann die beiden inneren hinteren Pneus gewechselt, was keine halbe Stunde gedauert hat. Danach war wieder ein ganz anderes Fahren mit dem Auto. Um noch etwas Zeit verstreichen zu lassen, bin ich noch ins Blanding Dinosaur Museum gegangen. Ein sehr schönes Museum mit einer stattlichen Anzahl an interessanten Dinosaurier Exponaten. Kein Vergleich mit Royal Tyrell, aber das Preis-/Leistungsverhältnis hat bestens gepasst. Danach konnte ich meinen Platz auf dem Blue Mountain RV Park beziehen und den Rest des Nachmittags geniessen.

Dienstag, 4. Juni 2019

 

Heute geht's nun zu den Natural Bridges. Auf dem Weg dorthin fahre ich zuerst zu den Butler Wash Ruins, einem Mini Mesa Verde. Dort bin ich zuerst ganz allein zu dem Vista Point hinaus gewandert. Als ich auf dem Rückweg war, habe ich dann zwei nette Deutsche aus Stuttgart getroffen und eine Weile mit diesen plaudern können. Dann geht's weiter zu den Mule Canyon Ruins, einer Siedlung, wie sie auch in Aztec zu bewundern war. Nach diesen beiden Zwischenstopps fuhr ich dann zum Visitor Center des Natural Bridges National Monument, wo mir der Ranger ausführlich die Rundfahrt zu den drei Bridges mit den entsprechenden Trails beschrieben hat. Die erste Bridge «Sipapu» wollte ich zuerst auch von unten besichtigen gehen. Aber dort geht es zuerst über Treppen, Felsbänder und Felsen, dann noch über eine spezielle Leiter hinunter zu einem tiefer gelegenen View Point. Dort konnte man die Bridge aus einem anderen Winkel betrachten als von ganz oben. Als ich dann aber den Weg ganz nach unten sah, mit den Leitern und dem Abgrund, entschied ich mich, dies sein zu lassen. So bin ich dann weiter zur zweiten Kachina Bridge. Der dortige Trail geht etwas länger, so habe ich auch diesen sein lassen. Zumal mir die zwei Deutschen vom Buttler Wash empfohlen haben, den letzten Bogen, die Owachomo Bridge auf jeden Fall zu besuchen. Das habe ich dann auch gemacht. Der Spaziergang etwa 300 Meter weit mit rund 55 Metern Höhendifferenz war angenehm. Die Brücke von unten zu besichtigen war dann nochmals viel eindrücklicher als nur von Oben.

So habe ich dann um den Mittag herum die Rundfahrt im Natual Bridges National

Monument beendet und beabsichtige nun hinunter ins Monument Valley zu fahren. Der Weg dorthin führt zuerst etwa 35 Kilometer über eine Art Hochebene, dann plötzlich steht man oben an einer fast senkrechten Felswand, wo der Moki Dugway eine Serpentinenstrasse dieser fast senkrechten Wand entlangführt bis hinunter ins Tal. Eigentlich wollte ich oben auf dem «Parkplatz», von welchem der Deutsche von heute morgen gesprochen hat, anhalten und dann schauen, ob ich dieses Abenteuer überhaut eingehen wolle. Aber ich bin plötzlich in dieser Schotterstrasse drin gewesen und so gab's kein Zurück mehr. Glücklicherweise war praktisch kein Gegenverkehr und so bin ich dieser Felswand entlanggefahren und wohlbehalten unten angekommen. Von da an war es nur noch ein Katzensprung bis zum Monument Valley, wo ich bei Gouldings Trading Post einen Platz im Campground erhielt.

Mittwoch, 5. Juni 2019

 

Der heutige Tag hat ziemlich spät begonnen. Erst nach acht Uhr aufgestanden und

das Frühstück genommen. Dann bin ich zur Goulding's Lodge spaziert und habe dort Museum und Gift Shop angeschaut. Das Museum ist hauptsächlich den im Monument Valley gedrehten Filmen gewidmet. Als ich dort war konnte ich einen Teil eines John Wayne Westerns mitverfolgen. Dann ging's zurück zum Camper. Hier habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr meine Campingstühle hervorgenommen und es mir eine Weile draussen am Schatten bequem gemacht.

Am Nachmittag um 3.45 pm war dann Zeit für die Tour mit dem Navajo Führer. Beim Warten auf das Fahrzeug habe ich zwei Schweizer aus der Lenk getroffen. Es war schön wieder einmal mit Landsleuten zu plaudern. Dann beim Goulding's Lodge sind nochmals drei Schweizer - ein Vater mit seinen zwei Töchtern zugestiegen. Unser Chauffeur hat uns dann sämtliche Buttes und Mesas genannt und uns sehr angenehm über die Gravel und Dirt Roads geführt. Interessant waren dann vor allem die nur auf Touren zugänglichen Orte. Der Hogan eine Rundhütte, wo uns eine Frau das Kämmen der Wolle und das Spinnen vorführte und dann unser Führer der uns verschiedene Symbole der Navajos näherbrachte. Dann wurden wir zu Felszeichnungen und zu Arches geführt. Ich wusste nicht, dass im Monument Valley so viele verschiedene Sehenswürdigkeiten, neben den Spitzen und Türmen zu finden sind. So hat es wieder einmal eine ganze Menge Fotos gegeben. Bei einem dieser Stopps hat uns dann unser Chauffeur mit Trommel und Gesang eine Vorführung gegeben. Eindrücklich!

Schön war auch, mich mit meinen Landsleuten austauschen zu können. Die Tour dauerte dann auch bis kurz nach 7.30 pm. So, dass sich unser Chauffeur sein Trinkgeld redlich verdient hatte. Heute war die Dusche vor dem Schlafengehen dringend notwendig. Der Staub der Fahrt über Gravel-, Dreck- und Sandpisten hat sich überall angesetzt.

Donnerstag, 6. Juni 2019

 

Heute Morgen bin ich schon recht früh aufgestanden, damit ich dann auch das Navajo National Monument besuchen und dann nach Page fahren könne.

Bereits vor neun Uhr war ich bereit und fuhr nach dem Tanken - der Benzinpreis ist hier unter einem Franken für einen Liter - sofort los. Da hier recht wenig Verkehr unterwegs war, bin ich gut vorwärtsgekommen und konnte das Monument besuchen. Es handelt sich hier, wie bereits in Mesa Verde um Ruinen von Clif Dwellings oder eben Klippenhäusern, welche hier von rund 1250 bis 1300, also nur etwa fünfzig Jahre benutzt worden seien. Da diese Häuser unter dem Schutz der Felsen stehen, sind sie bis heute recht gut erhalten.

Nach dieser Besichtigung ging es weiter nach Page, wo ich zuerst zum Glen Canyon

Dam, dem Staudamm, der den Lake Powell staut, hinuntergefahren bin. Auch das war für mich ein eindrückliches Bauwerk. Danach ging's zuerst zu einem kleineren Einkauf, ich brauchte wieder Früchte und Getränke. Hier in Page ist es heiss und drückend. Das Thermometer an der Türe meines Campers zeigt 38 Grad an.

Dank der Klimaanlage, welche glücklicherweise über den Strom läuft, ist es drinnen recht angenehm.

Den Nachmittag habe ich wieder einmal mit Brötli backen und etwas ausruhen verbracht.

Freitag, 7. Juni 2019

 

Von Page aus will ich den Lower Antelope Canyon besuchen. Es handelt sich wie beim

Monument Valley um Gebiet der Navajo Indianer, welche exklusiv die Touren in den Canyon durchführen. Bereits kurz nach acht Uhr bin ich dort gewesen und habe bei Dixie Ellis' Lower Antelope Canyon Tours gefragt, ob sie noch freie Plätze hätten. Bereits um 08.45 konnte ich mit einer jungen Dame, welche uns führte, den Canyon besuchen. Von oben sieht man von diesem überhaupt nichts. Dann aber ging es ein paar Treppen hinunter und wir konnten uns am Farbenschauspiel fast nicht sattsehen. Die Tour dauerte dann etwas über eine Stunde.

Unsere Führerin erklärte uns die einzelnen Figuren, die im Canyon zu sehen sind. Zum Beispiel ein Löwenkopf, ein Seepferdchen oder die Lady in the wind. Ich hoffe, dass ich dann auf den Fotos die einzelnen Figuren auch wiedererkennen werde.

Nach der Tour fuhr ich hinunter zum Antelope Point, dem Hafen am Lake Powell. Auch diese National Recreation Site wird vom Nationalpark Service geführt und natürlich zahlt man auch hier, sofern man nicht den Annual Pass hat. Ein munteres Treiben von grösseren und kleineren Booten.

Als Schlusspunkt der heutigen Besuche bin ich dann noch zum Horseshoe Bend gefahren. Der Parkplatz hier wird von der Stadt Page bewirtschaftet und kostet auch seine 10 Dollars. Dann geht der Fussmarsch über den Hügel zu einem weiteren senkrechten Abgrund, wo die Hufeisenform des Canyons des Colorado River besichtigt werden kann. Eine eindrückliche Sache, wie sich der Fluss seinen Weg durch das Gestein gefressen hat.

Auch heute habe ich dann den Nachmittag vor allem im Camper - bei laufender Klimaanlage - verbracht. Draussen hat das Thermometer zwischen 35 und 40 Grad Celsius angezeigt...

Samstag, 8. Juni 2019

 

Bevor ich Page verlasse will ich wissen, was der Upper Antelope Canyon anderes zu bieten hat als der Lower. Und so fahre ich nach Frühstück und Abwasch los, zurück zu den beiden Canyons. Als ich beim Office fragte, ob kurzum noch Platz auf einer Tour sei, bekam ich zuerst abschlägigen Bescheid. Aber am zweiten Schalter fragte ein anderer Tourist, wie sich später herausstellte Österreicher und Deutsche, ob sie für sieben Personen etwas hätten. Sieben waren zu wenig. Aber als Gruppe mit acht Personen klappte es dann. Wir könnten sofort mit Brianna hinfahren. So wurden wir, fünf Österreicher, zwei Deutsche, zwei amerikanische Damen und ich dann zum Eingang des Canyons geführt. Die Tour dauerte eine gute Stunde und zeigte den Canyon der unten weiter und oben schmaler ist. Der Lower Antelope Canyon hat mir persönlich besser gefallen, da mehr Licht hineinkam. Scheinbar ist die Zeit um den Mittag herum für den Upper Canyon die beste Besuchszeit, im Gegensatz zum unteren, wo die beste Zeit der Morgen ist.

Danach geht es los, Richtung Salt Lake City. Die heutige Etappe soll bis Beaver führen. Beim Glen Canyon Dam halte ich noch einmal an, um das Bauwerk zu fotografieren. Dann geht es mit wenig Zwischenhalten, davon ein erzwungener wegen Einbahnverkehr auf einer Baustelle, hinauf bis nach Beaver. Dort zuerst tanken und dann entdecke ich per Zufall auf der gegenüberliegenden Strassenseite das Schild eines Campgrounds. Das Office erscheint mir ein wenig schmuddelig und der Abwasserablauf beim erhaltenen Platz ist von den Ameisen in Beschlag genommen. Aber für eine Nacht geht auch das.

Sonntag, 9. Juni 2019

 

Heute ist mit der Fahrt nach Salt Lake City eine der längeren Streckenetappen vorgesehen. Nach dem Morgenessen fahre ich etwa um neun Uhr los. Bereits nach wenigen Meilen sehe ich eine Werbung für Historic Cove Fort. Auch hier wollte ich wissen, was es mit dem Fort auf sich hat. Beim Parkplatz werde ich von einem sehr freundlichen älteren Herrn empfangen, welcher sich als mein Führer für den Rundgang im Fort vorstellt. Und das erst noch gratis. So kann ich die einzelnen Räume besichtigen, wie Post- und Kutschenbüro, das Telegrafenbüro, dann die Küche mit dem Essraum, fast original eingerichtet. Dann besuchen wir den Garten und die Umgebung des Forts. Die Scheune ist etwas ganz Besonderes. Sie wurde durch Amish People errichtet und enthält überhaupt keine metallenen Teile. Sämtliche Balken und Läden werden durch Holzzapfen zusammengehalten. Eine ganz interessante Konstruktion.

Der Stall der Kutschenstation hatte Platz für vierundzwanzig Pferde. Je sechs pro Kutsche, welche am einen Tag ankam und dann mit frischen Pferden am nächsten Tag weiterfuhr. Interessant ist auch, dass das Fort, welches mit einer im Jahre 1867 gebauten Mauer mitSchiessscharten umgeben ist, nie für kriegerische Handlungen benutzt werden musste. Die Leute des Forts haben sich sehr gut mit den dortigen Indianern verstanden und haben diese sogar verpflegt.

Zum Schluss der Führung hat mir der freundliche Herr noch das Buch Mormon in die Hand gedrückt - ich dürfe dieses behalten.

Die Führungen werden quasi zu einem missionarischen Zweck gratis durchgeführt.

Die missionarische Tätigkeit hielt sich aber in engen Grenzen, so dass der Besuch und die Gespräche mit dem Herrn, leider weiss ich seinen Namen nicht, sehr angenehm verliefen. Danach ging es weiter nach Filmore, der ersten Hauptstadt des Utah Territory (1850-1856). Dort wollte ich eigentlich das Territorial Statehouse State Park Museum besuchen. Leider war dieses aber am Sonntag geschlossen. So konnte ich das damalige State Hause nur von aussen besichtigen. Also bin ich dann, mit einem Zwischenhalt beim Provo Utah Rock Canyon Temple, dem Mormonentempel, nach Salt Lake City weitergefahren. Sobald ich in die Nähe der Stadt gekommen bin, wurde der Freeway immer breiter mit immer mehr Spuren. Es ist jedes Mal wieder ein spezielles Gefühl auf sechs spurigen Autobahnen (in jeder Richtung) zu fahren.

Nachdem ich beim ersten Versuch beim Mountain Shadows Campground keine Chance hatte, versuchte ich es beim näher bei der Stadt liegenden KOA Campground und erhielt dort meinen Platz für die nächsten drei Nächte.

Montag, 10. Juni 2019

 

Heute morgen habe ich als erstes der Garage Larry H. Miller in Salt Lake City telefoniert. Mein Auto braucht dringend einen Service. Ich habe schon etwas über die 4000 Meilen Serviceintervall gefahren. Am Telefon hiess es dann, ich können sofort vorbeikommen, wir werden dann schauen, wie lange sie für den Service brauchen würden. Also wieder alles zusammenräumen und dann los zur Garage. Dort hiess es, ich könne das Auto am Nachmittag wieder abholen. Also bin ich mit dem Uber-Taxi in die Stadt zum Tempelbezirk gefahren. Dort habe ich als erstes das North Visitor Center besucht. Auch hier werden die Leute von freundlichen jüngeren bis älteren Damen und Herren empfangen und es wird eine Gratis-Führung durch die Anlagen angeboten. Per Zufall bin ich mit einer Gruppe Leuten aus Österreich und Deutschland zusammengetroffen und wurde dann von einer jungen Dame aus Österreich durch die Gebäude des Tempelbezirks geführt. Kirche, Tabernakel und Visitor Centers wurden uns bestens erklärt. Leider ist halt auch hier der Tempel nur für die Auserwählten besuchbar.

Danach bin ich zum Capitol hinaus spaziert, um dieses zu besichtigen. Bei diesen Regierungsgebäuden spaziert man einfach rein und sieht sich im ganzen Haus um. Keine Kontrollen, keine Wachen, alles friedlich und ruhig.

Nach dem Capitol bin ich noch einmal in den Termpelbezirk hinuntergegangen um die Aussicht vom Administration Building, aus dem 26. Stockwerk auf die Stadt und den Tempel zu geniessen. Dort hingegen musste ich ein paar Minuten warten, bis eine Gruppe von Leuten zusammen war. Dann wurde die ganze Gruppe auf die Aussichtsterrassen des Gebäudes geführt. Ein paar Fotos schiessen und dann ging's geführt wieder hinunter.

Nach all diesen Eindrücken bin ich dann wieder mit dem Uber-Taxi zur Garage gefahren, um mein Chalet abzuholen. Alles in bester Ordnung und die Gesamtkosten unter 100 Dollars!!! Dann wieder über den Freeway und mit einem kleinen Umweg, weil ich diesen zu früh verlassen habe, zurück zum Campingplatz.

Dienstag, 11. Juni 2019

 

Heute wollte ich schauen, ob Salt Lake City ausser dem Tempelbezirk auch noch etwas anderes zu bieten habe. So bin ich mit dem Tram ins Stadtzentrum gefahren. Zuerst wollte ich die Rio Grande Station und die Union Pacific Station suchen. Aber als ich mit dem Tram in die Stadt fuhr sah ich plötzlich Rio Grande also musste ich nicht suchen. Die Rio Grande Station ist in der Nähe der Olympic Plaza. Dann bin ich etwas gelaufen und bin per Zufall an die Union Pacific Station gekommen. Bei beiden Orten fahren keine Züge mehr. Die Union Pacific Station ist ein Administrationsgebäude mit einer sehr schönen Kunstgalerie in der ehemaligen Bahnhofshalle. Dort habe ich dann noch eine Werbung für das Pioneer Memorial Museum gefunden, welches ich dann auch besucht habe. Auch hier wieder ein Museum, das vor lauter Ausstellungsstücken ziemlich überladen wirkt. Leider war hier das Fotografieren verboten. Einzig die Feuerwehrspritze hätte ich gerne abgelichtet. So ist der Tag mit Besichtigungen, Tramfahren und einem Stadtbummel in der Fussgängerzone bei der Main Street vorbeigegangen.

Mittwoch, 12. Juni 2019

 

Weitere wichtige Orte, die man in Salt Lake City besucht haben muss, sind das This-is-the-place Monument und Historic Park und die Antelope Island. Beides ist aber nur mit dem Fahrzeug erreichbar. So habe ich mit diesen mein heutiges Programm angefangen. Zuerst das Monument. Eine Fahrt von 14 km innerhalb der der Stadt, dann der Besuch des Monuments und des Historic Villages. Eine Sammlung von verschiedenen Pioneer Houses, von der einfachen Cabin zur schmucken Villa ist alles vertreten. Auch einige Handwerker konnten beim Arbeiten beobachtet werden. Und in jedem Haus sind eine oder mehrere Personen, die dem Besucher das Haus und seine Geschichte näherbringen wollen. So habe ich einiges mehr Zeit benötigt als zuerst vorgesehen.

Dann ging's weiter zum Antelope Island State Park. Der grössten Insel im grossen Salzsee. Nach dem Besuch des Visitor Centers wollte ich unbedingt die Büffel sehen. Ich habe dann auch ein paar Bullen und eine riesige Herde mit Kühen und Kälbern gefunden. Leider waren diese im Gegensatz zu denen im letzten Jahr sehr weit entfernt, so dass ich diese nur mit dem Zoom fotografieren konnte.

Danach habe ich den Golden Spike National Historic Park als nächstes Ziel beim Navi eingegeben. So weit bin ich aber dann noch nicht gekommen. Unterwegs ist mir das Hillside Aerospace Museum aufgefallen. Ein Museum mit einer Unmenge neuerer und älterer Flugzeuge der US Air Force. Eine tolle Sammlung. Leider sind viele so eng

beieinandergestanden, dass das Fotografieren eines einzelnen Flugzeuges gar nicht möglich war. Auch auf dem Aussengelände waren noch ein paar sehr grosse Flugzeuge. Imposant.

Dann ging es weiter zum golden Spike. Als ich dort ankam, war gerade eine Dampflokomotive am Einfahren und als ich dann parkiert hatte, fuhr sie gerade wieder weg. Leider bin ich etwas zu spät gewesen, um diese fotografieren zu können. Glücklicherweise wurde dann etwas später noch eine zweite Dampflokomotive in Gang gesetzt und so hatte ich dann doch meine Bilder. Vom Golden Spike ist heute nichts mehr zu sehen. Die gesamte Strecke ist in der Zeit des zweiten Weltkrieges abgebaut worden. Einzig die kurze Strecke für die Demonstration der Dampfloks und der «Bahnhof» von Promontory sind als Denkmal erhalten geblieben.

Jetzt war aber Zeit einen Campground zu finden. Die Leute vom Nationalpark Service konnten mir dann auch wertvolle Tipps geben und so bin ich dann etwas vor halb sechs Uhr in Honeyville bei den Crystal Hot Springs eingetroffen. Dort gab es dann neben dem Platz auch noch ein Bad in den heissen Quellen. Hat richtig gut getan...

Donnerstag, 13. Juni 2019

 

Heute morgen habe ich als erstes Ziel die Shoshone Falls bei Twin Falls im Navi eingegeben. Es sollte heute wirklich ein Fahrtag geben. So bin ich etwa um halb zehn Uhr von den Crystal Hot Springs weggefahren. Nach dem Tanken ging's auf den Freeway Nr. 84, welcher mich von Utah nach dem Staate Idaho brachte. In Twin Falls habe ich die Shoshone Falls besucht. Ein schöner, eindrücklicher Wasserfall. Da mir der Ort Twin Falls nicht so recht gefallen wollte, bin ich weitergefahren. Nächstes Zeil war Carey, beim Eingang zu den Craters of the Moon. Leider gab es dort aber keinen Campingplatz, wo ich übernachten konnte. So musste ich wohl oder übel weiterfahren. Zuerst bis zum Visitor Center der Craters of the Moon, und da hier keine freien Plätze auf dem Campground waren - und zudem hat es angefangen zu Regnen - bin ich nochmals weitergefahren. Idaho Falls war dann das schlussendliche Ziel für heute. So habe ich heute anstatt einer Etappe gleich deren drei gefahren. Nach 540 km war ich rechtschaffen müde und froh hier auf dem Snake River Campground einen Platz zu erhalten.

Freitag, 14. Juni 2019

 

Nachdem ich gestern soweit gefahren bin, wollte ich heute nur eine kurze Strecke zurücklegen. So bin ich dann von Idaho Falls abgefahren und habe mich Richtung Grand Teton Nationalpark auf den Weg gemacht. In Jackson Hole habe ich im Visitor Center gefragt, ob irgendwo Campingplätze frei seien. Die Antwort war ermutigend. Die meisten Plätze werden erst etwa zwischen drei und vier Uhr am Nachmittag voll sein. So bin ich dann direkt zum Gros Ventre Campground gefahren und habe dort einen schönen Platz ohne jegliche Infrastruktur erhalten. Den restlichen Nachmittag habe ich dann mit etwas faulenzen, dann einem längeren Spaziergang durch den Campground und mit einem einfachen, aber feinen Abendessen verbracht. Da der Yellowstone recht überfüllt sein soll, werde ich diesen in kurzen Etappen machen. Ich habe genügend Zeit und werde so zuerst den Campground besetzten und erst dann die Sehenswürdigkeiten besichtigen gehen.

Samstag, 15. Juni 2019

 

Heute fahre ich in den Grand Teton Nationalpark. Die Gegend hier ist wieder komplett verschieden von dem, was ich bisher gehabt habe. Wüste, Steppe, Prärien und jetzt eine Gebirgslandschaft mit einem weiten flachen Tal dazwischen. Der Grand Teton, der namensgebende Berg ist etwas über 4000 Meter hoch und hat ganzjährig Schnee und Eis. Im Tal bin ich jetzt auf fast 2100 Metern über Meer. Beim Einfahren in den Park habe ich eine riesige Herde Büffel gesehen. Auch hier leider nur aus der Ferne. Auch ein paar Weisswedelhirsche sind in grösserer Distanz vorbeigezogen. Im Campground des Colter Bay Village bin ich um halb zwölf nach einem Platz fragen gegangen und habe diesen auch erhalten. Die Dame im Office hat mir dann erklärt, dass sie einige kurzfristige Absagen erhalten hätte und darum ein paar Plätze frei seien. Sie seien über längere Frist ausgebucht.

Glück muss man haben...

Sonntag, 16. Juni 2019

 

Heute geht's in den Yellowstone National Park. Also bin ich nach dem üblichen Morgenritual in Colter Bay weggefahren und bin nach Norden gefahren. Das Wetter heute morgen war wieder strahlend blau, genauso wie ich mir das für meine Reisen vorstellte. Beim South Entrance des Yellowstone NP bin ich dann auch sehr gut vorwärtsgekommen. Unterwegs habe ich nur bei den Lewis Falls und dann bei den Keppler Cascades angehalten. Leider war in Grants Village der Campground voll, so dass ich bis zum Old Faithful Geysir weitergefahren bin. Das Schauspiel des Old Faithful war eindrücklich. Hoffentlich kann ich dann auch hier einen kleinen Film hochladen. Danach bin ich bis zum Madison Campground weitergefahren, aber auch hier hiess es «full». So bin ich ziemlich frustriert dann nach West Yellowstone aus dem Park hinausgefahren. Hier habe ich glücklicherweise mitten in der Town einen angenehmen (aber teuren) Campground gefunden. Von hier aus konnte ich zu Fuss zum Imax, wo ich den Film über Yellowstone anschauen ging und dann beim Zurückgehen habe ich das Museum noch «mitgenommen». Das im Jahre 1912 gebaute Madison Hotel konnte ich gratis besichtigen. Die Eingangspartie und die ursprünglichen sechs Zimmer wurden mir von einem jungen Angestellten des Hauses gezeigt und erklärt. Hier fühlte ich mich etwa hundert Jahre in die Vergangenheit zurückversetzt - toll!

Montag, 17. Juni 2019

 

Und wieder geht's in den Yellowstone Nationalpark. Schon bei der Einfahrt in den Park war eine grosse Anzahl Autos, die aber rasch abgefertigt wurden. Dann ging es wieder zum Madison Campground, welcher immer noch «Full» angeschrieben war. Also wie vorgesehen zum Norris Campground. Unterwegs habe ich bei den Gibbon Falls, einem schönen Wasserfall, angehalten. Dann bin ich bis zum Norris Geyer Basin gefahren und habe dort alle die möglichen Loops abgelaufen. Eine interessante Gegend. In diesem Basin sind mehrere Geyser's, dann Hot Springs, glasklare Seelein mit heissem Wasser und in den verschiedensten Farben, von smaragdgrün bis rot und gelb, und sogenannte Fumaroles - Löcher, aus denen der Dampf teilweise mit rechtem Druck aufsteigt.

Mit einigem Glück habe ich zwei Geyser in Aktion gesehen. Nicht vergleichbar mit dem Old Faithful von gestern, aber doch auch interessant und sehenswert.

Danach bin ich zum Norris Campground gefahren, um dort nach einem Platz zu fragen. Das erübrigte sich aber, da bereits beim Eingang «Campground full» angeschriben war.

So bin ich dann nach Norden in Richtung Mammoth Hot Springs weitergefahren und habe unterwegs per Zufall den Indian Creek Campground gefunden. Ein sehr schöner Nationalpark Campground für fünfzehn Dollar, inmitten eines Waldes. Ausser den Vögeln ist hier kein Geräusch zu hören - sehr angenehm.

Den Rest des Nachmittags habe ich dann benutzt für wieder einmal Brötli zu backen - dieses Mal mit Salz ;-)

Dienstag, 18. Juni 2019

 

Der Morgen heute war etwa 10 Grad kalt. So war zuerst heizen angesagt. Nach dem Morgenessen ging es dann weiter in Richtung Mammoth Hot Springs. Dort habe ich mich zuerst etwas geärgert, dass der Upper Terrasse Drive für Camper verboten war. Dann hat mir ein Deutscher Herr erklärt, dass die unteren Terrassen die interessanteren und die schöneren seien. Der Boardwalk führe direkt zu diesen. So bin ich halt nach unten gewandert und habe mir die Hot Springs mit den Kalkablagerungen angeschaut. Etwa eine Stunde bin ich da diesen Ablagerungen nachspaziert. Dann ging es weiter, über das Dorf Mammoth Hot Springs, dann über Tower-Rosevelt zu den Tower Falls und weiter über den Dunraven Pass, welcher etwa 2'800 Meter hoch ist, nach Canyon. Dort hoffte ich einen Campground zu erhalten, dem war aber leider nicht so. Unterwegs zwischen Tower und Canyon habe ich meine ersten Bären gesehen. Zuerst einen in der Nähe der Strasse, dann waren da drei in einer kleinen Lichtung, wo ich leider nicht anhalten konnte und später wieder ein einzelner in der Nähe der Strasse. Auch heute habe ich an verschiedenen Orten wieder Büffelbullen weiden gesehen. Der Elk war dann schon fast gewöhnlich...

Nach Canyon versuchte ich nochmals die Campgrounds von Norris und Madison, aber

auch hier war alles besetzt. So bin ich wieder einmal westwärts aus dem Park hinausgefahren und habe dann im West Yellowstone KOA den bisher teuersten  Campground für eine Nacht gefunden. Da ich wieder einmal meine Wäsche erledigen wollte, habe ich in den sauren Apfel gebissen und bin dortgeblieben.

Mittwoch, 19. Juni 2019

 

Heute bin ich ausserhalb des Yellowstone Nationalparks geblieben. Ich habe gestern von Big Springs und den Mesa Falls gelesen und habe mich entschieden, diese zu besuchen. So bin ich denn heute morgen gegen Süden aufgebrochen. Zuerst zu den Big Springs. Ein Ort, wo ein Fluss entsteht. Das Wasser kommt direkt aus dem Berg mit einer Menge von über einer Million Gallonen pro Tag!!! Dort hat sich im Jahr 1929 ein deutscher Auswanderer, der Jonny Sack, ein Cabin gebaut mit allem sich darin befindlichen Mobiliar. Der muss ein Genie im Schreinern und Zimmern gewesen sein, denn die Inneneinrichtung ist wunderschön.

Dann ging's über den Ort Ashton weiter zu den Lower Mesa Falls, ein Wasserfall, den man leider nur von weiter weg besichtigen konnte. Von da aus war es dann nicht weit zu den Upper Mesa Falls, bei denen ein Boardwalk direkt zum Fall hinunterführte. Ein toller Anblick. Wasserfälle scheinen eine magische Anziehungskraft auf Menschen zu haben, denn bei den Upper Falls war wiederum eine richtige Völkerwanderung.

Beim Zurückfahren nach West Yellowstone habe ich einen Campground am Madison River angeschrieben gesehen. Leider war die Strasse dazu in einem so schlechten Zustand, dass ich darauf verzichtet habe, diesen zu besuchen. So bin ich dann im Bakers Hole Campground etwas nördlich von West Yellowstone gelandet, wo ich einen sehr schönen Platz gefunden habe. Nach einem gewitterartigen Regen am späteren Nachmittag, hat es dann gegen Abend wieder aufgemacht und die Sonne hat noch etwas geschienen.

Nach dem Nachtessen habe ich dann noch einen Spaziergang gemacht und festgestellt, dass ich hier wirklich an einem wunderbaren Ort gelandet bin. Etwa 100 Meter von meinem Platz entfernt fliesst der Madison River an dem Campingplatz vorbei und macht hier einen Bogen. Sieht wirklich toll aus.

Donnerstag, 20. Juni 2019

 

Heute morgen ist wieder einmal sehr kalt gewesen. Und für das Wochenende soll es im Yellowstone sogar schneien. Also werde ich mich auf den Weg nach Osten aus dem Park hinaus machen. Zuerst will ich aber noch die Geyser Basins bis zum Old Faithful anschauen. Das habe ich bei den ersten Beiden auch gemacht. Aber es wehte ein eiskalter stürmischer Wind, so dass ich beim Old Faithful darauf verzichtet habe nochmals schauen zu gehen, bzw. die übrigen Geyser's noch anschauen zu gehen. Also bin ich direkt an den Yellowstone Lake und dann weiter über den Sylvan Pass (zirka 2500 müM) hinüber nach Cody gefahren. In Cody bin ich dann zuerst das Buffalo Bil Center of the West anschauen gegangen. Bei der Suche nach einem Campground bin ich erst beim dritten Anlauf fündig geworden. Ein guter Platz am Ortsrand.

Da ich immer noch einige Tage Reserve habe, entschied ich mich heute hier in der Gegend noch etwas zu besuchen. Dabei bin ich auf die Petroglyphs und die Hot Springs von Thermopolis etwas südöstlich von hier gestossen. Morgen werde ich also diese besuchen. 

Freitag, 21. Juni 2019

 

So bin ich nun heute gegen Südosten losgefahren. Das Wetter in Cody war zwar trocken, aber bedeckt. Je mehr ich gefahren bin, desto dunkler sind die Wolken zuerst geworden. Etwa auf halben Weg hat es wieder gewechselt und die Sonne hat etwas durchgedrückt.

Dann bin ich zu der Legend Rocks Peroglyphs Site gefahren. Ein Felsen, an dem über 280 Felszeichnungen eingeritzt und geschlagen worden sind. Diese Zeichnungen seien teilweise über zehntausend Jahre alt. Zusammen mit einem texanischen Paar, habe ich diese Felszeichnungen bewundert. Ich war froh, dass noch jemand anderes da war, denn auch hier wurde wieder vor den Prairie Rattle Snakes gewarnt.

Danach ging's dann weiter nach Thermopolis, wo ich eigentlich die heissen Quellen besuchen wollte. Da ich aber zuerst meinen Campground sichern wollte, dieses

Wochenende ist Rodeo in Thermopolis, bin ich auf die Suche gegangen. Und ich habe einen gefunden. Bei schönem Wetter, aber recht kühlen Temperaturen habe ich nun entschieden, dass zuerst geputzt, dann geschrieben und nach dem Nachtessen das Rodeo besucht wird. Das WLan hier ist wieder einmal so gut, dass ich Fotos hochlanden konnte. Diese fehlten seit Salt Lake City.

Heute Abend bin ich nach dem Nachtessen im Wilden Westen gelandet. Thermopolis hat heute und morgen Rodeo. Das Reiten eines wilden Mustangs ohne oder mit Sattel oder dann das Bullen Reiten waren tolle Schauspiele. Und es gibt sie noch, die richtigen Cowboys, die mit dem Lasso ein Pferd oder ein Rind einfangen können. Auf jeden Fall hat es Spass gemacht, diesen wilden Burschen zuzuschauen.

Samstag, 22. Juni 2019

 

Heute bin ich in Thermopolis geblieben. Um 10 Uhr war die Parade des Rodeos.

Ein paar Pferde, ein paar Reiter und ein paar Fahrzeuge. So irgendwie nicht das, was ich mir unter einer Parade vorstellte. Dann bin ich mit dem Badezeug im Rucksack durchs Dorf marschiert. Zuerst ins Thermopolis Pioneer Museum. Ein sehr gut gestaltetes Museum mit sehr viel Platz und vielen gut gegliederten Ausstellungsthemen.

Vor dort aus ging es bei zwar kühlem, aber schönstem Wetter zum Hot Springs State Park. Auch hier, wie in Mammoth Hot Springs kommt das Wasser über Terrassen und wird dann für drei Thermalbadeanlagen, eine staatliche und zwei private Anlagen, genutzt. Nach dem Spaziergang über den Boardwalk bis zum Fluss hinunter bin ich dann eine der Badeanlagen besuchen gegangen und zwar die Oberste, da diese mir am meisten zu bieten schien. Einen Innenpool, einen Aussenpool und drei Hot Pots. Ausserdem fand ich diese Anlage von der Gestaltung der Umgebung her am attraktivsten. Hier kostete der Eintritt zehn Dollars.

Nach etwas mehr als einer Stunde baden, bin ich dann wieder zum Camper zurückgegangen und haben den Rest des Nachmittages für mich genossen.

Sonntag, 23. Juni 2019

 

Als erstes bin ich heute morgen den Hot Springs State Park besuchen gegangen. Eigentlich wollte ich die Büffelherde, welche dort sein sollte, sehen. Leider habe sie keinen einzigen Büffel gefunden. Dann zur Quelle der Thermalanlagen.

Diese brodelt so dahin. Die Big Springs auf der anderen Seite des Yellowstone waren einiges eindrücklicher. So bin ich dann über Worland nach Greybull gefahren. Dort habe ich per Zufall an der Rest Area beim Greybull Flugzeugmuseum angehalten.

Leider war das Museum geschlossen, so dass ich nur wenige Flugzeuge sehen konnte. Nach einem Telefonat mit der Schweiz ging es dann weiter nach Cody zurück. Beim Ponderosa Campground habe ich wiederum einen schönen Platz erhalten und erst noch zu einem sehr guten Preis.

Am Nachmittag bin ich dann Cody erkunden gegangen. Zuerst in die Visitor Information, von dort aus zum Heritage Museum, welches letztes Jahr neu eröffnet hat und eine sehr angenehme Menge an Ausstellungsstücken präsentierte.

Danach bin ich zum Murales and Museum gelaufen. Es handelt sich dabei um die

Kirche der Heiligen der letzten Tage, also der Mormonen. Auch hier erhielt ich wieder eine Privatführung durch einen sehr netten Herrn, der sich Mühe gab, schön und langsam zu sprechen. Auch die Videopräsentation zu dem grossen Kuppelgemälde (Murales) und zum Bau des Sidon Kanals, eines Kanals über 35 Meilen (zirka 55 km) um das Wasser zu den Feldern zu bringen. Dieser wurde im Jahr 1900 begonnen und 1904 vollendet. Alles in Handarbeit mit Schaufel, Pickel.

Heute Abend ist in Cody Rodeo. Damit ich auch «standesgemäss» angezogen bin, habe ich mir einen Cowboyhut gekauft. Später mehr davon...

Also bin ich nach dem Nachtessen die etwa drei Kilometer zur Rodeo Arena spaziert. Dort habe ich dann einen guten Platz gesucht und dann konnte es losgehen. Auch hier wurden die wilden Mustangs ohne Sattel geritten, die Bullen geritten und das Rennen der Damen fand auch statt. Mir hat das Rodeo von Thermopolis besser gefallen. Dieses war eher für die Einheimischen und ein paar Touristen, hier waren es wahrscheinlich ausschliesslich Touristen, die diese Veranstaltung besuchten.

Für den Rückweg habe ich dann den Bus genommen, welcher zwischen dem Ort und der Rodeo Arena verkehrte.

Montag, 24. Juni 2019

 

Da mein heutiges Ziel nicht sehr weit war, konnte ich es am Morgen gemütlich nehmen. So bin ich nach dem Morgenessen und den üblichen Haushaltarbeiten zuerst zu der Old Trail Town gefahren. Dort wurden Original-Cabins aus den Jahren 1880 - zirka 1900, welche in der Umgebung gestanden haben, abgebaut und in Cody wiederaufgebaut. Unter anderem waren hier die Cabin und der Saloon zu sehen, wo Butch Cassidy, Sundance Kid und die anderen Gesetzlosen sich trafen. Dann war auch der Friedhof wo berühmte Namen wie Jeremiah Johnston, Jim White, W.A. Gallagher und Blind Bill oder Belle Drewry. Diese Leute sind hier in der Gegend alle bekannt wegen ihrer Geschichten. Hier bin ich auch dem Ort Arland wiederbegegnet, dessen Geschichte ich auf dem Weg nach Thermopolis begegnet bin.

Danach ging's über den Chief Joseph Highway (Chief Joseph war Führer der Nez Perce Indianer) gegen Nordwesten in die Nähe des Nord-Ost Einganges des Yellowstone Nationalparks. Dort habe ich auf dem Soda Creek Campground, einem staatlichen Platz ohne viel Infrastruktur einen passenden Platz gefunden.

Als ich angekommen bin sind fast alle Plätze leer gewesen, so dass ich mir den ebensten aussuchen konnte. Am späteren Nachmittag hat es dann noch mehr Leute gegeben, die hier ihren Platz suchten.

Dienstag, 25. Juni 2019

 

Die letzte Nacht war wiederum sehr kalt. Also bin ich am Morgen als erstes die Heizung anstellen gegangen. Etwa um sechs Uhr bin ich dann aufgestanden. Wie üblich Morgenessen und abwaschen und dann bereits um etwa sieben Uhr bin ich vom Soda Creek Campground weggefahren. Die North East Gate des Yellowstone war um diese Zeit noch nicht besetzt und so habe ich ohne Halt in den Park einfahren können. Im Tal nach dem Nordost Eingang habe ich wiederum Büffel gesehen und zwar eine solche Menge wie nie zuvor. In diesem Tal sind mehrere Herden auf einer riesigen Fläche verteilt. Dann habe ich zwischen Tower und Canyon, über den Dunraven Pass wiederum Bären gesehen. Leider konnte ich auch heute hier nicht anhalten und Fotos machen.

Nach Canyon bin ich zuerst zu den Lower Yellowstone Falls gefahren. Ein schöner und eindrücklicher Wasserfall, vor allem jetzt mit dem vielen Wasser das fliesst. Die besten Vista Points sind jeweils einige hundert Meter den Berg hinunter gewesen. So bin ich nach meiner App zwar «nur» sechs Kilometer gelaufen, habe aber 46 Stockwerke Treppensteigen absolviert. Danach ging es zu den Upper Falls, bei denen der Fussweg nur sehr kurz war. Nach den beiden wunderschönen Wasserfällen und dem Blick in den Yellowstone Canyon bin ich dann über Mammoth Hot Springs, wo ich nur kurz im Visitor Information angehalten habe und dann nach Gardinier, wo ich heute übernachten wollte. Leider waren hier beide Campgrounds als «full» angeschrieben. Das bewog mich dann, Bozeman, eigentlich das Ziel von morgen, im Navi einzugeben. Etwas über eine Stunde Fahrt. In Livingston habe ich noch kurz eine Stadtrundfahrt gemacht. Wenn ich dort etwas gefunden hätte, wäre ich dortgeblieben. Aber auch hier war nichts.

So bin ich also bis nach Bozeman gefahren, wo ich den Bozeman Hot Springs Campground gefunden habe. Eine schöne Anlage mit Bad in den Hot Springs im Preis des Campgrounds inbegriffen. Dieses Bad habe ich wieder einmal sehr genossen.

Mittwoch, 26. Juni 2019

 

Heute wollte ich die ehemaligen Goldminenstädte Virginia City und Nevada City besuchen. Virginia City ist heute ein sehr kleiner Ort, wo die originalen alten Bauten dank eines in den 1940er Jahren hier wirkenden Ehepaares erhalten geblieben sind. Einen Besuch wert sind vor allem das Museum und die Bibliothek. Auch die Main Street Gebäude wären eigentlich sehenswert, stünden nicht die blöden Autos der Touristen davor. So habe ich mich mit ein paar wenigen Fotos begnügt und bin dann nach Nevada City weitergefahren. Dort fand ich, dass sich der Besuch des «Museumsdorfes» nicht lohne und bin vorbeigefahren bis nach Butte, wo ich mich wieder einmal in einem KOA Campground eingerichtet habe. Nach einem frühen Nachtessen bin ich noch ein wenig die Stadt anschauen gegangen. Die an der Main Street in Butte stehenden Häuser sind zum Teil etwa gleich alt, wie die in Virginia City. Nur ist Bute kein Museum, sondern eine lebendige Stadt.

Donnerstag, 27. Juni 2019

 

Nach einem relativ späten Morgenessen ging es heute erst kurz nach zehn Uhr los, in

Richtung Whitehall und dann zum Lewis & Clark Caverns State Park. Dort angekommen musste ich über eine Stunde warten, um an einer geführten Tour zur Hauptgrotte gehen zu können. Die ganze Tour hätte etwa drei Stunden gedauert und das war mir dann doch zu viel. So habe ich die kurze Version gebucht und gewartet. Pünktlich um zwölf Uhr sind wir - etwa 15 Personen - dann mit einer jungen Dame zur Höhle aufgebrochen. Nach einer fast ein Kilometer langen Wanderung ging es durch einen Tunnel in die Hauptgrotte der Höhle. Dort konnten wir dann Stalaktiten und Stalagmiten bewundern. Trotz allem sehenswert. Danach ging's zurück zum Auto und dann wieder vom Berg hinunter nach Whitehall und dann über die Berge, in einem massiven Gewitterregen nach Helena. Kurz vor Helena lag sogar Schnee auf der Strasse (oder vielleicht Hagelkörner?).

In Helena habe ich dann einen anständigen Campground gefunden und mich entschlossen hier zwei Nächte zu bleiben.

Freitag, 28. Juni 2019

 

Heute ist Pausentag. Am Morgen bin ich etwas länger liegen geblieben und habe dann nach dem Morgenessen meine Wäsche gewaschen. Dann bin ich nach dem Mittag mit dem Uber Taxi zum Montana State Capitol gefahren und habe dieses besichtigt. Diese Gebäude sind immer sehr eindrücklich. Das Montana State Capitol wurde in den Jahren 1901/02 gebaut und ist wirklich das Wahrzeichen von Helena. Von hier aus bin ich dann zum Campground zurückmarschiert - total heute etwa zehn Kilometer...

Samstag, 29. Juni 2019

 

Trotzdem die heutige Etappe eher kurz geplant war, bin ich recht früh aufgestanden und habe mich für die Abfahrt bereit gemacht. So bin ich dann über mehrere Berge hinunter nach Great Falls gefahren. Dort habe ich mir zuerst die Great Falls anschauen wollen. Leider wurden diese in den Anfangsjahren des zwanzigsten Jahrhunderts durch den Bau des Ryan Dam verschandelt. Es hat da zwar noch einen Wasserfall, der muss aber vorher viel besser ausgesehen haben. Vor allem mit dem vielen Wasser, das zurzeit fliesst. Dann bin ich in den Giant Springs State Park gefahren, zu den Giant Springs. Wieder einmal eine Quelle, die an die Oberfläche sprudelt und den kürzesten Fluss von Montana ausmacht. Der Roe River ist gerade mal 201 Fuss, oder etwa 60 Meter lang, dann mündet er in den Missouri River. Hier besuchte ich auch die Fish Hatchery, wo ein paar sehr schöne Exemplare besichtigt werden konnten.

Nach den Quellen habe ich noch das Lewis & Clark Interpretive Center besucht. Dort konnte ich eine schöne Ausstellung über die Expedition der Beiden von Saint Louis nach dem Pazifik und zurück bewundern.

Danach habe ich den heute morgen reservierten Dick's RV Park gesucht und ohne Umwege gefunden. Der Rest des Nachmittages ist fürs Ausruhen reserviert.

Sonntag, 30. Juni 2019

 

Als ich heute morgen abfahren wollte, hat die Batterie gestreikt. Ein wenig Lärm, das war alles. So habe ich einen Pannendienst anrufen wollen, aber die Dame über den Weg hat mir angeboten, dass Joe, ihr Mann mir mit einem Kabel überbrücke werde. Joe war, aber unterwegs und so wusste ich nicht genau wie lange ich zu warten hätte. Etwa um zehn Uhr ist er dann dagewesen und das Experiment konnte beginnen. Joe hat wahrscheinlich einiges von Motoren gewusst, er sei Lastwagenchauffeur gewesen. So hat es dann auch recht schnell geklappt und der Motor lief wieder.

Dann bin ich über Browning, wo ein Zwischenhalt geplant war, um das Museum der Plains Indians zu bewundern - dieses war aber geschlossen - und so bin ich dann nach einer kurzen Pause wieder weitergefahren bis nach Saint Mary. Dort wollte ich aber nicht anhalten, da es mir zu viele Leute hatte und so bin ich direkt zum Leaning Tree Cafe & Campground gefahren. Der Campground hier ist sehr einfach, hat aber Strom, was bei den jetzigen Morgentemperaturen sehr angenehm ist, da ich mit dem Elektroöfeli heizen kann.

Montag, .1 Juli 2019 - Canada-Day

 

Im Leaning Tree CG habe ich zwei Nächte reserviert. Einerseits, weil ich gehofft hatte, heute noch etwas vom Glacier Nationalpark sehen zu können, andererseits, weil heute in Kanada Nationalfeiertag ist und so alles unterwegs ist. Die Campingplätze in Kanada sind an den Long Week Ends immer ziemlich gut besetzt und haben oft eine Mindestanzahl Nächte, die gebucht werden müssen.

Also bin ich heute Morgen nach Saint Mary gefahren und in den Glacier Nationalpark

eingefahren. Dort hiess es, dass ich mit dem Fahrzeug nur bis zu Rising Sun fahren dürfe, dann müsse ich den Shuttle Dienst beanspruchen. Da aber vor dem Rising Sun Parkplatz eine Strassenbaustelle ist, und ich dort bereits über eine Viertelstunde warten musste und dann beim Platz selber keinen anständigen Parkplatz fand, entschloss ich mich, nicht hier zu bleiben und es bei Mani Glacier zu versuchen. Dort war aber die Situation nicht besser.

Bereits vor dem Eingang zum Park hiess es die Parkplätze seien voll. So beschloss ich, zum Leaning Tree CG zurückzufahren und heute Nachmittag wieder einmal Brötli zu backen und den Nachmittag für mich zu geniessen.

Morgen geht's hinüber nach Kanada - und ich freue mich darauf... den Waterton Nationalpark werde ich dieses Jahr auslassen, da der Akamina Parkway und der Red Rock Canyon immer noch nicht befahren werden können.

Dienstag, 2. Juli 2019

 

Also bin ich heute morgen recht früh aufgestanden, um nach Kanada zu gelangen. Bei bedecktem Himmel bin ich in Richtung Waterton gefahren und ohne Probleme über die kanadische Grenze gekommen. Waterton habe ich ausgelassen, wegen des schlechten Wetters, aber vor allen wegen den immer noch geschlossenen Strassen, dem Akamina Parkway zum Cameron Lake und dem Red Rock Canyon.

So bin ich direkt über den Crowsnestpass bis hinüber nach Sparwood gefahren. Dort habe ich zuerst meine Einkäufe erledigt und mich dann wegen der aufziehenden Wolken entschieden, bis nach Fort Steele weiterzufahren. Hier habe ich einen anständigen Campground mit allem, was ich brauche. Wasser musste wieder aufgefüllt werden, Abwasser entsorgt, Gas nachgefüllt und Strom brauche ich für’s Heizen.

Am Abend habe ich noch die Osprey, die Fischadler auf der Telefonstange an der Strasse besucht. Der anwesende erwachsene Adler hat wegen der Anwesenheit von Leuten ein rechtes Geschrei gemacht. Das hat sofort aufgehört, als wir uns weiter von dem Nistplatz entfernt hatten.

Mittwoch, 3. Juli 2019

 

Vom Fort Steele Campground bin ich heute Morgen auch recht früh losgefahren. Als Tagesziel habe ich Golden eingegeben. An der Strecke liegen einige Hot Springs und so wusste ich nicht von Anfang an, wie weit ich heute kommen sollte. Bei den ersten Provincial Park Campgrounds bin ich vorbeigefahren, dann kam die Anschrift Whiteswan Lake. Dort überlegte ich mir, ob ich diesen anschauen wollte. Die Distanz zum See wurde aber dann mit über 20 km angegeben, so dass ich darauf verzichtete, diesen «schnell» anschauen zu gehen. Dann sind die Fairmont Hot Springs gekommen. Um zu den Hot Springs zu gelangen, fährt man zum Campground Office, wo ich dann fragen ging, ob ich hier auch als Walk-in Gast willkommen sie. Ja, selbstverständlich, war die freundliche Antwort der jungen Dame des Office. Dann habe ich sie gefragt, ob sie denn auch freie Plätze im Campground habe. Auch hier war die Antwort ja. So habe ich mich entschieden, für heute hier zu bleiben. Als erstes habe ich dann wieder einmal meine Brötli gebacken, dann bin ich das Bad in den Hot Springs geniessen gegangen. Zwei Aussenpools, einer mit etwa 40 Grad heissem Wasser, der andere etwas über 30 Grad. Eine richtige Wohltat. Die Anlage sieht gut aus und man hat eine fantastische Aussicht in die Rocky Mountains.

Donnerstag, 4. Juli 2019

 

Heute morgen hat es geregnet und so hatte ich keine Eile aufzubrechen. So bin ich nach einem gemütlichen Morgenessen und den üblichen Aufräumarbeiten in Richtung Radium Hot Springs abgefahren. Nach einem kurzen Halt im Visitor Information in Radium Hot Springs ging es weiter nach Golden. Da es auch hier regnete, bin ich zuerst ins Ortsmuseum gegangen und habe dann meinen Campground bezogen. Strom und Wasseranschluss sind hier Luxus und der Strom (15 Amp) reicht für das Betreiben des Heizöfeli...

Den Rest des Nachmittags habe ich genossen, um etwas auszuruhen und zu spielen... P.S. es hat übrigens den ganzen Tag durchgeregnet.

Freitag, 5. Juli 2019

 

Aus dem verregneten Golden bin ich heute über den Rogers Pass nach Revelstoke gefahren. Glücklicherweise hat sich das Wetter auf der Westseite des Rogers Passes etwas gebessert. In Revelstoke habe ich das Museum besucht (war letztes Jahr geschlossen - Sonntag) und dort habe ich mit einer jungen Dame eine längere Zeit geplaudert. Sie hat mir Halcyon Hot Springs und Nakusp Hot Springs empfohlen. Bei solchem Wetter die beste Möglichkeit etwas zu unternehmen - neben dem Museumsbesuch.

Also bin ich auf und davon und habe in Shelter Bay die Fähre nach Galena Bay genommen, um dann nach Halcyon Hot Springs zu gelangen. Mit dem Camper ist es oft etwas schwierig an solchen Orten zu parkieren, aber ich konnte gerade noch auf dem für RV vorgesehenen Stückchen anhängen. Dann etwas mehr als eine Stunde in den Pools und später dann eine Relax Massage. Die Massage Frau war sehr freundlich und hat mir ein paar Tipps gegeben. Einmal die Half Way Hot Springs etwas südlicher, dann ebenfalls Nakusp Hot Springs, das sei etwas weniger busy als hier. Und dann empfahl sie mir die Sunshine Coast, nördlich von Vancouver. Dort sei es sehr schön.

So bin ich dann nach der Massage zuerst schauen gegangen, ob ich zu den Half Way Hot Springs fahren wolle. Aber die Gravel Road war so schlecht, dass ich sofort darauf verzichtete und nach Nakusp Hot Springs fuhr. Die haben sogar einen eigenen Campground und dort war auch noch ein Platz frei für mich. Leider hat es auch hier wieder geregnet.

Samstag, 6. Juli 2019

 

Heute morgen bin ich nach dem Morgenessen zuerst die Pools der Nakusp Hot Springs geniessen gegangen. Dann ging's weiter nach Nakusp. Dort war gerade Farmers Market und so habe ich einen Parkplatz gesucht und bin diesen erforschen gegangen. Klein aber fein.

Den Salat für die zwei bis drei nächsten Tage konnte ich dort kaufen. Dann weiter zur nächsten Fähre von Faulquier nach Needles. Auch hier musste ich nicht lange warten und konnte mit der «schwimmenden Brücke» übersetzen. Durch den Nebel und etwas Regen ging es dann weiter bis Lumby, einem kleinen Dorf vor Vernon. Da hier die Sonne wieder einmal hervorkam, beschloss ich hier zu bleiben und buchte den Campground für zwei Nächte. Zum z'Nacht gab es dann den ersten Teil von meinem frischen Salat.

Sonntag, 7. Juli 2019

 

Heute morgen habe ich es Tag werden lassen. Nach einem späten Frühstück telefonierte ich wieder einmal mit meinen Kindern und Grosskindern. Dann wurde die Zeit bis zum Heimflug im August geplant. Ich bin noch etwas im Vorsprung auf mein Programm, aber so passt es mir. Am frühen Morgen des 15. Juli ist die Fähre von Tsawwassen nach Duke Bay in Nanaimo gebucht und am 6. August am Nachmittag die Fähre zurück von Swartz Bay nach Tsawwassen.

Leider habe ich den Tsawwassen Campground nicht buchen können, da hier scheinbar nichts mehr frei sei. So werde ich dann am 15. Juli früh aufstehen müssen, damit ich etwa um sieben Uhr an der Fähre sein werde. Die späteren Fähren waren ausgebucht und die nächsten freien Fähren wären erst gegen Abend in Nanaimo eingetroffen.

Am Nachmittag habe ich dann noch einen kurzen Rundgang in « Lumby Town» gemacht. Ein sympathisches kleines Dorf, mit Läden und sogar einer eigenen Post.

Den Rest des Tages habe ich mit Schreiben verbracht und später mit einem feinen Nachtessen abgeschlossen.

Gestern und heute Nachmittag hatte ich Unterhaltung durch einen, der auf seinem Banjo Countrymusik spielte und dazu sang – sehr schön!

Montag, 8. Juli 2019

 

Nun geht's also in das Okanagan Valley. Zuerst nach Vernon, wo ich das Visitors Center besuche und dann ins Museum gehen wollte. Aber am Montag und Dienstag ist das Museum von Vernon geschlossen - wieder einmal.

So fahre ich dann halt an die Westseite, vorbei an der O'Keefee Ranch, die ich von 2017 her kenne und dann bis zum Fintry Provincial Park. Da dieser fast 50 km von Kelowna weg ist, will ich nicht hierbleiben, sondern bis zum Bear Creek Provincial Park fahren. Dort heisst es aber wieder einmal «Campground full». Also geht's weiter nach Kelowna, wo ich den Willow Creek Campground an der Lakeshore Road ohne grosse Probleme finde. Dort erhalte ich den gewünschten Platz für zwei Nächte.

Nach dem Einrichten habe ich dann noch einen Spaziergang an das Ufer des Okanagan Lake gemacht. Sieht heute anders aus als vor fünf Jahren. Heute sind viele Leute hier, die im See baden und hier an der Sonne liegen. Den Rest des Nachmittags habe ich bei warmem und schönem Wetter genossen.

Dienstag, 9. Juli 2019

 

Pausentag in Kelowna. Heute Morgen bin ich zu Fuss nach Downtown Kelowna gelaufen.  Dort habe ich das Visitor Center besucht, wo mir eine freundliche junge Dame die gewünschten Auskünfte gab. Danach bin ich zuerst ein wenig an das Seeufer gegangen und habe das schöne Wetter genossen. Später bin ich in das Kelowna Heritage Museum gegangen und habe mir dort die Geschichte und die Geschichten der Stadt näherbringen lassen. Auch hier wieder ein schönes, gut gegliedertes Museum mit nicht zu vielen Ausstellungsstücken.

Nach dem Museum ein kleiner Stadtrundgang durch die Main Street, wo es sehr viele kleine Läden gibt. Dann nochmals einen Moment am Seeufer, wo ich die vielen Leute beobachten konnte.

Den Rest des Nachmittags habe ich im Campground verbracht und meine Zeit genossen.

Mittwoch, 10. Juli 2019

 

Heute habe ich geplant, nach Okanagan Falls zu fahren. So bin ich denn am Morgen nach den obligaten Vorbereitungsarbeiten von Willow Creek CG weg und bis Peachland gefahren. Dort habe ich nur eine kleine Dorfrundfahrt gemacht. Das Wetter war leider nicht zum am See spazieren und so bin ich direkt nach Summerland gefahren. Dort habe ich zuerst die Ornamental Gardens besucht und dann das Nixdorf Classic Car Museum. Den Eintrittspreis von zwanzig Dollar habe ich zuerst als recht teuer empfunden, habe aber gesehen, dass alle Gewinne des Museums an ein Kinderhilfswerk gehen und bin dann doch hineingegangen. Hier sind ein paar alte und seltene Autos ausgestellt. Hält aber den Vergleich mit dem Fountainhead Automuseum in Fairbanks nicht stand. Dann ging es weiter, zuerst nach Penticton, dann anstatt in Richtung Okanagan Falls diekt in Richtung Keremeos und Princeton. Bei dem bedeckten, eher regnerischen Wetter hatte ich keine Lust, den Umweg über Okanagan Falls zu machen. Bis Princeton habe ich dann noch ein paar Fruit Stands besucht und mich mit frischen Früchten eingedeckt. Das Visitor Center in Princeton empfahl mir dann ihren eigenen Campground oder die Campgrounds des EC Manning Provincial Parkes. So habe ich mich entschieden, noch ein paar Kilometer weiterzufahren und einen Campground im EC Manning Provincial Park zu suchen. Beim Mule Deer CG waren alle Plätze am Bach besetzt, so entschied ich mich, trotz genügend freien Plätzen auf der anderen Seite des Loops, zum Hampton CG weiterzufahren. Hier ist kein Bach und so war es egal, welchen Platz ich nahm. Die Plätze sind sehr gut bemessen und bestens unterhalten.

Donnerstag, 11. Juli 2019

 

Nach einer kühlen Nacht bin ich heute morgen früh aufgestanden. Bereits vor acht Uhr war ich zur Abfahrt bereit. So bin ich denn in Richtung Harrison Hot Springs gefahren. Im EC Manning Provincial Park habe ich aber zuerst noch den Lightning Lake Campground und den Lightning Lake selber besucht. Der See ist sehr schön und die dort herumrennenden Squirrels waren lustig zum Beobachten. Sogar das Wetter war im Moment gerade recht angenehm. Dann ging es weiter bis kurz vor Hope, wo ich die Stätte des Hope Slides eines riesigen Bergrutsches besuchte. Der Bergrutsch hat einen kleinen See gefüllt und den Grund des Tales um fast 70 Meter erhöht. Danach fuhr ich nach Harrison Hot Springs, wo ich im gleichen Campground wie letztes Jahr einen Platz erhielt, aber nur einen «Notfallplatz», gerade mal mit Strom, alle anderen waren besetzt.

Am Mittag habe ich versucht, die Campgrounds in Vancouver für Freitag bis Sonntag und dann in Tsawwassen einen Platz für Sonntagnacht zu erhalten. Auch hier hatte ich Glück und konnte den Burnaby Cariboo RV Park für das Wochenende und dann den Tsawwassen Campground - auch hier wieder nur einen «Notfallplatz» buchen.

Am Montag werde ich froh sein, keine lange Anreise nach Tsawwassen zu haben, da die Fähre bereits um 07.45 Uhr fährt und ich zwischen 30 - 60 Minuten früher da sein muss.

Am Nachmittag habe ich dann versucht im Harrison Hot Springs Resort eine Massage zu buchen, damit ich die dortigen Bäder einmal benutzen konnte. Auch das hat geklappt. Zwei Stunden Bad und dann eine 55 Minuten Massage. Beides habe ich in vollen Zügen genossen. Da mir fünf Uhr etwas früh war, um auswärts essen zu gehen, bin ich in den Campground zurückgegangen und habe mir dort feine Spare Ribs mit Chips und Salat gemacht.

Freitag, 12. Juli 2019

 

Heute habe ich vor, einige Besichtigungen zu machen, um nicht schon vor Mittag im Burnaby Cariboo RV Park in Vancouver zu sein. Zuerst fahre ich auf der Nordseite des Fraser Rivers bis nach Mission, dann nach Abbotsford. Dort mache ich im Walmart halt und kaufe zwei neue Alarme, einen für Feuer, der andere für CO2. Dann geht's nach Fort Langley. Ein Handelsposten der Hudson Bay Company, welche mir in Kanada immer wieder begegnet ist.

Das Fort ist interessant, aber lange nicht so sehenswert wie das Fort Steele, welches mehr lebt und eindrücklicher ist. Dann habe ich noch das Canadian Flight Museum gesucht. Dieses habe ich dank den freundlichen Ladies des Forts, welche mir einen Plan ausdruckten, dann auch gefunden. Auch hier ein interessantes Museum über die Fliegerei in Kanada.

Dann ging's auf direktem Weg nach Burnaby, wo ich den Campground, dank dem Navi, ohne zu suchen gefunden habe. Die Plätze hier sind eng und teuer. Ich werde versuchen, morgen zu sehen, was ich mit dem Camper in der Woche vom 8. - 15. August machen kann.

Heute Abend habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr den Grill hervorgenommen und meine restlichen Spare Ribs, ein Rüebli und einen Maiskolben darauf gegrillt.

Samstag, 13. Juli 2019

 

Heute habe ich versucht, meinen Parkplatz für die Zeit vom 8. - 15. August zu organisieren. Dazu bin ich zuerst mit dem Sky Train nach Downtown und dann zum Flughafen gefahren. Leider gibt es dort keine Schalter fürs Parking und so muss ich dann am Montag versuchen, ob das möglich ist. Sonst besteht die Möglichkeit auf dem Tsawwassen RV Park eine einfache Site, entweder mit Strom oder ohne alles zu einem vernünftigen Preis zu erhalten. Der Preis im Burnaby Cariboo RV Park ist mir zu hoch, um das Auto einfach hier stehen zu lassen.

Vom Flughafen bin ich dann wieder nach Waterfront Station gefahren und dort

an den Canada Place spaziert. Heute sind wieder zwei riesige Kreuzfahrtschiffe, die Golden Princess und die Niew Amsterdam dort vor Anker gelegen. Es war recht interessant, denen zuzuschauen, wie da geladen wurde, viele Koffern und unter anderen 5 Palletten mit Kartoffeln...

Im Bellagio dem italienischen Restaurant nahe des Canada Places habe ich mir dann ein kleines Nachtessen gegönnt. Auch heute war das wieder sehr gut.

Danach ging es dann wieder mit dem Sky Train hinaus zum Burnaby Cariboo RV Park.

Sonntag, 14. Juli 2019

 

Heute verschiebe ich meinen Camper nach Tsawwassen, um morgen nicht so früh aufstehen zu müssen, denn morgen ist Überfahrt nach Nanaimo auf Vancouver Island. So bin ich denn nach einem gemütlichen Morgenessen durch Vancouver hindurch nach Tsawwassen gefahren. Die Fahrt durch die Stadt ist immer etwas spezielles. Aufpassen, dass man die richtige Aus- und Einfahrt erwischt und dann wieder am richtigen Ort auf der richtigen Spur ist, um auch nach rechts oder eben nach links abbiegen zu können. Mit wenig Umweg bin ich dann um den Mittag herum beim Tsawwassen Campground eingetroffen und habe dort einen Platz mit allen Services erhalten.

Am Nachmittag habe ich einen Spaziergang unternommen und habe dabei die grossen Rutschbahnen des Big Splash Aqua Parks bewundert. Dann bin ich zu den Geschäften des Tsawwassen Mills Einkaufscenters gelangt. Dort habe ich festgestellt, dass nicht nur Metropolis ein riesiges Einkaufzentrum in Vancouver ist, sondern auch in den Aussenorten, wie eben hier solche bestehen. Ein Einkaufscenter, wo man sich fast alles kaufen kann.

Montag, 15. Juli 2019

 

Heute morgen ist um 05.30 Tagwache gewesen. Ich will spätestens um sieben Uhr an der Fähre sein. Da ich schon um halb sieben bereit zur Abfahrt war, ging's los und um etwa viertel vor sieben konnte ich «einchecken». Dann warten bis zum Einschiffen und fast pünktlich kurz nach 07.45 wurde Anker gelichtet und die Fähre brachte uns in etwa zwei Stunden hinüber nach Duke Point, nahe Nanaimo. Von dort aus fuhr ich zuerst zum Petroglyph Provincial Park vor Nanaimo, wo ich die Felszeichnungen der Ur-Indianer bewundern ging. Leider sind diese etwas mit Moos überwachsen, so dass man die Zeichnungen schon fast nur noch erahnen kann. Danach fuhr ich durch Nanaimo, wo mir das Schild des Westwood Lake Campgrounds auffiel. So bin ich dem nachgefahren und habe etwas ausserhalb der Stadt einen schönen Campground unweit des Westwood Lakes gefunden. Der Besuch des Sees, wo ich den Badenden und den Leuten mit Standup Paddel Boards oder in Ruderbooten zuschauen konnte.

Dienstag, 16. Juli 2019

 

Der heutige Tag ist für den Besuch der Stadt Nanaimo reserviert. So bin ich am Vormittag losmarschiert und bin - trotz eines scheinbar verkehrenden Buses - bis hinunter zum Meer bei der Downtown gewandert. Da ich bei der ersten Abzweigung den falschen Weg: genommen habe, bin ich am Nordende der Downtown, anstatt am Südende angelangt. So konnte ich den Maffeo Sutton Park, welche mir von der Dame im Campground empfohlen wurde als erstes anschauen. Dann ging's dem Ufer entlang bis zu den Wohnblöcken des Promenade Drives. Unterwegs habe ich in den Ufersteinen irgendwelche grösseren Tiere kurz sehen können. Eine Dame meinte, es seien Otter. Vielleicht sind es aber auch einfach grosse Ratten gewesen??? Leider konnte ich diese nicht fotografieren, da sie immer wieder sofort zwischen den Steinen verschwanden. Dann habe im Meer eine Qualle entdeckt, die sich sogar fotografieren liess.

Nach dem Einkauf eines Getränkes und einer Portion Wassermelonenwürfel ging es dann zurück zum Visitor Center im Bastion Building. Ein interessantes Gebäude zum Schutz des Hafens. Dann zum Nanaimo Museum, welches mir wiederum sehr gut gefiel. Nicht zu viele Ausstellungsstücke, dafür interessante Geschichten dazu.

Da ich den Bus zurück nicht sofort fand, bin ich dann den ganzen Weg bis hinauf zum Westwood Lake Campground wieder zu Fuss gegangen. Nach dem frühen Nachtessen und dem erfolgreichen Organisieren der Plätze für die nächsten Tage in Campbell River und in Telegraph Cove, hier auch mit der Whale Watching Tour, gab es dann sogar noch einen kurzen Spaziergang bis zum See.

Mittwoch, 17. Juli 2019

 

Bei graustem Wetter und Regen bin ich heute morgen von Nanaimo in Richtung Campbell River aufgebrochen. Da ich keinen Grund hatte zur Eile bin ich auf der Oceanside Route von Nanaimo bis hinauf nach Campbell River gefahren. Dort gab es ein paar kurze Abschnitte, die wirklich dem Meeresufer entlangführten. Der grösste Teil dieser Strasse führt aber zwischen ein paar Metern bis ein paar Kilometer vom Strand entfernt durch Wald. So ist hier nicht sehr viel vom Meer zu sehen.

Kurz nach dem Mittag bin ich dann beim Campbell River Fishing Resort und Campground eingetroffen und habe meinen Platz erhalten. Nur durch eine Durchgangsstrasse vom Meer entfernt.

Am Nachmittag bin ich nach Downtown marschiert und habe unterwegs beim Fishing Pier die Sonne genossen und habe dann noch das Maritime Heritage Center, das Meeresmuseum besucht.

In der Stadt konnte ich spontan zum Coiffeur und als ich danach zum Camper zurückmarschierte, hat es angefangen zu regnen, so dass ich bis am Schluss durch und durch nass war. Am Abend habe ich dann noch die Star Legend, ein sehr kleines Kreuzfahrtschiff (135 m lang, nur 212 Passagiere) vorbeifahren sehen.

Donnerstag, 18. Juli 2019

 

Heute habe ich vor, Campbell River etwas ausgedehnter zu Besuchen. Nach einem späten Morgenessen habe ich mich also kurz vor Mittag zu Fuss aufgemacht in die Stadt. Zuerst habe ich das Museum besucht. Dieses machte schon von aussen einen guten Eindruck. Ein «Totempole» und ein uralter Lastwagen - in gutem Zustand - werden dort ausgestellt. Zudem sind die Sträucher mit Namen und Verwendung der Früchte angeschrieben. Innen sind schöne Exponate unter anderem zur Indianerkultur, zur Fischerei und zum Kohleabbau ausgestellt. In einem separaten Raum werden drei Videos gezeigt, wobei mir das Erste besonders Eindruck gemacht hat. In den Seymour Narrows hatte bis 1958 ein Felsen mit zwei Spitzen die Durchfahrt für die Schiffe massiv beeinträchtigt. Mit einer immensen Ladung an Sprengstoff, (1'270 Tonnen Nitramex 2H - 10-mal so viel wie für eine Sprengung über Wasser) wurden dann diese Felsen weggesprengt. Betrug die Fahrrinne vor der Sprengung bei Ebbe unter 3 Meter, so war diese nach der Sprengung 14 Meter tief.

Nach dieser eindrücklichen Vorstellung bin ich dann nach Downtown, wo ich als Erstes eine Schweizer Familie getroffen habe und mit ihnen ein paar Worte wechselte. Dann zu Telus wegen meinem Telefon, wo mir aber nicht geholfen werden konnte. Als letztes bin ich im Visitor Information einige Informationen über Gold River und Friendly Cove – eine Empfehlung der Museums Dame - holen gegangen. Je nach Wetter werde ich entscheiden, ob ich dieser Empfehlung Folge leisten werde oder nicht.

Dann bin ich wieder durch den Regen zurück zum Camper spaziert, heute mit der

Regenjacke, so dass ich dieses Mal nicht nass geworden bin...

Freitag, 19. Juli 2019

 

Auch heute morgen ist der Himmel wieder bedeckt. So fahre ich gerne von Campbell River weg und hoffe, dass es dann am neuen Ort etwas sonniger sein wird. Mit einem Zwischenhalt am Seymour Narrows Viewpoint - wo man einige Tafeln lesen kann, aber die Seymour Narrows überhaupt nicht sieht. Von hier aus bin ich dann die fast zweihundert Kilometer in einem Zug gefahren. Mit dem Tempomat über hundert Kilometer zu fahren, ohne einmal zu bremsen oder zu beschleunigen ist schon etwas Spezielles. In Telegraph Cove habe ich dann den Forrest Campground gut gefunden und mich dort eingerichtet. Dann ging ich zum Meer hinunter. Die angedrohten Grizzlys habe ich leider nicht gesehen. Von dort ging es dann hinunter zum Hafen, dort hat es einen General Store, die Büros des Resorts und ein paar Häuser. Telegraph Cove als Dorf zu bezeichnen wäre massiv übertrieben.

Als ich dort auf dem Pier spazierte habe ich wieder einmal eine alte Bekannte, das Kreuzfahrtschiff Niew Amsterdam vorbeifahren sehen. Im Internet habe ich dann festgestellt, dass diese einwöchige Kreuzfahren von Vancouver hinauf nach Juneau und retour durchführt.

Dann habe ich auch das Boot der Prince of Whales Whale watching Gesellschaft gesehen und weiss nun, wo ich Morgen um halb neun sein muss.

Samstag, 20. Juli 2019

 

Heute morgen war wieder einmal der Wecker gestellt. Frühstücken und dann bereit machen für die Whale watching Tour. Pünktlich um halb neun war ich beim Hafen und dann wurde noch ein Moment gewartet. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Paar von Vancouver Island ging's aufs Schif. Dort habe ich als Erstes zwei nette junge Schweizerinnen getroffen, mit denen ich ein wenig plaudern konnte. Dann ging's hinaus aufs Meer. Zuerst eine Weile ohne Nennenswertes.

Plötzlich hiess es aber - Whales... und dann sahen wir sie, die Flossen und die Rücken der Orcas, dann ein paar Humpback Whales. Leider ist es sehr schwierig, diese zu fotografieren, da der Moment und der Ort des Auftauchens nicht zum Voraus zu sehen ist.

So habe ich die Wale so genossen. Unterwegs sahen wir dann noch ein paar Seehunde, dann eine Menge Weisskopfseeadler, teilweise am Land, teilweise auf dem Wasser am Jagen. Die drei Stunden auf See sind viel zu schnell vorbei gegangen. Und die Fahrt war ihren Preis mehr als nur wert. Dann ging's zurück zum Camper. Dort habe ich mich verpflegt und bin dann nochmals zum Pier hinunterspaziert und habe einen Moment das schöne Wetter und die Aussicht aufs Meer genossen. Beim Zurückspazieren habe ich eine wunderschöne Villa auf dem Hügel gesehen, welche zu kaufen wäre. Aber für mich etwas zu gross und etwas zu teuer.

Sonntag, 21. Juli 2019

 

Von Telegraph Cove fahre ich heute zuerst nach Port McNeill, wo ich als erstes meinen leeren Benzintank auffüllen musste. Für zweihundert kanadische Dollar Benzin getankt und der Tank war noch nicht ganz voll. Dann bin ich den Ort anschauen gegangen und habe festgestellt, dass die Fähre nach dem «berühmten» Alert Bay von hier aus, fahren würde. Aber heute will ich nicht nach Alert Bay, sondern nach Port Hardy. Dieses ist ein kleiner Ort, welcher dank der Fähre nach Prince Rupert bekannt ist. Heute ist hier gerade ein Fest mit verschiedenen Marktständen und viele Leute promenieren die Strasse entlang des Meeres. Im Hafen habe ich ein skandinavisches Schiff gesehen, weiss aber nicht, was die hier zu suchen hatten. Dann bin ich noch etwas dem Meer entlang spaziert und habe das schöne Wetter genossen.

Bei der Rückfahrt bin ich in Richtung der Fähren gefahren und habe an der Bear Cove einen älteren Herren getroffen, mit welchem ich eine längere Zeit geplaudert habe. Dabei ist herausgekommen, dass er von den Niederlanden ist und seit vielen Jahren im Osten von Kanada gearbeitet hat. Seit er pensioniert ist, wohnt er nun in Coal Harbour und geniesst die Ruhe dort. Während unseres Gesprächs hat er mir dann die Alder Bay, in der Nähe von Telegraph Cove empfohlen. Dort sei ein schöner Campground und dort esse man die besten Fish and Chips. So bin ich also wieder zurückgefahren und habe in Alder Bay nach einem Platz gefragt. Den habe ich erhalten und bin dann die Fish and Chips probieren gegangen. Die waren auch sehr gut.

Die Alder Bay ist eine sehr schöne Bucht. Gefällt mir mindestens ebenso gut wie Telegraph Cove. Ich habe den Abend hier sehr genossen und zum Abschluss einen wunderschönen Sonnenuntergang geniessen können.

Montag, 22. Juli 2019

 

Nach dem obligaten Morgenessen und Abwaschen bin ich heute in Richtung Woss gefahren. Von dort aus will ich über die Gravel Road nach Gold River fahren. In Woss ist es aber sehr schwierig jemanden zu finden, der Auskunft über den Zustand der Strasse geben kann. Nach der Besichtigung einer alten Dampflokomotive und dem Besuch bei den Forstarbeitern, bin ich am Schluss im General Store gelandet und die Dame dort empfahl mir weiter nach Süden zu fahren und bei Mount Cain diese Strasse zu nehmen. Die sei besser als die von Woss nach Gold River. Gesagt getan. So bin ich dann auf diesen «Waldweg» abgezweigt und bin ohne Probleme nach Gold River gefahren. Die Waldarbeiter sind heute im Streik, so musste ich nicht gross mit Holztransportern rechnen. Unterwegs bin ich ab und zu einem Fahrzeug begegnet. Aber das Gefühl war fast so wie letztes Jahr beim Campbell Highway, wo ich viel alleine unterwegs war.

Gold River hätte mir eigentlich gar nicht schlecht gefallen. Leider fährt die Uchuck nur am Mittwoch und am Samstag. So hätte ich den ganzen Dienstag hier warten müssen und die Fahrt zur Friendly Cove mitzumachen.

So habe ich mich entschlossen in Richtung Campbell River weiterzufahren und unterwegs nach einem Campground Ausschau zu halten. Leider waren die beiden Provincial Park Campgrounds unterwegs wieder einmal «full» und so bin ich denn in Campbell River beim Thunderbird Campground gelandet. Diesen kannte ich von 2017 und hier hat es mir sehr gut gefallen. Dazwischen bin ich noch einen Abstecher zu den Elk Falls, einem eindrücklichen Wasserfall machen gegangen.

Dort ging ich auch über die Hängebrücke, von welcher aus man eine schöne Aussicht auf den Wasserfall hatte. Nach einem frühen Nachtessen habe ich dann, bei schönstem Wetter, noch den Spaziergang hinaus auf den Spit gemacht.

Dienstag, 23. Juli 2019

 

Bei schönem Wetter und angenehmen Temperaturen bin ich heute in Campbell River losgefahren. Und wiederum habe ich die Oceanside Route, die Küstenstrasse genommen. Bis Qualicum Beach, wo ich dann auf den Island Highway gewechselt habe. Dann einen kurzen Besuch bei den Little Qualicum Falls, welche mir sehr bekannt vorgekommen sind. Die habe ich vor zwei Jahren schon besucht. Dann weiter bei Cathedral Cove vorbei, wo auch heute wieder die Autos auf beiden Strassenseiten parkiert waren, bis zum Visitor Information in Port Alberni. Dort hat die junge Dame mir den Stamp River Provincial Park Campground empfohlen. Dieser sei «less busy». Also bin ich die etwa fünfzehn Kilometer hinaus in den Wald zu dem Stamp River und den Stamp Falls gefahren und habe dort einen mir passenden Platz gefunden. Den Nachmittag habe ich mit dem Besuch des kleinen Wasserfalls und dann mit einem Lagerfeuer und später einem feinen z'Nacht vom Feuer und vom Grill genossen.

Mittwoch, 24. Juli 2019

 

Mein heutiges Ziel Nummer eins ist das Finden eines Campgrounds entweder in Tofino oder in Ucluelet. Zuerst fahre ich aber in den Ort Port Alberni und suche das Alberni Valley Museum. Ein gut gestaltetes Museum welches die Geschichte und die Entwicklung des Ortes zeigt. Eine Sonderausstellung ist den verschiedenen Sprachen der Aboriginal People gewidmet. Sehr gut gemacht mit Videos und viel Geschichte.

Dann geht's weiter zum Industrial Heritage Center. Dort sind einige wunderschöne alte Lastwagen und Maschinen ausgestellt. Diese hat mir sehr gut gefallen. Beim Betrachten der Fahrzeuge wurde ich von einer Dame der hiesigen Zeitung angesprochen, ob sie ein Bild von mir machen dürfe, bei dem Fahrzeug, das mir am besten gefallen habe. Trotzdem ich nicht gerne vor der Kamera stehe habe ich ihr zugesagt. Nun werde ich vielleicht im Alberni Valley Chronical am 21. August 2019 in einer Sonderausgabe als Tourist, der sich für die industrielle Vergangenheit interessiert erscheinen.

Danach bin ich zum Hafen gefahren. Dort bin ich auf den Pier hinausgelaufen und habe dabei ein Schiff der Coast Guard, welches für Fischerei und Schutz des Meeres zuständig ist beobachtet. Dabei hatte ich kurz Gelegenheit mit einer Dame auf dem Schiff ein paar Worte zu wechseln. Es hat sich herausgestellt, dass die Dame für die Küche des Schiffes zuständig ist und dass sie bei der Mannschaft sehr beliebt sei...

Am Nachmittag habe ich dann versucht in Port Alberni einen anständigen Campground zu finden. Dieses Mal wieder mit Strom und Wasser, damit ich Batterien und Tank wieder füllen konnte. Beim Golf habe ich auf dem Riverbend Resort einen passenden Platz gefunden.

Dann war Zeit zu versuchen einen Platz für die nächsten Tage in Ucluelet oder in Tofino zu finden. Eine Reservation im Internet war nicht erfolgreich. Dann habe ich halt telefoniert und eine nette Dame vom Ucluelet Campground hat mir gesagt, dass ich einen Platz ab Morgen für drei Nächte erhalten könne. Dabei werde ich aber jeden Tag den Platz wechseln müssen und nur teilweise die Hook-ups haben. Auch der Preis kann sich sehen lassen, bleibt er doch etwa in der Hälfte des KOA Campgrounds in West-Yellowstone. Den Rest des Nachmittages habe ich verwendet um wieder einmal meine «Memoiren» zu schreiben.

Donnerstag, 25. Juli 2019

 

Da ich nicht zu früh in Ucluelet ankommen will, habe ich beschlossen zuerst noch das Maritime Heritage Center in Port Alberni zu besuchen. So bin ich kurz nach zehn Uhr losgefahren und bin das Center suchen gegangen. Beim Hingehen habe ich noch eine

Schweizer Familie, Stephan mit Eva und Sohn getroffen. Ein kurzes nettes Gespräch... Dann habe ich den ehemaligen Leuchtturm gefunden und bin das Maritime Erbe von Port Alberni anschauen gegangen. Ein interessantes Boot und ein paar andere auch interessante Ausstellungsstücke, die gut beschrieben waren.

Dann ging's zurück zum Camper und die Fahrt nach Ucluelet konnte beginnen. Entlang des Sproat Lake, dann über einen Pass und später entlang des Kennedy Lake, von welchen man vom Highway aus nicht viel sieht. Dann erreicht man das Pacific Rim Visitor Center, wo ich kurz anhielt und Informationen über Tofino und Ucluelet einholte. Dann ging's südwärts bis zum Ucluelet Campgroud, wo ich heute einen Platz ohne Infrastruktur, aber dafür direkt am Wasser erhielt. Da auch das Wetter mitspielte und nach dem Regen am Morgen, am Mittag die Sonne von einem fast wolkenlosen Himmel hinab schien ein toller Platz. Morgen werde ich eine full Service Campsite haben und übermorgen eine mit Strom und Wasser. Jeden Tag eine Neue. Nach dem Spaziergang entlang des Meeres auf der Ostseite, habe ich eine Zeitlang die Sonne und das Meer genossen. Dabei sind zwei Rehe, nur etwa fünf Meter entfernt, dem Strand entlang spaziert und haben etwas Gras genascht. Dann gab es ein frühes Nachtessen und später habe ich noch einige Karten geschrieben. Heute vor dem Schlafen gehen werde ich noch einen Blick hinaus aufs Meer werfen. Der Angestellte vom Campground hat mir erzählt, hier seien im Wasser kleine Lebewesen, die leuchten würden wie die Glühwürmchen. Ich bin gespannt darauf...

Das war dann leider nichts - ein Fischerboot hat die ganze Nacht mit zwei Scheinwerfern geleuchtet, so dass diese kleinen Leuchttierchen nicht zu sehen waren.

Freitag, 26. Juli 2019

 

Heute Morgen bin ich nach dem Morgenessen von meinem Campground weggefahren um zum Amphitrite Lighthouse Loop, etwa vier Kilometer vom Campground entfernt, zu gelangen. Dort habe ich wieder einmal die Parkplätze für mein grosses Fahrzeug gesucht und dann doch etwas Vernünftiges gefunden. Dann habe ich mit der Wanderung begonnen. Das Wetter war einigermassen warm, aber bedeckt und etwas Nebel. Etwas später hat sich aber dann einen Moment lang die Sonne gezeigt. Unterwegs bin ich einer netten Familie aus der Gegend von Lausanne begegnet und konnte eine Weile mit ihnen Plaudern. Dann haben sie mich eingeladen, den Loop doch mit ihnen zu gehen. Es war sehr angenehm, einmal in Gesellschaft zu wandern. Wale haben wir keine gesehen, aber dafür zwei Weisskopfseedler. Nach der «Besichtigung» meines Campers haben wir uns dann verabschiedet und ich bin im Marketplace noch ein paar Ansichtskarten kaufen gegangen. Den Rest des Nachmittages habe ich im Camper genossen und dann auch eine ganz stattliche Anzahl von Karten geschrieben.

Dann habe ich einmal «Inventar» gemacht an meinen Desserts - Auswahl siehe Foto. 

Samstag, 27. Juli 2019

 

Heute geht's nach Tofino. Das Wetter macht auch mit, denn heute Morgen scheint wieder einmal die Sonne. So bin ich recht früh in Ucluelet gestartet und bin zuerst bis zur Long Beach gefahren. Ein wunderschöner breiter Sandstrand auf der Westseite der Insel. Dann besuche ich kurz die Visitor Information von Tofino, wo ich einen guten Tipp für das Parkieren meines grossen Fahrzeuges erhalte. Der Platz ist in der Downtown von Tofino und ist sogar gratis! Nachdem ich zuerst in den Markt - Farmers Market wäre massiv übertrieben, hat es doch nur einen einzigen Stand mit Gemüsen und Früchten – gelaufen bin, suche ich das Museum, aber das ist erst ab halb Eins geöffnet. So habe ich genügend Zeit zuerst den Hafen und dann den Strand im Tonquin Park zu besuchen. Dann geht es zurück zum Museum, welches hier aus einem einzigen Raum besteht. Trotzdem gefällt es mir gut, da hier nicht Ware, sondern Geschichten ausgestellt sind.

Nach dem Museumsbesuch fahre ich wieder gegen Ucluelet zurück und besuche auf dem Rückweg noch die Wickaninnish Beach. Auch hier ein wunderschöner breiter Sandstrand mit Pazifik Wellen.

Zurück im Campground habe ich meinen wiederum neuen Platz bezogen. Dieses Mal etwas weg vom Meer. Dann habe ich noch die gestern geschriebenen Karten auf die Post gebracht. Den Rest des Abends habe ich für mich genossen...

Sonntag, 28. Juli 2019

 

Da ich heute Morgen nicht sofort von Ucluelet wegfahren wollte, habe ich mich entschieden, bei dem schönen Wetter nochmals den Amphitrite Lighthouse Loop laufen zu gehen. Als ich kurz vor dem Parkplatz dort ankam, stieg vom Meer her der Nebel auf. So habe ich halt den Loop ein zweites Mal, dieses Mal mit viel Nebel gelaufen. Ausser einem Seehund und einem speziell schönen gelben Vogel, habe ich leider keine Tiere gesehen. Als ich kurz vor dem Parkplatz war, schien die Sonne dann wieder von einem strahlend blauen Himmel. Es war trotzdem schön hier.

Dann bin ich von Ucluelet weggefahren. Unterwegs habe ich versucht, im Sproat Lake Provincial Park einen Campground zu finden. Aussichtslos. Zuerst bin ich also nach Port Alberni gefahren, wo ich noch die MacLean Mill, eine alte Sägerei, die noch mit Dampf betrieben wird - wenn sie laufen würde, zu besuchen. In den Prospekten von Port Alberni wird sie als Attraktion zusammen mit der Dampfeisenbahn genannt. Leider haben aber diese Beiden massive finanzielle Probleme, so dass weder die Dampfeisenbahn fuhr noch die Sägerei in Betrieb war. Die Sägerei ist heute eine Art Schrottplatz, ich bin hier ziemlich enttäuscht gewesen. Gemäss Auskunft der jungen Dame, die hier für die Besucher schaute, soll die Bahn voraussichtlich nächstes Jahr wieder zwischen Port Alberni und der MacLean Mill verkehren und die Sägerei soll wieder betreiben werden. Ich wünsche mir, dass dies auch so sein wird, auch wenn ich nächstes Jahr kaum in Port Alberni sein werde.

Danach entschloss ich mich noch etwas weiter nach Osten zu fahren. Die Suche nach einem Provincial Park Campground erwies sich hier leider als aussichtslos. Weder der Stamp River noch der Little Qualicum River Campground hatten freie Plätze zu bieten. So bin ich, aufgrund eines Hinweisschildes unterwegs beim Whiskey Creek Campground gelandet. Ein schr schöner und ruhiger Platz mit aller Infrastruktur und scheinbar einem sehr guten WiFi. So habe ich diesen Bericht nun bei schönstem Wetter bei etwa 24 Grad Wärme und einer leichten warmen Brise an meinem Campingtisch im Freien schreiben können...

Montag, 29. Juli 2019

 

Auch heute morgen scheint die Sonne von einem strahlend blauen, wolkenlosen Himmel. So geht es also wieder an die Ostküste von Vancouver Island. Zuerst fahre ich Richtung Parksville und entscheide mich kurz davor, direkt nach Chemainus zu fahren, um dort die berühmten Wandmalereien zu besichtigen. Das war ein guter Entscheid. Zuerst bin ich zur «Old Town» gefahren und habe diese angeschaut. Dann in das Ortszentrum zur Visitors Information und Museum. Angenehm war, dass Chemainus auch Parkplätze für RV's zur Verfügung stellt, welche nur ein paar Schritte vom Dorfzentrum entfernt sind. Das Visitor Center hat mir einen guten Ortsplan gegeben und das Museum hat mit seinen Geschichten auch sehr gut gefallen. Dann die Murales, welche im ganzen Ortszentrum verteilt sind. Diese sind aber nicht wirklich historischen Ursprungs. Chemainus hat in den 80er Jahren, als die Holzindustrie Probleme bekundete, beschlossen, dass sie etwas für ihr Dorf machen wollten und so einen Wettbewerb ausgeschrieben. Die Gewinner durften dann ihre Gemälde an den Hauswänden anbringen. Also eine reine Tourismusförderung - aber tolle Idee!

Danach fuhr ich nach Duncan ins BC Forest Discovery Center. Nachdem ich den Eintritt bezahlt hatte, schickte mich die junge Dame zum Zug, dieser würde in ein paar Minuten fahren. So bin ich dann die Zugfahrt mit dem Dieseltriebwagen und zwei offenen Holzklassewagen bis zur ersten Haltestelle mitgefahren. Dort konnten wir die in einem alten Gebäude untergebrachte Modelleisenbahn bewundern. Ein Bubentraum. «Meinen» Zug zurück zum Center habe ich dann fahren lassen und bin zu Fuss zurückgelaufen. Dazwischen hatte ich die Gelegenheit, die Ausstellungen in verschiedenen Gebäuden zu besichtigen. Besonders angetan habe es mir die alten Dampflokomotiven. Aber auch die anderen Dinge waren interessant anzuschauen. Zum Beispiel die Motorsägen, die sehr lange Schwerter haben und von zwei Männern bedient werden. Einer beim Motor, der andere vorne beim Ende des Schwertes, wo eine besondere Haltevorrichtung angebracht worden war.

Danach fuhr ich noch nach Downtown Duncan, in die City of Totems. In Duncan sind in zwei Strassen der Downtown eine stattliche Anzahl verschiedener Totempfähle aufgestellt. Es haben mit nicht alle gleich gut gefallen, aber die Tour war's allemal wert.

Zum Schluss bin ich am späteren Nachmittag nach Crofton gefahren, wo ich im Osborne Bay Resort einen Platz direkt am Strand erhielt.

Dienstag, 30. Juli 2019

 

Von Crofton bin ich heute ohne Halt bis Cowitchan Lake durchgefahren. Dabei habe ich mir überlegt, ob ich direkt nach Port Renfrew fahren will, oder ob ich im Gordon Bay Provincial Park oder im Beawer Lake Resort halten soll. Da ich wieder einmal meine Wäsche waschen sollte, habe ich mich für das Beawer Lake Resort entschieden. Nach dem Waschen habe ich wieder einmal Brötli gebacken. Den Rest des Nachmittags habe ich für mich genossen.

Mittwoch, 31. Juli 2019

 

Bei bedecktem Wetter bin ich vom Beawer Lake Resort weggefahren bis Mesachie Lake und dann über die Pacific Marine Route nach Port Renfrew gefahren. Von hier aus bis River Jordan, wo ich beim Campingpatz parkiert habe und dann einen Moment am Meer genossen habe. Bei den Campingplätzen China Beach und French Beach habe ich versucht einen Platz zu finden, was aber leider nicht möglich war. Die Campingplätze hier sind voll. So bin ich nach dem Besuch der Sandcut Beach mit dem kleinen Wasserfall bis nach Sooke weitergefahren, wo ich im Sooke River Campgroound wiederum versucht habe, meinen Waldcampground zu finden. Auch hier war nichts mehr verfügbar. So bin ich ans Meer hinuntergefahren und habe beim Sunny Shores Campground nach einem freien Platz gefragt und diesen dann auch erhalten.

Donnerstag, 1. August 2019

 

Nachdem ich die German Bakery in Sooke auf der Karte nicht mehr gefunden habe, verzichtete ich darauf noch einmal zurückzufahren und diese zu suchen. So bin ich direkt zum Fort Rodd Hil und dem Fisgard Light House gefahren. Beim Fort bin ich ziemlich überrascht gewesen, was dort zu sehen war. Ich erwartete ein Fort im Stile von Fort Steele oder Fort Langley, aber nichts dergleichen. Hier steht eine Artillerie Festung für die Bewachung des Hafens aus dem Jahre 1895 bis 1898 und ist heute als National Historic Site zugänglich. Das Fort besteht aus drei Artillerie Stellungen, welche den Hafen von Esquimalt sicherten. Dann das Fisgard Light House, welches als kleines Museum besucht werden kann. Leider kann der Leuchtturm nicht besucht werden. Danach bin ich zum Fort Victoria RV Park gefahren, wo ich gestern meinen heutigen Platz buchen konnte. Was morgen ist, werden wir sehen, wenn keine Annullationen kommen, muss ich mir einen neuen Platz irgendwo suchen.

Den Rest des Nachmittages habe ich mit dem Schreiben bzw. dem Nachführen meiner Website und dem Geniessen des sonnigen Wetters verbracht.

Freitag, 2. August 2019

 

Nachdem es am Morgen geregnet hat, bin ich nicht zu früh aufgestanden. Dann war das Wetter aber schon viel besser. Nach dem Morgenessen bin ich zuerst ins Office des Campgrounds gegangen, um zu sehen, ob ich weitere Nächte hierbleiben könne. Und es ging. Sogar auf dem gleichen Platz bis Sonntag. So kann ich heute und morgen die Stadt Victoria besuchen und mir einiges anschauen. Mit dem Bus bin ich dann nach Downtown gefahren, wo ich zuerst dem Visitor Center einen Besuch abstattete. Leider brachte diese mir nicht den gewünschten Erfolg. Ich habe für Sonntag bis Dienstag immer noch keinen zugesicherten Campground. Danach habe ich das Empress Hotel, ein toller und eindrücklicher Bau von aussen besichtigt.

Weiter ging es zu dem Parliament Building, welches ich auch innen besuchte. Die Sicherheitsvorkehrungen hier sind ganz anders als in den USA, wo die State Capitol's ohne Kontrollen und ohne Bewachung besucht werden können. Nach dem Körperscan - ich musste hier mein Sackmesser abgeben, welches in einem Plastikbeutel aufbewahrt wurde - konnte ich hinein. Ein sehr schönes Gebäude mit viel Bezug zur britischen Krone.

Danach ging ich zum Royal BC Museum. Der Eintritt mit Imax, Booklet und Donation betrug satte dreiundfünfzig kanadische Dollar. Als ich aber dann das Museum zu erforschen angefangen habe, stellte ich fest, dass das Museum diesen Preis allemal wert war. Die Ausstellungen sind genial gestaltet. Ein Teil eines alten Schiffes in Originalgrösse, eine Kohlemine, in der man glaubt, man sei wirklich unter Tage, eine Downtown mit Fassaden wie Original, und viele Informationen, die kurz und klar hinübergebracht wurden. Vom Royal BC Museum bin ich echt begeistert.

Dann ging's in den 3-D Film Great Bear Rainforest, ein Film über den Regenwald an der Westküste British Columbias mit den Tieren darin, die Spirit Bears, Grizzlies, Schwarzbären, Wölfen und Weisskopfseeadlern. Ein eindrücklicher sehr gut gemachter Film.

Da nun schon mitten im Nachmittag war, entschied ich mich nur noch die China Town zu besuchen und dann den Bus zurück, zu nehmen. Nachdem ich beim ersten Mal den falschen Bus erwischt hatte, musste ich nochmal nach Downtown Victoria zurückfahren und dort am selben Platz - aber nicht auf den Tafeln vermerkt, da dieser eine Umleitung wegen einer Baustelle fahren musste - auf den 14er Bus warten. Mit diesem ging es dann zurück zum Fort Victoria RV Park, wo ich gegen sechs Uhr eintraf.

Samstag, 3. August 2019

 

Heute morgen bin ich wieder mit dem Bus nach Downtown gefahren. Zuerst noch einmal die China-Town, dann bin ich in die Miniature World gegangen. Eine interessante Welt mit den Bereichen "The Land of Dollhouses, The Word of the Circus, Space 2201, King Arthur & Camelot, Fantasy Land, Frontier Land, The Great Canadian Railway and Fields of Glory". Eine tolle Ausstellung, manchmal zum Schmunzeln, manchmal zum Nachdenken. Danach habe ich noch eine Weile das Treiben am Hafen genossen und bin später via dem Eaton Einkaufscenter wieder zurück zum Park zurückgefahren.

Sonntg, 4. August 2019

 

Nachdem ich im Office war und nun meinen Platz behalten kann, habe ich gefragt ob sie einen Platz zum Parkieren des Campers für die Tage vom 8. Bis 15. August hätten. Und wieder war die Antwort ja, sie hätten einige solche Plätze. So habe ich mein Parking Problem hier in Victoria lösen können. Also werde ich bis am achten August auf dem Fort Victoria RV Park bleiben, dann das Auto auf den Parkplatz stellen und mit dem CB Connector, einem Bus, nach dem Flughafen von Vancouver fahren. Diese Fahrt hat mir eine nette Angestellte des Visitor Information gebucht. In die Stadt habe ich zuerst den Beacon Hill Park besucht. Ein schöner Stadtpark mit Aussicht auf das Meer. Auch der «tallest Totempole» steht dort. Beim Zurücklaufen habe ich mich entschieden für die nächsten drei Tage ein Auto zu mieten, um etwas flexibler zu sein. Entreprise hatte gerade noch einen Truck, wie diese die grossen Autos nennen, für mich. Ich habe diesen zum Preis eines Economy Car erhalten und bin so ganz gut zufrieden. Mit diesem bin ich dann zum Mile 0 Punkt des Trans Canada Highway gefahren, dann habe ich den Scenic Drive dem Meer entlanggefahren und bin den Oak Bay Harbour besuchen gegangen. Eine Erinnerung an 2017. Weiter ging es zu Walmart in Downtown, wo ich einige Einkäufe machen konnte und dann zurück zum RV Park. Ein zusätzliches Auto hier ist scheinbar normal und kostet nichts separat.

Montag, 5. August 2019

 

Eigentlich habe ich geplant in die Butchart Gardens zu fahren. Zuerst wollte ich aber die Watetfront von Sidney besichtigen. Da es mir dort so gut gefallen hat, habe ich viel zu viel Zeit dort verbracht, so dass ich die Gardens auf Morgen verschoben habe. Besucht habe ich dann aber noch das BC Aviation Museum in Victoria. Eine wunderbare Ausstellung von alten Flugzeugen und als Zusatzleistung eine persönliche Führung durch ein Mitglied der dortigen Museumsgesellschaft, die die einzelnen Flugzeuge und die Geschichten darum herum erklärten. Dort wo es etwas zu lesen gab, hat mich mein Guide verlassen und liess mir die Zeit, um die Geschichten zu lesen. Dann war ein anderer da, der mich weiter durch die Ausstellung führte. So konnten auch Bereiche, wo es hiess Staff only, besucht werden.

Nach dem Flugzeugmuseum bin ich dann per Zufall auf die Michell's Farm und den dazu gehörenden Heritage Acres, einem Freiluftmuseum gefahren. Auch dort habe ich interessante Zeugen aus der Vergangenheit gefunden. Da es nun schon späterer Nachmittag war, ging's zurück zum Campground, wo es heute Abend Pizza - selbst gemacht - geben wird.

Dienstag, 6. August 2019

 

Nun bin ich also heute in die Butchart Gardens gefahren. Bereits kurz nach neun Uhr war ich dort und konnte ohne Wartezeiten einfahren. Trotzdem hatte es schon eine Menge Leute. So wanderte ich also durch die verschiedenen Gärten, genoss ab und zu eine Bank, um ein wenig die Blumen anzuschauen, aber auch den Leuten zuzuschauen. Die Anlagen sind wunderschön und die Blumen blühen üppig. Zu verdanken haben wir das einem Heer von Mitarbeitern, die sich jeden Tag um verblühte Blumen, das Jäten und das Giessen der Pflanzen kümmern.

Nachdem ich meinen Rundgang beendet hatte, es war kurz nach Mittag, nahm ich mir vor, den Beachcomber RV Park zu suchen. Bei meiner Anfrage hat eine freundliche

Automatenstimme mir mitgeteilt, dass keine Reservationen angenommen würden. Also fuhr ich bis zur Zufahrtsstrasse hinunter und musste feststellen, dass dieser RV Park geschlossen war. Dann war noch genügend Zeit, um weiteres zu unternehmen. Also fuhr ich hinein nach Victoria und ging das Craigdarroch Castle eine in den Jahren 1887 bis 1890 gebaute Altersresidenz für den Kohlebaron Robert Dunsmuir besichtigen. Dieser erlebte allerdings die Fertigstellung seiner Residenz nicht, ist er doch im April 1889 verstorben. Das Schloss konnte von unten bis oben fast vollständig besichtigt werden.

Da Victoria noch ein weiteres Schloss zu bieten hat, bin ich dann noch hinausgefahren zum Hatley Castle, welches durch einen Sohn von Robert Dunsmuir, James Dunsmuir gebaut wurde. Auch dieser liess dieses als Altersresidenz für sich und seine Familie erstellen. Das Schloss wurde im Jahr 1910 nach nur 18 Monaten Bauzeit fertiggestellt und von den Dunsmuirs bezogen. Leider konnte das Hatley Castle nur mit einer Führung besichtigt werden. Zudem werden nur ein paar Räume im Erdgeschoss und das Museum gezeigt. Dagegen konnte der riesige Garten frei besichtigt werden.

Mittwoch, 7. August 2019

 

Heute ist mein «letzter Tag» in Victoria, vor dem Heimflug. Diesen habe ich noch einmal so richtig ausgekostet. Das Mietauto konnte ich behalten bis am Nachmittag um zwei und so bin ich am Morgen zuerst einmal den Trans Canada Highway gegen Norden gefahren. Schon kurz nach der Ausfahrt aus Victoria habe ich auf der rechten Seite das Meer und «Berge» gesehen und bin daher bei der Abzweigung Goldstream Boatramp abgezweigt, um zu schauen, was sich dort verbirgt. Ein Fleck mit ein paar türkisgrün bemalten Häusern, einem Bootshafen und einer wunderschönen Bucht. Dort wurde ich von der Eigentümerin des Geländes empfangen und ich erzählte ihr, dass ich «off the beaten paths» etwas sehen möchte. Die hat Freude daran gehabt und mir erlaubt im ganzen Gelände, auf dem Bootsstegen und am Ufer herumzuschauen und zu fotografieren. So bin ich zu ein paar sehr schönen Eidrücken eines etwas weniger besuchten Ortes gekommen. Zudem hat sie mir erklärt, dass ganz unten am Steg, ich das Nest eines Weisskopfseeadlers sehen könne. So habe ich dann dort unten das Nest gesucht, aber nicht gefunden. Ein ebenfalls sehr freundlicher Seemann, wahrscheinlich ein älterer Fischer, dem ich dort begegnet bin, hat mir dann das Nest gezeigt. Dabei habe ich auch die Adler gesichtet. Diese sind weit oben über einer Stromleitung gekreist. Das Foto, welches ich gemacht habe, hat dann gezeigt, dass dies der jung Adler war, den ich «erwischt hatte. Beim Zurückgehen habe ich dann noch eine «Spiegelei-Qualle» gesichtet und fotografieren können. Danach ging es etwas mit zwei Zwischenhalten auf den View Points, einer auf dem Malahat Summit, weiter nach Norden, wo ich zufälligerweise auf das Hinweisschild zu der historic Kinsol Trestle gestossen bin. Da ich keine Ahnung hatte, was das sein könnte, beschloss ich auch dieses noch zu besuchen. Im kleinen Museum in Shawnigan Lake, einem kleinen Ort an dem besagten See, haben mir dann die zwei jungen Fräuleins erklärt, wie ich zu dieser Trestle kommen könne. Das waren von hier aus noch acht Kilometer Fahrt und noch einen Kilometer zu Fuss bis zu dem historischen Bauwerk. Dort angekommen habe ich endlich kapiert, was ein Trestle ist. Eine aus Holz gefertigte Eisenbahnbrücke aus vergangen Zeiten. Eine ähnliche Brücke für den Alaska Highway habe ich letztes Jahr am Kiskatinaw River kurz nach dem Beginn in Dawson Creek besucht. Leider war damals das Wetter nicht so wie heute.

Der Spaziergang über die Brücke, der Abstecher unter die Brücke und dann ein nettes Gespräch mit Leuten aus dem Kanton Aargau haben etwas Zeit in Anspruch genommen, so dass ich mich dann bald beeilen musste, um mein Mietauto zurückzubringen. Es hat perfekt gereicht. Die junge Dame von der Vermietstation hat mir sogar noch eine Gutschrift gemacht, da der Tank voller war als bei der Übernahme des Autos.

Den Spaziergang zurück nach Downtown Victoria, zum Milestone Restaurant bei Visitor Information hat richtig Spass gemacht. Unterwegs habe ich noch ein Gebäude gesehen, dass sehr stark an das Gebäude von Feldschlösschen in Rheinfelden erinnert. Es handelte sich dabei aber um das Zeughaus von Victoia.

Im Milestone habe ich dann Fish and Chips bestellt, zusammen mit einem Glas Roséwein und Wasser und habe das alles in vollen Zügen geniessen können.

Mit dem Bus bin ich an zum Campground zurückgefahren, wo ich meine Koffer für die morgige Heimreise gepackt habe. (Fast) Alles was jetzt nach Hause kommt wird dann auch zu Hause bleiben.

Donnerstag, 8. August 2019

 

Heute geht's also zurück nach Switzerland. Das Auto habe ich im Fort Vicotoria RV Park parkieren können, wobei der zugesicherte Platz heute Morgen besetzt war. So habe ich einfach den ersten freien Platz daneben genommen. Als ich dies im Office meldete war die junge Dame zwar nicht begeistert, da sie keine bessere Lösung hatte, konnte ich das Auto dort stehen lassen. Danach ging es mit dem Taxi - Uber gibt es in Victoria nicht – nach Downtown, wo ich den BC Connector, einen Bus, der von Victoria nach Vancouver fährt, nehmen konnte. Bei schönstem Wetter genossen wir die Überfahrt von Swartz Bay nach Tsawwassen, wo es dann mit dem Airport Shuttle zum YVR Flughafen ging. Dort einchecken und dann durch die Sicherheitskontrollen, wo ich wieder einmal abgetastet wurde, Uhr und Gurt lassen grüssen. Danach zum Gate, wo noch eine Weile gewartet werden musste.

Freitag, 9. August 2019 – Mittwoch, 15. August 2019

 

Ankunft in der Schweiz und eine Woche zu Hause…

Donnerstag, 15. August 2029

 

Nach einer kurzen, kurzweiligen und schönen Woche zu Hause geht’s jetzt wieder zurück nach Vancouver und Victoria. Um 13.20 soll «meine» Edelweiss Maschine in Zürich abheben.

Bereits um 3 Uhr Ortszeit werden wir in Vancouver landen. Wenn ich Glück habe reicht es mir auf den 15.40 Bus des BC Connector nach Victoria. Sonst wird es dann halt etwas spät werden...

So habe ich denn nun erst nach 15.40 mein Gepäck erhalten. Dann durfte ich ein weiteres Mal die Border Patrol Canada besuchen. Scheinbar meinen die das mit meinem "Doppelgänger" ernst. So werde ich halt jetzt jedes Mal, wenn ich in Kanada einreise, einer genaueren Prüfung unterzogen. Diese hat aber dann nicht lange gedauert. Dann wartete ich etwa eine Stunde auf den Bus, welcher mich, mit ein paar anderen Gästen nach Tsawwassen brachte, wo wir mit dem Bus des BC-Connector auf die Fähre und dann schlussendlich nach Victoria gebracht wurden. Dort habe ich mir ein Taxi geleistet und dann meinen Camper auf dem Parking Lot des Fort Victoria Campgrounds wieder geholt und auf den mir zugewiesenen Platz gestellt. Glücklicherweise hatte ich Strom hier, sonst hätte ich mit den Batterien einige Probleme gehabt. Die Motorbatterie war zwar bestens, aber die Hausbatterien waren so weit unten, dass nicht einmal mehr der Zünder für den Kühlschrank funktioniert. Was dann bedeutete, dass der Kühlschrank nicht mehr funktionierte und ich dann halt alles, was sich darin befunden hatte wegwerfen musste. Glücklicherweise habe ich mit so etwas gerechnet und nur noch sehr wenige Sachen wegwerfen müssen.

Spät gab es dann Feierabend und dann habe ich gut geschlafen.

P.S. mit der Edelweiss Pilatus, mit der ich letzten Donnerstag nach Hause flog, geht's heute zurück nach Vancouver

Bis Morgen...

Freitag, 16. August 2019

 

Nach einer guten Nacht bin ich um etwa sieben Uhr mit etwas Rückenschmerzen und einem «sturmen» Kopf aufgewacht. Dann duschen und frühstücken. Der Kaffee hat Wunder gewirkt und es ging mir nach dem Morgenessen wieder gut. So bin ich zuerst zum Office gegangen um meine Schulden (die letzte Nacht) zu begleichen und dann habe ich mich bereitgemacht, um von Victoria abzureisen. Mit einem Umweg über Sidney, wo ich eine Zeit lang am Meer gesessen bin und die Aussicht genossen habe, ging's dann nach Swartz Bay auf die Fähre zurück nach Vancouver. In Vancouver bin ich dann in den Freitagnachmittag Verkehr gekommen und so habe ich viel mehr Zeit gebraucht, als das Navi mir vorgerechnet hat. Um etwa halb sechs Uhr bin ich dann aber bei Capilano River RV Park eingetroffen und konnte meinen Platz beziehen. Dann musste ich noch schnell in das Park Royale Einkaufscenter, um mein Kanada Handy wieder aufzuladen. Jetzt funktioniert wieder alles. Beim Zurückgehen bin ich noch in einen Liquor Shop gegangen und habe mir ein paar Ciders gekauft. Dieser hier war der schönste Alkoholladen, mit der grössten Auswahl an alkoholischen Getränken, den ich in meinem bisherigen Leben gesehen habe. Nach der Rückkehr zum Camper gab's dann etwas z'Nacht und etwas nach neun Uhr habe ich dann endlich Feierabend machen können. Ein toller Tag!

Samstag, 17. August 2019

 

Heute Morgen bin ich nach dem Morgenessen zuerst einmal nach Downtown Vancouver gefahren und habe den Nespresso Shop im Bay Warenhaus gesucht. Dies, weil im Park Royal der im letzten Jahr gefundene Nespresso Kiosk verschwunden war. Dann bin ich mit meinen Einkäufen wieder zurück zum Campground gefahren. Dort habe ich als nächstes einmal Brötli gebacken und wieder einmal meine Wäsche gewaschen. Am Nachmittag bin ich dann nochmals nach Downtown gefahren und habe am Canada Place die Abfahrt der beiden dort liegenden Royal Princess und meiner «alten Bekannten», der Nieuw Amsterdam zugeschaut. Dann habe ich ein weiteres Mal den «Fly over Canada» besucht. Jedes Mal wieder ein Erlebnis. Danach ging's zurück zum Campground, wo ich mir ein einfaches, aber feines Nachtessen zubereitete.

Sonntag, 18. August 2019

 

Heute soll es nun wieder nach den USA gehen. Also packen und abwaschen, dann losfahren. Heute hat mich das Navi nicht durch Downtown geschickt, sondern diese umfahren. Eine viel angenehmere Route als am Freitag. Dann wurden die Wartezeiten für die Grenzübergänge angezeigt. Peace Arche eine Stunde, Pacific Crossing 40 Minuten. So bin ich über Pacific Crossing gefahren und habe dort gewartet. Nach etwas mehr als einer Stunde bin ich dann auch an der Reihe gewesen. Ein freundlicher jüngerer Zollbeamter wollte kurz in mein Fahrzeug sehen, dann ein paar Fragen und dann konnte ich einreisen.

Meine Fahrt ging dann weiter in Richtung Seattle. In Bellingham habe ich mich entschieden, die Stadt zu besichtigen und erst Morgen nach Bellevue in der Nähe von Seattle weiterzufahren. Nachdem heute Morgen in Vancouver der Himmel bedeckt war und ich recht lange bei grauem Wetter gefahren war, hat Bellingham mich mit strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen empfangen. Nach einem Einkauf in Fred Meyers, habe ich nach einem Platz auf dem Bellingham Campground gefragt und diesen auch erhalten. Dann fuhr ich zuerst in Visitor Center, wo eine freundliche junge Dame mir die Sehenswürdigkeiten von Bellingham erklärte. Dann ging's in die Downtown, wo ich glücklicherweise schnell einen grossen Parkplatz fand und von dort aus zur alten City Hall, welche heute als Museum genutzt wird. Auch hier ein wunderschönes Museum mit vielen Geschichten und sehr gut geordneten Ausstellungen, mit Bildern, Mineralien, Vögeln, Geschichte und Leben der hiesigen Indianer und weiteren Abteilungen.

Nach dem anschliessenden Stadtrundgang fuhr ich mit einem Umweg dem Meer entlang, wieder zurück zum Campground, wo ich meinen Platz beziehen konnte.

Für Morgen habe ich nun, wenn das Wetter mitspielt, den Besuch von Fairhaven, mit dem Terminal der Alaska Ferry und dann den Chuckanut Drive von Fairhaven nach Burlington, wo es dann wieder auf die I-5 hinunter nach Seattle gehen soll.

Montag, 19. August 2019

 

Heute fahre ich nun also nach Bellevue, in der Nähe von Seattle. Zuerst habe ich aber noch Fairhaven, einen kleinen Ort südlich von Bellingham besucht. Der Strand mit einem schönen Velo- und Wanderweg, der teilweise über eine Art Steg über das Meer führt. Bereits am Morgen hatte es hier sehr viele Leute, die spazierten, diskutierten oder einfach den Tag genossen (das Wetter war zwar nicht sehr schön und kühl).

Danach fuhr ich weiter auf den Chuckanut Drive, welcher mich von Fairhaven hinunter nach Burlington brachte. Eine recht enge Strasse über die Berge und soweit möglich mit Aussicht auf das Meer.

Dann wieder auf die I-5 und die 405, welche mich dann nach Bellevue führten, wo ich auf dem Trailer Inn RV Park einen Platz erhielt. Eigentlich habe ich noch nie auf einem solchen Platz campiert - vollständig geteert und ein RV neben dem anderen, ausser den Nähe zu Seattle nichts, um länger hier zu bleiben. Am Nachmittag bin ich dann noch zu der Bushaltestelle gelaufen, von wo aus ich Morgen nach Seattle fahren werde. Ich staune immer noch über die breiten Strassen hier, in der Mitte der Freeway mit mindestens sechs Spuren, dann auf beiden Seiten ein Highway mit je mindestens zwei Spuren. Es war nicht einfach, den Weg auf die andere Seite des Freeway zu finden. Leider zeigt das gemachte Foto zu wenig eindrücklich, wie viele Fahrbahnen hier je nach Ost oder West führen.

Dienstag, 20. August 2019

 

Heute bin ich wieder einmal etwas früher aufgestanden. So war ich um neun Uhr bereits an der Busstation des Expresses nach Seattle. Dort besuchte ich zuerst einmal den Pike Place Market, welcher aber zu dieser Zeit noch zu schlafen schien. So bin ich hinunter zum Hafen gegangen und habe dort ein Kreuzfahrtschiff gesehen und den Olympic Sculptures Park besichtigt. Dann bin ich noch einmal zum Markt hinauf gegangen und war nicht enttäuscht. Viele verschiedene Marktstände mit allem, was das Herz begehrt. Am besten gefallen haben mir die Früchte und Gemüseanbieter und dann die Blumenstände. Die dort gekaufte Pfirsich war reif und schmeckte vorzüglich. Dann spazierte ich weiter zum Pioneer Square, wo das Leben der Stadt Seattle angefangen hat. Hier hat mich vor allem der Mix aus Alt und Neu sehr beeindruckt. Nach über vier Stunden spazieren in der Stadt, habe ich beschlossen, den Bus zu suchen und fuhr mit diesen wieder zurück zum Eastgate Park and Ride, von wo aus ich nochmals fast eine halbe Stunde zu laufen hatte, bis ich wieder bei meinem Chalet ankam.

Mittwoch, 21. August 2019

 

Nach einem weiteren Versuch, den Service am Fahrzeug zu bekommen - wieder einmal ohne Erfolg, die Servicestrasse war nur etwa 8 Fuss hoch und mein Fahrzeug über 12 Fuss, habe ich mich entschlossen, trotz des Regenwetters mit dem Bus nach Seattle zu fahren und dort noch das eine oder andere anzuschauen. Zuerst ging es in die durch die Nationalparkverwaltung geführte Ausstellung zu «Klondike Goldrush». Die Geschichte aus der Sicht von Seattle, welches dank eines umtriebigen Journalisten zum «Gate to the Goldfields» gemacht wurde (und damit sehr viel Geld verdiente). Hier bin ich den Geschichten zu den letztjährigen Besuchen in Skagway - den Routen zum Klondike über Dyea und den Chilkootin Trail sowie über Skagway und den White Pass wieder begegnet. Dann bin ich zu «Benath the Streets», eine Besichtigung des Untergrundes von Seattle gegangen. Es handelt sich dabei um das ursprüngliche Erdgeschoss der Häuser am Pioneer Square, wo nach dem verheerenden Brand von 1906 die Strassen und Trottoirs auf das Niveau des ursprünglichen Obergeschosses gebaut wurde. Die Strukturen darunter sind teilweise erhalten geblieben und bildeten lange Zeit eine Untergrundwelt mit Bars und weiteren «Vergnügungsstätten». Die Lady, die die Führung gemacht hat, hat sich Mühe gegeben, nicht zu schnell zu sprechen, damit auch ich etwas von Ihren Ausführen verstehen konnte.

Danach bin ich an das Smith Tower Observatory gelaufen. Also habe ich auch das besucht. Es handelt sich um die Aussichtsplattform in der 35ten Etage dieses Turmes. Er war lange Zeit das höchste Gebäude in Seattle, wird aber heute von den modernen Türmen um einiges überragt. Leider war das Wetter heute nicht besonders, trotzdem war die Aussicht von der Plattform grandios. Zudem ist in der 35ten ein Restaurant untergebracht, wo ich zum Abschluss meine Seattle Aufenthaltes einen feinen Burger genoss.

Dann ging's mit dem 212er Bus zurück zum Eastgate P+R, von wo aus ich durch den strömenden Regen zu gehen hatte, um mein Chalet zu erreichen.

Donnerstag, 22. August 2019

 

Auch heute Morgen ist der Himmel grau und verhangen. Trotzdem bereite ich mich vor, um nach Olympia zu fahren. Den Trip zum Boeing Future of Flight in Everett lasse ich sausen, da ich zu weit zurückfahren müsste. So geht's zuerst gegen Osten zu den Snoqualmie Falls, zwei parallel laufende Wasserfälle. Dann habe ich versucht das Railway Museum von Snoqualmie zu finden. Beim darauf zu fahren, habe ich eine Schrotthalde mit alten Lokomotiven und Wagen gesehen und bin mir nicht sicher, ob dies das Museum war. Ein weiteres solches Schrottmuseum wollte ich aber nicht besuchen und so bin ich nach Olympia weitergefahren. Im Olympia Campground habe ich – wie letztes Jahr – einen guten Platz erhalten. Den Rest des Nachmittages habe ich für Planen, Orte suchen und mit Ausruhen verbracht.

Freitag, 23. August 2019

 

Von Olympia fahre ich nun heute zuerst nach Chehalis zum Lewis County Museum. Auch dieses gefällt mir recht gut, obwohl hier eine Sammlung von vielen alten Gegenständen präsentiert wird.

Dazu kommen aber auch Geschichten, wie die von einer Schiesserei anlässlich eines Festumzuges, wobei drei aus dem ersten Weltkrieg zurückgekehrte Soldaten ums Leben kamen. Der Täter wurde vom anwesenden Volk gefasst und kurzerhand erhängt. Nach dem Museum fuhr ich noch zu dem Steam Train, wo aber leider keine Steam Trains zu sehen waren. So ging es dann weg in Richtung Aberdeen, wo ich einen Zwischenhalt im Walmart machte, um meine Vorräte aufzustocken und dann ging es nach Ocean Shores, und da ich hier keinen Campground finden konnte weiter nach Copalis Beach. Im Sunrise Campground habe ich dann, bei einer resoluten Dame, eine Campground buchen können. Den Weg zum Pazifik habe ich ohne Probleme gefunden und dort wiederum einen' kilometerlangen Sandstrand. Leider war der Wind so zügig und kühl, dass ich es vorzog wieder zum Camper zurückzugehen. Dafür hatte ich dann Zeit mir eine selbst gemachte Pizza (inklusive Teig) zu backen.

Samstag, 24. August 2019

 

Heue morgen war es wieder einmal grau und kalt. Zudem nieselte es, dass alles sofort durch und durch nass wurde. So konnte ich mir Zeit nehmen mir meinen Vorbereitungen für die Weiterfahrt nach Westport. Als ich in Aberdeen war, hat zum Glück bereits ein wenig die Sonne durchgedrückt und Westport hat mich mit blauem Himmel, Sonnenschein und einem recht zügigen Wind willkommen geheissen. Nach dem Aufstellen meines Chalets im American Sunset RV Park, bin ich zum Westhaven State Park spaziert und dann dem Pazifik entlang bis zum Aussichtsturm in Westport. Hier gefällt es mir sehr gut, das Rauschen der Brecher des Pazifiks ist eindrücklich. Nachdem ich eine Zeitlang die Stimmung dort genossen hatte, ging's zurück zum Campground, wo ich meine Aufzeichnungen nachführen konnte.

Sonntag, 25. August 2019

 

Heute ist Warte Tag. Ich warte auf den Service meines Autos von Morgen in Grayland. So will ich einen grösseren Spaziergang machen und mich dann ein wenig ausruhen. Nach dem Morgenessen bin ich also zum Gray's Harbor Lighthouse spaziert. Der «Ortsplan» von Westport war nicht so exakt, so dass ich ab und zu etwas zu suchen hatte. Aber ich bin gut beim Lighthouse angekommen und habe mich wieder gewundert, warum dieses mehrere hundert Meter im Landesinnern steht und nicht an der Küste. Die Besuchszeit begann um 11.00 Uhr. Da ich aber schon früher dort war, habe ich nur um den Leuchtturm herum fotografiert und bin dann weiter zum Strand. Dort besteht ein sehr schöner Weg entlang der Küste bis zu Hafen von Westport. Ab und zu bin ich da sogar einigen Amerikanern begegnet, die auch diesen Spaziergang machten. Am Schluss wanderte ich noch eine Weile im Sand und genoss die Brandung des Pazifiks. Bereits am frühen Nachmittag war ich dann zurück bei meinem Chalet und machte mir ein spätes Mittagessen. Dann gehörte der Rest des Nachmittags mir für etwas spielen und etwas ausruhen.

Montag, 26. August 2019

 

Heute werde ich um 11 Uhr in Grayland von Ewald erwartet. So habe ich genügend Zeit, um am Morgen in aller Ruhe mein Morgenessen zu geniessen, dann abzuwaschen, noch ein wenig zu putzen und dann bereit zu machen zur Abfahrt. Heute habe ich auch die Marken für meine letzten etwa 25 Postkarten zu kaufen, für «meine» Leute.

Um etwas vor elf Uhr bin ich dann bei Ewald eingetroffen und übergab ihm mein Chalet zu treuen Handen. Er empfahl mir die beiden noch sehr guten Pneus hinten nach vorne zu nehmen und die beiden Vorderen, welche etwas abgefahren waren nach hinten zu nehmen. Dann wurde Oelwechsel gemacht, die Bremsen kontrolliert und auch die übrigen «Levels» überprüft. Während dessen bin ich zurück ins Dorf gewandert. Auf dem Weg habe ich das Cranberry Museum angetroffen, welches heute offen war und liess mir von der Dame des Hauses die ganzen Ausstellungsstücke zeigen und erklären. Glücklicherweise ist auch eine Frau mit ihren zwei Söhnen aus Seattle dazugekommen, so konzentrierten sich die Ausführungen der Museums Lady nicht vollständig auf mich. Interessant und lehrreich ist es trotzdem gewesen. Scheinbar waren es Finnen, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Amerika auswanderten, die die Cranberrys nach Grayland gebracht haben und diese dort pflanzten und ernteten.

Danach wanderte ich weiter zum US-Post Office von Grayland, welches aber zwischen 12.30 und 1.30 geschlossen war. So fing ich an, unverrichteter Dinge wieder zurückzugehen. Doch dann telefonierte mir Ewald, dass er mit dem Auto fertig sei und bot mir an, mich abzuholen. So sind wir dann nochmals zum Postoffice gefahren und ich konnte meine Briefmarken kaufen. Dann zurück zum Chalet. Alles in bester Ordnung. So musste nur noch gezahlt werden und ich konnte weiterfahren. Da der Kenanna RV Park in Grayland «no vacancy» hatte, bin ich heute noch bis Astoria weitergefahren. So habe ich wieder einmal einen Reservetag. Vielleicht kann ich noch einen oder zwei weitere Reservetage schaffen, so dass es mir am Schluss dann doch reicht, um Reno, das alte Spielerparadies und Carson City, die Hauptstadt Nevadas zu besuchen.

Im Visitor Center von Astoria wurde mir beschieden, dass die Campgrounds alle etwas weiter von der Stadt weg seien. So habe ich mich für den zwar etwas Teuren, ab sehr guten KOA Campground entschieden. Beim Visitor Information hat mich noch ein sympathischer Herr angehalten und mich auf Schweizerdeutsch angesprochen. Es hat sich herausgestellt, dass er einmal von Fribourg kommt und dann, dass er zusammen mit seiner Partnerin mit dem Velo von Vancouver hinunter nach Kalifornien fahren will. Ein bewundernswertes Vorhaben. Auch diese Beiden hatten dann noch die Kilometer bis zum Campground zu fahren. Ich bin froh, dass mir der Motor die Arbeit des Vorwärtskommens abnimmt.

Dienstag, 27. August 2019

 

Astoria will ich mir noch ein wenig besser anschauen, deshalb fahre ich zuerst hinauf

zur Astoria Column einer Säule bzw. ein Turm von etwa 30 Meter Höhe, in welcher eine Wendeltreppe hinauf zu einer Plattform führt, von wo aus man die schönste Aussicht auf Astoria und seine ganze Umgebung hat. Der Blick geht über den riesigen Columbia River zum Meer hinaus, dann wieder zurück auf das Festland, wo ein paar Berge das Panorama zieren. Nach einigen Momenten des Geniessens bin ich dann wieder zurück in die kleine Stadt gefahren, wo ich zuerst das Columbia River Maritime Museum, mit einer eindrücklichen Ausstellung über die Seefahrt im Columbia River Bar, der Mündung des Flusses, sowie mit vielen Geschichten zur Seefahrt ni der Region, besuchte. Danach das Heritage Museum, welches über die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner mit einer sehr guten Ausstellung berichtete.

Nachdem die Zeit schon etwas fortgeschritten war, entschied ich mich, direkt nach Portland, bzw. in die Gegend von Portland zu fahren und dort einen Campground zu suchen. Auf Hayden Island im Jantzen Beach RV Park fand ich den entsprechenden Platz. Nach einem Spaziergang durch den Hayden Island Mobile Home Park und dann entlang des Columbia River gab es ein feines Nachtessen.

Eine Besonderheit dieses Platzes sind die vielen Flugzeuge, welche über den Platz donnern, beim Landen etwas weniger laut als beim Starten. Zudem fliegen auch Militärmaschinen über den Platz - sehr interessant, aber etwas lärmig.

Mittwoch, 28. August 2019

 

Heute will ich Portland anschauen gehen. So kaufe ich mir beim Buschauffeur eine Tageskarte für den öffentlichen Stadtverkehr (für 2,5 Dollar als Senior) und fahre mehr als eine halbe Stunde Stadteinwärts. Beim Portland Convention Center habe ich den Bus verlassen und ich erst einmal dort etwas umgesehen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich hier überhaupt nicht in Downtown Portland bin. So habe ich die Strassenbahn genommen und liess mich mit dieser nach Downtown zum Art Museum bringen. Von dort aus ging es zuerst ins Heritage Museum, wo eindrückliche Ausstellungen gezeigt werden. Eine davon erzählt die Geschichte der schwarzen Militärpiloten, welche erst etwa im Jahr 1940 zugelassen wurden, weil die Weissen das Gefühl hatten, die Intelligenz reiche nicht für das Pilotieren eines Kampfflugzeuges. Die Tuskegee Airmen der «332nd Fighter Group», eine ausschliesslich aus Afro-Amerikanischen Piloten bestehende Gruppe, hatte mi zweiten Weltkrieg grosse Erfolge und glücklicherweise verhältnismässig wenige Verluste vorzuweisen.

Nachträglich habe ich festgestellt, dass die Geschichte mit den schwarzen Militärpiloten noch viel komplizierter war als in Portland dargestellt. Das Internet weiss alles!

Dann war auch die Ausstellung über die Beatles in Amerika mehr als sehenswert. Die Geschichten zu den Indianern und zu den ersten Siedlern faszinieren mich immer wieder, nicht nur im Staate Oregon.

Nach dem Museum bin ich dann zum Portland Farmers Market gekommen. Leider war dieser bereits zu Ende, so dass ich nur noch wenig davon mitbekam. Trotzdem konnte ich noch ein paar Pfirsiche kaufen, welche wunderbar schmeckten.

Um noch etwas von Portland zu sehen, bin ich dann durch die Downtown hinunter an den Willamette River spaziert. Von hier aus konnte ich mehrere Brücken über den Fluss bestaunen. Eine davon wird sogar in zwei Etagen geführt - die Obere Stadteinwärts, die Untere Stadtauswärts.

Dann hatte ich genug gelaufen und gesehen und suchte meinen Bus zurück zu Jantzen Beach. Bei einem wartenden Bus habe ich die Chaufeurin gefragt, wo der 6er Bus nach Jantzen Beach sei. Sie hat mich dann etwa dreissig Meter retour geschickt, wo dann auch ein 6er Bus kam. Aber der fuhr in die falsche Richtung. Der Chauffeur hier hat mich dann eine Strasse weitergeschickt, wo ich dann den richtigen Bus fand. An der Haltestelle hat sich mit einem ebenfalls wartenden Passagier ein angenehmes Gespräch ergeben. Nach einer einstündigen Busfahrt bin ich dann müde und zufrieden bei meinem Camper angekommen.

Donnerstag, 29. August 2019

 

Heute fahre ich von Portland weg, um nach Tillamook zur Creamery und Cheese factory zu gelangen. Die Fahrt führt durch grosse Wälder, dann durch die Berge hinüber in die Nähe des Pazifischen Ozeans. In Tillamook angekommen, habe ich die Schaukäserei auf amerikanisch besichtigt. Alles ist automatisiert und die Anlagen sind viel grösser als eine Schaukäserei in der Schweiz. Dann ist auch ein Degustationsstand, wo heute sehr viele Leute angestanden sind. So habe ich eben auch angestanden und als ich an die Reihe kam, meine Käsestückchen in ein kleines Schälchen gelegt und dann probiert. Die Farbe des Käses ist etwas fremd, aber der Geschmack von allen zur Probe angebotenen Käse war sehr gut. Nun werde ich, wenn ich irgendwo eine Portion finde, die für eine Person passt, auch den Tillamook Käse kaufen. Danach ging es in den Shop. Auch hier amerikanische Verhältnisse, alles einfach big, big, big.

Alles, was ich dort gekauft habe sind je zwei Muster von drei verschiedenen Käsesorten (je etwa 20 g) und einen Kübel mit Tillamook Ice Cream. Gemäss der Campgroundfrau von Florence vom letzten Jahr erhält man in Tillamook das weltbeste Ice Cream.

Nach diesem kulinarischen Höhepunkt bin ich dann zum Tillamook Air Museum gefahren. Eine riesige Halle, wo die Besucher empfangen werden. Die eigentliche Attraktion ist die Halle und nicht die Ausstellung darin. Es handelt sich um eine anfangs des zweiten Weltkrieges gebaute Halle für Luftschiffe. Die amerikanische Armee hat an der ganzen Ost- und Westküste solche Luftschiffhallen gebaut. Darin wurden die Luftschiffe parkiert, die über dem Atlantik und dem Pazifik Erkundungsflüge durchführten und feindliche U-Boote oder Schiffe entdecken sollten. In diesem Air Museum sind dann auch einige Flugzeuge ausgestellt, aber auch Traktoren, Dampflokomotiven und alte Militärlastwagen. Eine interessante Mischung, aber sehr gut präsentiert und beschrieben.

Von hier aus ging es nochmals weiter in Richtung Salem, der Hauptstadt von Oregon. Da ich zwischen Tillamook und Salem keinen Campground fand, der mir passte, bin ich durchgefahren und habe erst etwa gegen sechs Uhr abends beim Salem Campground & RVs einen anständigen Platz erhalten. Heute bin ich froh gewesen, dass ich nicht suchen musste.

Freitag, 30. August 2019

 

So will ich denn heute zuerst das Oregon State Capitol besichtigen gehen. Salem ist eine eher kleine Stadt und so musste ich auch jetzt nicht suchen, um das gewünschte zu finden. Sogar einen anständigen Parkplatz, sehr nahe dem Gebäude, habe ich gefunden.

Das Oregon State Capitol ist ein eher jüngeres und moderneres Gebäude, da das vorherige Capitol Opfer eines Brandes wurde, bei dem das ganze Gebäude zerstört worden ist. Auch hier, wie in allen Capitol's bin ich hineinspaziert, habe einen Prospekt «Self guided Tour» erhalten und konnte im ganzen Gebäude frei herumspazieren. Die Türen der beiden Kammern Repräsentantenhaus und Senat waren beide offen, da gerade keine Session stattfand. Leider habe ich den Parkplatz nur für eine Stunde bezahlt, so dass ich auf die Führung im Gebäude und die anschliessende Führung hinauf zum «Pioneer» nicht mitmachen konnte.

Zum Schluss bin ich dann noch zur Vorderfront des Gebäudes gegangen, um auch von aussen ein paar Fotos schiessen zu können.

Dann ging es wieder weiter. Zuerst bin ich nach Newport gefahren, um etwas nördlich davon das Yaquina Head Lighthouse zu besuchen. Beim Interpretive Center habe ich mein Fahrzeug parkiert und bin dann zu Fuss die etwa fünfhundert Meter zum Turm gegangen. Es hat sich tausendmal gelohnt. Auf dem Weg habe ich einmal Seehunde entdeckt, aber dann auch Grauwale gesehen. Diese haben dort in der Nähe von ein paar Felsen, nicht weit vor Ufer entfern gefressen und sind immer wieder ein wenig aufgetaucht. Leider konnte ich nie einen ganzen Wal sehen oder fotografieren. Sie sind auch nicht gesprungen. Die Lady von der Nationalpark Verwaltung, die dort Dienst hatte, hat vieles über die Wale und die Vögel dort erklärt. Die Kormorane und die Pelikane waren ebenfalls ein paar Fotos wert.

Leider konnte das Innere des Leuchtturmes hier nicht besucht werden. So bin ich denn trotzdem sehr zufrieden wieder zurück zum Chalet marschiert und dann ging es weiter zum zweiten Leuchtturm, dem Yaquina Bay Lighthouse. Dies ist scheinbar das einzige Haus, wo der Lighthouse Keeper im Lighthouse selber gewohnt hat. Eine nicht sehr grosse Wohnung für eine Familie mit sieben Kindern. Das Neugierig sein an solchen Orten wird von den dort anwesenden Leuten, die dazu schauen, sehr geschätzt. Diese erzählen einem dann die ganzen Geschichten um solche Orte.

Nachdem auch das Foto von der Brücke über den Yaquina River im Kasten war, konnte ich weiter nach Süden fahren. Unterwegs habe ich sehr viele, wahrscheinlich auch sehenswerte «View Points» ausgelassen. Erst beim Heceta Head Lighthous habe ich nocheinmal einen Halt eingelegt. Vom Parkplatz aus konnte man diesen Leuchtturm nur sehr schlecht fotografieren. Später beim wieder zur Strasse hinauf fahren habe ich dann aber einen Platz gefunden, wo die tolle Lage des Lighthouses voll zur Geltung kam.

Zum Schluss ging's weiter bis nach Florence. Dort habe ich erst beim vierten Versuch einen Campground erhalten. Dabei habe ich festgestellt, dass das kommende Wochenende das Labour Day Weekend ist. An solchen Tagen sind alle Amerikaner unterwegs und so habe ich Glück gehabt, einen tollen Platz auf dem Thousend Trails Campground in Florence zu finden. Mitten im Wald und mit allen Anschlüssen, dafür etwas sehr teuer.

Samstag, 31. August 2019

 

Der letzte Augusttag ist für mich hier ein Ruhetag. Als ich heute morgen fragen ging, ob für heute Abend etwas frei sei (gestern waren zwei Nächte nicht möglich), habe ich wieder einmal den letzten Campgroundplatz erhalten. Weil mein gestriger Platz heute morgen bereits vergeben war, musste ich wechseln. Das war aber kein Problem, da ich sowieso heute die Old Town von Florence besichtigen wollte. Die junge Dame im Office des Thousend Trails Parkes hat mir gesagt: Gehen Sie durch die C-Reihe, dort sind heute morgen am meisten Plätze nicht besetzt. Dann suchen Sie sich einen freien Platz aus und geben mir die Nummer. Also bin ich schnell die C-Row inspizieren gegangen und habe sofort auf den C1 spekuliert. Ich war mir aber nicht ganz sicher, ob mein 25 Fuss Camper hier Platz hat. Die junge Dame hat mir dann aber versichert, dass das klappe und so habe ich mir diesen reserviert.

Dann konnte ich in alle Ruhe die Altstadt von Florence besichtigen. Diese liegt direkt am Siuslaw River, unter der alten Brücke über den Fluss. Eine kleine gut erhaltene Altstadt, wo ich aber keine Fotos machte, da überall vor den alten und schönen Häusern die blöden Autos parkiert waren. Zum Schluss bin ich - am Ende der Altstadt - im Florence (Farmers) Market gelandet. Das «Farmers» ist in Klammern, da nur ein einziger Stand Früchte und Gemüse und ein zweiter einige Früchte anbot. Bei den anderen konnten Bilder, Schmuck, T-Shirts und Souvenirs gekauft werden.

Mit einigen kleinen Gurken und ein paar Pfirsichen, die hier wiederum sehr gut schmeckten, bin ich mit einem Umweg zur Post wieder zum Campground zurückgefahren.

Dort musste ich wieder einmal meine Wäsche besorgen und dann auch meine Brötchen backen.

Dann hat es auch noch gereicht um wieder einmal mein Tagebuch à-jour zu bringen. Bei schönem, aber etwas kühlem Wetter genoss ich es, dieses einmal draussen machen zu können.

Sonntag, 1. September 2019

 

Heute Morgen ist der Himmel wieder ziemlich bedeckt hier am Pazifik. So fahre ich gerne weiter.

Eugene ist das Tagesziel. Nach einem kleinen Einkauf im Safeway und dem Tanken bin ich also wieder über die Berge - etwa 500 Fuss hoch - nach Eugene gefahren. Dort wollte ich eigentlich die Visitor Information suchen und die Stadt etwas anschauen. Die VI habe ich nicht gefunden und nach einer Stadtrundfahrt hatte ich das Gefühl, hier nicht unbedingt bleiben zu müssen. Also habe ich auf dem Navi Umpqua Hot Springs gesucht. Mein Tagesziel für Morgen. Leider kennt das das MapsMe nicht und so musste ich einfach in Richtung Crater Lake fahren. Zuerst auf der Interstate 5 dem Freeway. Dort hatte es einen ziemlich dichten Verkehr und so beschloss ich, bei Cottage Grove diese Autobahn zu verlassen und dann über Land zu fahren. Als Ziel habe ich Steamboat eingegeben. So bin ich also über eine gute Strasse dem Dorena Lake entlanggefahren und dann ging es in die Berge. Die Strasse wurde ziemlich viel enger, so dass gerade der Camper gut Platz hatte. So bin ich dann etwa 30 Kilometer über die Berge gefahren und bin fast keinen Fahrzeugen begegnet. Beim obersten Punkt der Strasse ist ein Auto am Strassenrand gestanden und zwei Leute sind mit ihrem Hund spazieren gegangen. Dann ziemlich viel später bin ich einem Motorrad begegnet. Auch hier war das Kreuzen kein Problem. Erst als ich die letzten Kilometer vor Steamboat vor mir hatte, sind ein paar wenige Autos entgegengekommen. Dort hat es aber genügend Ausweichstellen gehabt, dass das Kreuzen auch hier keine Probleme bot.

Dann kam Steamboat - eigentlich habe ich einen Weiler oder ein kleines Dorf erwartet - das Einzige was in Steamboat zu finden war, ist die Maintenance Station der Oregon Transport Autority. Also bin ich weitergefahren und haben dann per Zufall meinen Campground gefunden. Das Umpqua Last Resort, wo ich wieder einmal den letzten freien Platz erhalten habe. Das Resort liegt in einer Waldlichtung und gefällt mir sehr gut. Zudem hat der dort anwesende Angestellte mir noch ein paar Tipps für die Reise von Morgen mitgegeben.

Montag, 2. September 2019

 

Nach dem Morgenessen bin ich heute wieder einmal für meine Verhältnisse relativ früh weggefahren. Zuerst ging's zu den Toketee Falls, einem schönen Wasserfall, nach einem etwa einen Kilometer langen Fussmarsch durch den Wald - hoffentlich sind keine Bären hier!!! Glücklicherweise war kurz vor mir eine Familie hier und so fühlte ich mich etwas wohler. Der Wasserfall gefiel mir sehr gut. Die Aussichtsplattform beim Fall war in der Höhe am Stamm einer grossen Fichte befestigt. Vielleicht sieht man das auf dem entsprechenden Foto. Auch interessant war die «Druckleitung» welche beim Parkplatz vorbeiführte. Dort trat an verschiedenen Stellen Wasser aus. Für was diese Leitungen dienten habe ich leider nicht herausgefunden. Danach ging es zum zweiten Fall, den Watson Falls. Ein schöner, hoher, aber eher wenig Wasser führenden Fall. Dieser scheint im Frühjahr mit mehr Wasser eindrücklicher zu sein. Dritte im Bunde waren die Whitehorse Falls. Wiederum ein schöner. Dann ging's zum Vierten. Die Clearwater Falls haben mir fast am besten gefallen. Von hier aus fuhr ich dann direkt zum Crater Lake National Park. Bereits beim ersten Halt ein grandioser Anblick. Der tiefblaue See mit der Insel drin, dann der blaue Himmel, die sattgrünen Fichten und die Sonne. Was wollte man mehr. Nach einer Fahrt über einen Teil es West Rim Drives, einer nicht zu breiten Strasse, mit vielen Steilhängen auf meiner Seite, habe ich beschlossen zu wenden und weiter nach Klamath Falls zu fahren. So ging es zurück zur North Entrance und von dort aus über eine viele Kilometer lange schnurgerade Strasse zur Kreuzung, wo ich in Richtung Klamath Falls abbiegen musste. Auch diese Strasse führte über zig-Kilometer schnurgerade aus. In Klamath Falls, wo es keine Wasserfälle mehr gibt, diese sind der Korrektion des Flusses zum Opfer gefallen, habe ich im KOA Campground meinen Platz zum Übernachten gefunden.

Dienstag, 3. September 2019

 

Heute habe ich beschlossen, die Lava Beds National Monument auszulassen und direkt nach Grants Pass weiterzufahren. Bis ich per Zufall zum Klamath County Museum gefahren bin und dann diese auch besucht habe. Ein wunderschönes Museum mit nicht zu vielen Ausstellungsstücken, aber mit Geschichten zu der Geschichte des Ortes mit seinen Tätigkeiten und dann auch zum zweiten Weltkrieg. Interessant war auch, dass Klamath Falls einen gut ausgebauten Militärflugplatz hatte, welcher mi Jahr 1946 geschlossen wurde, aber später ausgebaut und heute wieder aktiv ist. Besonders gut gefallen habe mir auch zwei uralte Autos, die hier ausgestellt waren - in bestem Zustand.

Nach dem Museum bin ich dann trotzdem zu den Lava Beds gefahren. Die Kassenfrau des Museums hat mir ein wenig erklärt, was dort zu finden sei. So ging's dann gegen Süden, an den Tule Lake, auf dem sich ein riesige Anzahl Wasservögel tummelten. Dann ging's weiter in den Park. Ein weiteres Mal habe ich von dem im letzten Jahr gekauften Nationalpark Pass profitiert. Beim Visitor Center habe ich einen weiteren Zwischenhalt eingelegt. Dort wurde ein kurzes Video über die Entstehung des Parkes und über seine Umgebung gezeigt. Auch über die Geschichte mit den hier lebenden Modoc Indianern wurde gezeigt. So bin ich denn nach dem Video, die Stationen der Geschichte angefahren. Zuerst die Mushroom Caves. Eine Caverne, die beleuchtet ist und in die Treppen und Stege hineinführen. Ein seltsames Gefühl ganz alleine unter Tag zu gehen, ich war einziger Besucher in dieser Zeit. Dann ging es weiter zum Campground. Dieser hat mir aber nicht sehr gut gefallen, die Plätze sind geteert, parallel zur Strasse und teilweise sehr nahe beieinander. So bin ich dann zurückgefahren und habe die weiteren geschichtsträchtigen Stätten besucht. Zuerst der Platz an dem der einzige General der US-Armee von Indianern getötet wurde. General Canby wurde am 1. April 1873 umgebracht. Dann ging es zu Captain Jack's Stronghold, eine Landschaft wie eine natürliche Festung, wo die Indianer der weit überlegenen Armee monatelang trotzten. Zum Schluss habe ich die Petroglyphs, alte Indianerzeichen an einem hohen Felsen, des scheinbar zu der Zeit noch eine Insel im Tule Lake war.

Zum Übernachten bin ich dann nochmals in den Klamath Falls KOA zurückgefahren. Morgen geht's dann nun definitiv weiter in Richtung Pazifik, voraussichtlich bis Grants Pass...

Mittwoch, 4. September 2019

 

Heute fahre ich nach Frühstück und Aufräumen weg, in Richtung Grants Pass. Zuerst geht es über ein paar Bergpässe, die bis etwa 1400 m hoch waren. Auf dieser Strecke habe ich als einzige wilde Tiere eine Rehdame mit Jungem gesehen. Dann komme ich auf den Freeway Nr. 5, welcher mich mit einem Zwischenhalt in Rogue River, um die orthodoxe Kirche St. Innocent of Irkutsk zu fotografieren. Dann ging es weiter nach Grants Pass. Da mir hier eigentlich überhaupt nichts von grösserem Interesse zu sein schien und auch keine Campgrounds angeschrieben waren, habe ich mein Navi nach Crescent City programmiert. So bin ich wieder über Berge, dieses Mal nur etwa bis 500 m hoch in Richtung Westen gefahren. Unterwegs habe ich bei dem Visitor Center der Oregon Caves angehalten, um zu sehen, was denn das sein solle. Grosse Tropfsteinhöhlen, aber etwa eine Stunde Fahrt. So habe ich beschlossen, diese eventuell ein nächstes Mal zu besuchen und bin bei schönstem Wetter bis Crescent City durchgefahren. Das heisst, mit einem obligaten Zwischenhalt an der Grenze von Kalifornien, wo Früchte, Gemüse und Brennholz kontrolliert werden. Da ich mein Feuerholz immer noch in einem Fach im Camper hatte, habe ich dies wahrheitsgemäss angegeben. Die Frage, wo ich das Holz gekauft hatte, habe ich mit - in a Shop, but I don't remember where! - beantwortet. So hatte ich etwas auf die Seite zu fahren und dort wurde dann das Holz, welches ich bereits in Ucluelet gekauft hatte, inspiziert. Da keine Käfer oder anderes festgestellt wurden, durfte ich dann weiterfahren und das Holz behalten.

In Crescent City erwartete mich pazifischer Hochnebel. Ohne grosse Sucherei habe ich dann auch meinen heutigen Campground, den Village Camper Inn R.V.Park, gefunden.

Donnerstag, 5. September 2019

 

Auch heute Morgen ist die Landschaft hier mit Hochnebel bedeckt. Zuerst mein Frühstück mit Speck und Ei mit mitgedämpften Cherry-Tomaten, dann das eigene Brot, mit Butter und Konfitüre und einen feinen Nespresso-Kaffee. Dann das obligate Abwaschen und etwas Aufräumen und dann kann's losgehen. Zuerst will ich in Crescent City ein paar Sachen anschauen. Das Battery Point Lighthouse, dann den Brother Jonathan Park und dann kann's weitergehen nach Süden. Beim Battery Point Lighthouse bin ich gerade rechtzeitig angekommen, um mich der Führung anzuschliessen. Das Lighthouse wurde im Jahr 1856 gebaut und in Betrieb genommen, nachdem im 1855 im Hafen von Crescent City die «America» versunken ist. Der Name Battery Point wurde gewählt, da von dem versunkenen Schiff drei Kanonen - ergeben eine Batterie - gerettet werden konnten. Das Leuchthaus hatte ursprünglich 4 Räume, einen Salon, das Ess- und Wohnzimmer und zwei Schlafzimmer. Es hatte weder Bad noch Küche. Die Küche befand sich in einem Schuppen ausserhalb des Hauses. Da dieser Schuppen später einmal bei einem Sturm abgebrannt ist, wobei der Brand durch die nächstfolgende Welle wieder gelöscht wurde, wurde eine Küche und ein Bad angebaut. (Wahrscheinlich erst nach 1900). Die Tour mit vielen Informationen führte zum Schluss auch hinauf zum Licht. Dort wurden wir informiert, dass das Licht, während 3,5 Sekunden brennt und dann 26,5 Sekunden aus ist. Die Seefahren wussten aufgrund dieses Intervalls, dass diese hier, das Crescent City Lighthouse war.

Nach diesen interessanten Ausführungen ging es zurück ans Festland. Das Leuchthaus befindet sich auf einer Insel, welche nur bei Ebbe (Low Tide) besucht werden kann. Wenn die Flut kommt, ist ein herüberkommen nur mit einem Boot möglich. Der Weg ist etwa 7 Fuss unter Wasser.

Danach besuchte ich den Brother Jonathan Park. Die Brother Jonathan war ein Raddampfer, welcher im Jahr 1855 von San Francisco nach Portland und weiter nach Victoria in British Columbia hätte fahren sollen. Am 30. Juli 1865 kollidierte dieser mit einem Felsen in der Nähe der Point St. George und versank mit 225 Personen und einer grösseren Menge an Gold. Nur 19 Personen überlebten die Katastrophe. Auch hier wurde kurz darauf ein Leuchtturm gebaut, das St. George Lighthouse.

Per Zufall in ich dann auch an das Del Norte County Museum gefahren und habe auch dieses besucht. Auch hier ein tolles Museum mit den Geschichten des Ortes, der Lighthouses und was mich besonders beeindruckt hat, die Geschichte des Tsunami vom 28. März 1964.

Diesem bin ich letztes Jahr in Alaska mehrmals begegnet. Anchorage, Seward und Valdez berichteten über das Erdbeben in Alaska und den darauffolgenden Tsunami.

Danach fuhr ich dann weiter in Richtung Eureka. Bei den Trees of Mystery habe ich den nächsten Halt eingelegt. Die Trees of Mystery ist ein Museum mit Ausstellung über viele Indianerstämme in ganz Amerika, dann ein Souvenir- und Gift-Shop der Superlative und als Höhepunkt einer Gondelbahn hinauf auf eine Krete, von wo aus man einen tollen Ausblick über die Redwood Wälder haben sollte. Heute leider sollte, da der Nebel die Aussicht versperrte. So bin ich dann anstatt mit der Gondel wieder hinunterzufahren, den Wilderness Trail hinuntergelaufen. Ein steiler, aber guter Weg hinunter zu der Talstation und den Parkplätzen. Während dem ganzen Abstieg bin ich keiner Menschenseele begegnet. Da nun bereits etwas vor vier Uhr nachmittags war, habe ich die Dame in Trees of Mystery nach einem Campground während der nächsten Meilen gefragt. Drei gebe es. Den Mystic Forest RV Park, den Anglers Cove Campground und den Kamp Klamath Campground. Beim Weiterfahren bin ich dann beim ersten, dem Mystic Forest CG fragen gegangen, ob noch etwas frei sei und habe einen schönen Platz mit allen notwendigen Services erhalten.

Freitag, 6. September 2019

 

Heute Morgen bin ich also von Klamath CA nach Eureka weitergefahren. Durch die Redwood-National- und State-Parks. Dabei habe ich auch den Newton B Drury Scenic Parkway gefahren. Dort hat es ein paar Trails gehabt, die ich allerdings ausgelassen habe. Da waren mir zu wenig Leute unterwegs, als dass ich alleine einen solchen Trail ablaufen wollte. Dann kam der Zwischenhalt bei dem Kuchel Visitor Center, wo ich ein

paar Informationen mitnahm. Das Beste hier war aber die Möglichkeit an den Strand zu gehen und ein wenig die Pazifik Wellen zu geniessen. In Eureka habe ich dann einen Stadtrundgang gemacht. Die Stadt hat mir sehr gut gefallen, ausser dass auch hier ziemlich viele «Homeless-People» herumhingen. Danach ging's ins Museum. Auch dieser Besuch war interessant. Da ich in Eureka keinen Campground fand, habe ich die Museumsdame nach einem solchen gefragt. Diese hat mir dann den Benbow KOA etwa 60 Meilen weiter südlich empfohlen. Dieser liege gerade gegenüber dem historischen Benbow Inn, einem schönen alten Hotel. So bin ich auch diese Strecke noch gefahren und habe hier einen anständigen Platz erhalten. Der Spaziergang zum historischen Benbow Inn am Abend hat sich gelohnt.

Samstag, 7. August 2019

 

Vom Benbow KOA fuhr ich heute über den Redwood Highway oder eben die 101

hinunter bis nach Willits. Dort wollte ich eigentlich das Mendocino County Museum besuchen, habe es aber nicht auf Anhieb gefunden und bin dann halt in Richtung Fort Bragg weitergefahren.

Der Entscheid, die 101 etwas weiter nach Süden zu fahren war gut. Die Strecke war einfacher zu fahren als der Highway 1, welcher sich in enorm vielen Kurven dem Pazifik entlang schlängelt. Diesen ersten Abschnitt des Pacific Highway No 1 bis Fort Bragg habe ich letztes Jahr bereits einmal gefahren. Bereits kurz nach dem Mittag bin ich dort eingetroffen und habe den bereits heute Morgen reservierten Campground gut gefunden. Ein sehr schöner grosser Platz, abgetrennt durch Büsche von den anderen Sites. Am Nachmittag habe ich beschlossen, noch etwas spazieren zu gehen und zu versuchen ans Meer hinunterzukommen. Zuerst bin ich aber an das Sea Glass Museum und das African Wildlife Museum geraten. Diese Beiden werden durch zwei ältere Herren geführt und sind eher Verkaufsshops als Museen. Trotzdem war es interessant die beiden Museen zu besuchen und den beiden Herren zuzuhören. Dann wurde mir die Botanical Gardens empfohlen. Leider waren diese wegen eines Wein-Events geschlossen. Vielleicht Morgen? So bin ich dann halt in Richtung Meer spaziert. Das Meer habe ich zwar gesehen, einen Zugang zur Küste gab es aber nicht.

Dieser ist durch Privatgrundstücke versperrt. Trotzdem konnte ich ein paar sehr schöne Fotos aufs Meer hinaus machen. Nachdem ich nach meinem Einkauf heute Mittag die gekauften Eier nicht richtig versorgt hatte, musste ich heute Abend die drei beim Herumfliegen beschädigten Eier verbrauchen. So hat es zum Nachtessen eine Omelette mit Schinken und Champignons gegeben. Hat vorzüglich geschmeckt.

Sonntag, 8. September 2019

 

Gestern wurde mir von zwei Seiten die Glass Beach als etwas Besonderes empfohlen. So habe ich mich heute morgen aufgemacht, um diese Glass Beach zu besuchen. Ein schöner Küstenabschnitt, für mich aber nicht mehr. Dann ging's in die Botanical Gardens. Auch hier wieder üppige Blumenpracht. Besonders gut gefallen hat mir der Dahliengarten. Von hier aus bin ich dann nach Mendocino weitergefahren. Mendocino klingt mir immer noch von einem alten Schlager in den Ohren. Es ist ein speziell schönes Dorf auf den Klippen am Pazifik. Dort habe ich zuerst das Kelley House Museum, mit alten Möbeln und etwas zur Seefahrt und dann das Ford House, wo die Visitor Information und ein kleines Museum über den Ort untergebracht sind.

Kurz nach Mittag habe ich auch das gesehen und bin dann nach dem Point Arena Lighthouse gefahren. Im letzten Jahr lag dort dichter Nebel. Heute Sonnenschein pur. So habe ich diesen Leuchtturm bei einem ganz anderen Licht sehen und fotografieren können. Auch die Aussicht aufs Meer und die Küste sind natürlich bei solchem Wetter einiges eindrücklicher. Zudem konnte ich heute auf den Leuchtturm hinaufsteigen. 155 Stufen. Von hier oben scheint alles noch einmal mehr Eindruck zu machen. Beim Zurückgehen zum Auto sind mir dann zwei Leute aufgefallen, die auf einen Felsen im Meer hinaussahen. Als ich dann genauer hinschaute, habe ich sie auch gesehen. Eine ganze Kolonie von Seelöwen hat dort ihre Mittagruhe verbracht. Und nur wenig weiter in Richtung Highway sind nochmals eine ganze Gruppe von Seelöwen auf einem anderen Felsen zu sehen gewesen.

Danach ging es ohne Halt weiter über die California Nr. 1 hinunter bis zum Salt Point State Park. Da ich hier das Gefühl hatte, genug gefahren zu sein, habe ich mir einen schönen Campground ausgesucht und bin diesen registrieren gegangen. Alles Bestens - ausser, dass die Hausbatterie scheinbar nicht mehr so richtig aufgeladen wird. Hoffe, dass es reicht bis am Morgen.

Montag, 9. September 2019

 

Es hat gereicht. Alles funktioniert noch. So bin ich dann nach dem Morgenessen zuerst zum Fort Ross gefahren. Ein durch die Russen gebautes Fort. Glücklicherweise haben diese aber den Schutz nicht gebraucht. Die hier lebenden Indianer haben gute Kontakte zu den Russen gehabe und mit ihnen zusammengearbeitet, bzw. für diese gearbeitet. Die im Fort stehenden Kanonen sind nur für die Begrüssung der Gäste benutzt worden. Das Fort besteht aus einer Palisadenwand mit zwei Wachttürmen, eine Kapelle, drei Häuser für Wohnen und Arbeiten sowie einem grossen Lagerhaus. Alles ist gut erhalten bzw. restauriert. Dann bin ich zu den Klippen hinunter spaziert. Dort genoss ich den herrlichen Ausblick auf das Meer und die Küste. Sogar einen Seelöwen habe ich von weitem sehen können. Weitere Seelöwen habe ich zwar gehört, aber die waren zu weit weg, um sie zu sehen. Auf dem Rückweg habe ich noch die Windmühle bewundern können. Diese ist sogar drehbar...

Das Visitor Center hat viele Informationen über die Russen in Kalifornien und die hier

lebenden Indianer ausgestellt.

Von hier aus ging's dann weiter über die Pacific 1, eine Kurve nach der anderen. In Jenner bin ich froh gewesen, von diesem Abzweigen zu können und die dem Russian River folgende Strasse zu fahren. Zuletzt bin ich noch einmal über Berge gefahren, wo der Petrified Forest Nr. 3 (nach dem Nationalpark in Arizona und dem State Park bei Escalante in Utah) gewartet hat. Dieser ist aufgrund eines Vulkanausbruchs beim Mount St. Helena vor ein paar Millionen Jahren zustande gekommen. Auch hier war es interessant, die versteinerten Bäume zu sehen. Einzig, dass hier alles in grau- und schwarz Tönen war und nicht farbig wie bei den vorherigen Versteinerungen.

Zuletzt bin ich nach Calistoga gefahren und habe den Campground vom letzten Jahr gesucht. Leider war nicht mehr die aufgestellte, freundliche junge Dame im Office, sondern ein einigermassen freundlicher Herr. Diesem werde ich aber keine Schweizer Schokolade bringen, wie letztes Jahr der jungen Dame ;-)

Dienstag, 10. September 2019

 

Heute ist Ruhetag in Calistoga. Am Morgen besuche ich kurz die Downtown für einen kleinen Einkauf. Dann werden wieder einmal meine Brötli gebacken. Nun sollte es reichen, bis Stephanie kommt. Wahrscheinlich werde ich an ihrem Ankunftstag frisches Brot backen. Ich habe vorgesehen bereits am 18. September in San Francisco einzuchecken und dann auch dort noch einen Ruhetag zu geniessen, bevor die gemeinsame Reise beginnt.

Nach dem Mittag habe ich mich entschlossen, den Old Faithfull of California, den Geysir zu besuchen. So bin ich zu Fuss die etwas mehr als zwei Kilometer gelaufen. Als ich dort ankomme, hat mir die Dame an der Kasse verkündet, dass ich etwa eine Stunde warten müsse, erst dann werde die Eruption stattfinden. Ich war völlig überrascht. Letztes Jahr hat der Geysir etwa alle 15 Minuten für ein paar Minuten Wasser gespeit. Dieses Jahr aber ist alles ganz anders. Nachdem ich etwa 50 Minuten gewartet habe, hat ein richtiges Feuerwerk begonnen. Zuerst etwas stotternd, dann eine ganze Weile einen regelmässigen starken etwa vier Meter hohen Strahl. Das Ganze hat dann eine gute drei viertel Stunde gedauert. Gegen Ende des Schauspiels hat dann das auf und ab, wie gewohnt wieder begonnen. Ich habe mich gefragt, ob die ganze Veränderung wohl natürlich oder von Menschenhand gemacht worden ist. Eine Dame, der ich diese Frage stellte, hat dann bei der Kassenfrau gefragt und mir dann berichtet, dass es ein natürliches Phänomen sei. Es würde mit der Bewegung im Erdinnern zusammenhängen. Die längeren Abstände und die lange Eruption könnten auf eine Erdbebentätigkeit hinweisen. (???)

So ist der ganze Nachmittag wie im Fluge vergangen und als ich zurück bei meinem Chalet war, war es Zeit für das Nachtessen, welches aus Poulet-Minifilets mit einer feinen Rahmsauce, Teigwaren und Salat bestand.

Mittwoch, 11. September 2019

 

Heute geht es nach Sacramento, der Hauptstadt Kaliforniens. Gestern habe ich auf der Karte das Castello di Amorosa entdeckt. Also ein erster Zwischenhalt. Das Castello sieht aus wie. eine Mittelalterliche Festung in Europa. Es wurde im 19. Jahrhundert mit Steinen aus Italien und Österreich gebaut. Der Eintrittspreis hier war mit 30 Dollar schon ziemlich hoch und dann konnte nur ein kleiner Teil des Schlosses ohne Führung besichtigt werden. Schade, die Anlage hat mir sehr gut gefallen. Sie liegt in einer sehr schönen Gegend inmitten von Rebbergen.
Etwas enttäuscht bin ich dann in Richtung Nappa weitergefahren. Eigentlich wollte ich auch die Weingüter der Beringer und der Mondavi besichtigen. Leider hat mein Navi versagt und mich zu einem State Park geführt, welchen ich gar nicht sehen wollte. So habe ich die beiden Weingüter verpasst und bin dann halt direkt weitergefahren bis Sacramento. Je näher ich der Stadt kam, wie dichter wurde wieder einmal der Verkehr. Auch hier mehrspurige Autobahnen. Glücklicherweise habe ich den von mir anvisierten Campground, den Cal Expo RV Park, in der Nähe der Ausstellungsgelände recht gut gefunden. Eigentlich wollte ich am Nachmittag wieder einmal meine Wäsche erledigen. Da aber die Laundry hier nur klein war
und ein freundlicher Herr mir beschied, dass er noch mehrere Maschinen voll habe, habe ich darauf verzichtet und den Nachmittag bei schönstem und sehr warmem Wetter als Ruhetag genossen.

Donnerstag, 12. September 2019

Der heutige Tag ist für Sacramento, der Hauptstadt von Kalifornien reserviert. Ich will das State Capitol und die Museen der Stadt anschauen gehen und dann auch Old Sacramento und die Downtown sehen. So bin ich dann mit dem Uber-Taxi die etwa sechs Kilometer zum State Capitol gefahren. Dort habe ich zum ersten Mal in einem State Capitol in Amerika meine Taschen leeren und durch eine Röntgenschleuse gehen müssen. Das Gebäude hat mir dann aber sehr gut gefallen. Was mir hier nicht gefallen hat, sind die vielen Leute, die hier in geführten Gruppen durch das Capitol geschleust wurden. Glücklicherweise war es aber auch möglich, selber die drei Etagen des Gebäudes zu besuchen.
Nach dem Capitol bin ich etwas durch die Downtown spaziert, bis ich bei der I-Street
angekommen bin. An dieser sind die Museen und diese führt zu Old Sacramento. So bin ich dann nach einem schönen Spaziergang zuerst bei der Amtrak Station dem Bahnhof mit Zügen und Bussen in alle Richtungen. Dann bin ich an das California State Railroad Museum gelaufen und dieses dann auch anschauen gegangen. Eine eindrückliche Sammlung von alten Dampflokomotiven und Wagons aus früheren Zeiten. Unter anderen sind ein Schlafwagen und ein Speisewagen ausgestellt, in dem Speisewagen werden die Services der verschiedenen Amerikanischen Eisenbahngesellschaften gezeigt. Im oberen Stockwerk befindet sich dann noch eine Modelleisenbahnanlage, die auch mehr als sehenswert war.
Danach bin ich weiter zum Sacramento Historical Museum gegangen. Dieses hat mich trotz schönen Ausstellungen nicht gleich überzeugt, wie frühere Museen, welche viel mehr Geschichten erzählten. Diese fehlten mir hier.
Der Spaziergang entlang des Sacramento River zur Tower Bridge bei schönstem, ziemlich warmem Wetter war toll. Weiter ging es dann durch Old Sacramento zurück zur Station der Amtrak, wo ich wiederum meinen Uber-Fahrer bestellt habe, welcher mich zum Campground zurückbrachte. Den Rest des Nachmittages habe ich mit Wäsche waschen und etwas ausruhen verbracht.
Dank dem Gespräch mit meinem Uber Fahrer, weiss ich nun, dass ich zuerst Reno und dannn Carson City und später den Lake Tahoe besuchen werde.

Freitag, 13. September 2019

Nun, so bin ich denn heute Morgen von Sacramento weggefahren. Den ganzen Weg konnte ich auf der Interstate 80 bleiben. Ein Freeway auf welchem bis 65 mph gefahren werden darf, das heisst etwas über 100 kmh. Auf dem Donner Sumit auf 7227 Fuss Höhe, habe ich das erste Mal angehalten. Auf diesem Berg scheint im Winter ein bedeutendes Skigebiet zu sein. Dann ging's wieder hinunter bis nach Reno. Eine kleine Stadt mit den Spielcasinos wie in Las Vegas. Reno ist aber kleiner, viel ruhiger und weniger verrückt als Las Vegas.
Zuerst bin ich in das Terry Lee Wells Nevada Discovery Museum gegangen. Da ich nicht wusste, was mich dort erwartete, habe ich die Dame an der Kasse gefragt, was hier den geboten werde. Sie hat mir einen kleinen Prospekt gegeben und ich habe den Eintritt bezahlt. Interessiert hat mich vor allem die Nevada History. Dann habe ich angefangen, das Museum zu erkunden. Bei der Nevada History habe ich einige gute Ausstellungsstücke und eine gute Beschreibung der Behausungen der Indianer gefunden. Dann habe ich gemerkt, dass es sich um eine Art interaktives Museum handelt. Es durfte gespielt werden. Unter anderem war auch ein Modell des Trukee River, bei welchem mit Schleusen und Booten gespielt werden konnte. Das Ganze hat mir schlussendlich recht gut gefallen.
Danach habe ich der Downtown von Reno einen Besuch abgestattet. In die Spielhöllen bin ich zwar hineingegangen, habe aber auch hier nicht gespielt. Einerseits, weil ich nicht weiss, wie diese Maschinen zu bedienen wären, andererseits auch weil das alleine Spielen nicht richtig Spass gemacht hätte.
Danach ging's auf die Suche nach einem Campground. Nach drei erfolglosen Versuchen habe ich beim Sparks Marina RV Park trotz «Campground full» gefragt, ob noch etwas zu haben wäre - und siehe da, ich habe meinen Platz erhalten. Ein sehr gepflegter Campground mit Betonplatz für den Camper und Kunstrasenplätzen für die Picknicktische und die Aufenthaltsbereiche.
Als ich am Abend schnell meinen Küder entsorgen wollte, haben mich meine Nachbarn, ein amerikanisches Ehepaar, angesprochen. Und dann wurde geplaudert. Über meine Reise, dann auch über meine Erfahrungen in Amerika mit den Amerikanern. Aber auch sie habe mir von ihren Erlebnissen in Frankreich und in Italien berichtet. Interessante sympathische Leute.


Samstag, 14. September 2019

Nach dem Frühstück und dem Aufräumen und Abwaschen musste ich heute zuerst zum nächsten Walmart fahren, um meine Vorräte wieder zu ergänzen. Ich hatte keine Yoghurts mehr, mir fehlte der Speck und der Schinken, die Eier, die Früchte und der Salat. So bin ich erst etwa um elf Uhr von Sparks, einem Vorort von Reno weggefahren und habe kurvenreiche Strecke hinauf nach Virginia City in Angriff genommen. Eine Fahrstrecke von etwas mehr als einer halben Stunde, auf einer angenehm breiten Strasse führte mich hinauf zum Geiger Summit, auf etwas über 2000 Meter. Dann hinunter nach Virginia City, wo ich zuerst das Comstock History Center anschauen ging. Die Ausstellung bestand aus einer alten Dampflokomotive und ein paar weiteren Gegenständen darum herum. Dann besuchte ich die Kirche St. Mary, welche am Weg zum Dorfzentrum lag. Eine schöne Kirche aus dem Jahr 1868, welche aber im Jahr 1875 brannte und im 1876 in ihrer jetzigen Form aufgebaut wurde.
Im Dorfzentrum ist wieder einmal sehr vieles für die Touristen «auf alt» gemacht. Viele Souvenirläden, dann die Saloons mit stilgerecht gekleideten «antiken» Westernhelden. Das Museum «Way it was», hat mir recht gut gefallen. Leider sind die Videos, welche gezeigt wurden, eher etwas älteren Datums und die Sprecher waren sehr schlecht zu verstehen.
Nach dem Dorfrundgang ging es dann weiter nach Carson City, der Hauptstadt des Staates Nevada. Da ich direkt an das Nevada State Museum gefahren bin, habe ich diese auch noch besichtigt. Besonders gefallen hat mir hier der Untergrund. Im Untergeschoss des Museums wurde eine ganze Silbermine eingerichtet.
Nach all diesen Eindrücken hatte ich für heute genug gesehen und war froh, dass ich heute im ersten Campground dem Camp n Town meinen Platz erhalten habe.

Sonntag, 15. September 2019

Heute morgen will ich das Nevada State Capitol sehen. Da ich weiss, dass hier alle etwas später öffnet, bin ich erst etwa um halb elf weggefahren. Beim State Capitol waren dann aber alle Türen verschlossen, so dass ich nur von aussen meine Fotos machen konnte. Dann bin ich zum Nevada State Railway Museum gefahren. Dort habe ich dann im ersten Gebäude ein paar Eisenbahnwagen und zwei Dampfloks bewundern können. Dann zum zweiten Gebäude, wo noch eine weitere Dampflokomotive wartete. Vor dieser Halle war dann aber das Spezielle, noch nie gesehene. Ein Triebwagen mit der Form eines Keils. Vorne spitz, hinten rund.
Dann bin ich nach Lake Tahoe weitergefahren. Eine Bergfahrt auf über 2000 Meter Höhe. Der Lake Tahoe liegt dann etwa auf 1800 müM. Beim Lake Campground, welchen ich als erstes ausgewählt habe, war aber nichts, wegen Umbau geschlossen. So musste ich mir einen neuen Platz aussuchen und bin zum Nevada Beach Campground gefahren. Dort war zwar angeschrieben «Campground full», aber als ich kehren wollte hat mir eine nette Dame erklärt, doch sie hätten noch Plätze frei. So habe ich hier einen schönen Platz im Wald, nur wenig vom Seeufer entfernt erhalten.
Den Nachmittag habe ich für zwei Spaziergänge an den See genutzt. Beim ersten Mal war das Wetter ziemlich bedeckt, so dass ich nur wenig fotografieren mochte. Dann nach einer etwa einstündigen (Nach-)Mittagspause hat es aufgeklart und so bin ich noch einmal an den See hinunter gegangen. Es war zwar sehr windig und daher eher kühl, aber mit der Sonne gut auszuhalten.


Montag, 16. September 2019

Nach einer kühlen Nacht auf über 1800 Meter wurde heute morgen als erstes geheizt. Dann konnte/wollte ich erst aufstehen. Da das Wetter nicht sehr sonnig war, entschloss ich mich wieder hinunter nach Sacramento zu fahren. Zuerst hat sich das Wetter zwar etwas gebessert, dann in den Bergen der Sierra Nevada hat es zu regnen begonnen und ich bin durch recht dichten Nebel gefahren. Nach etwas mehr als einer Stunde und bereits in der Nähe von Sacramento war dann wie abgeschnitten wieder schönes Wetter. So bin ich dann am Nachmittag nochmals mit Uber in die Stadt gefahren und habe das Fort Sutter besucht.
Das Fort wurde von Johann August Sutter, einem vor seinen Schulden davongelaufenen Schweizer gebaut und während einiger Zeit betrieben. Sutter ist auch als General Sutter in die Annalen der Geschichte eingegangen. Er war Grossgrundbesitzer und Gründer von Nueva Helvetia. Nachdem auf seinem Land im Jahr 1848 Gold gefunden wurde, ging es mit ihm bergab und er verstarb völlig verarmt in Washington D.C. im Jahre 1880.
Danach bin ich das gerade gegenüber liegende State Indian Museum besuchen gegangen. Leider war dort das Fotografieren verboten, so konnte ich unter anderem die kunstvoll geflochtenen Körbe nicht «mitnehmen». Weiter ging es dann zu Fuss nach Downtown, wo ich nochmals ein paar Bilder des State Capitols machte. Zum Abschluss meines Sacramento Besuches bin ich dann im «ll Fornaio» italienisch essen gegangen. Hier echt und sehr gut.
Auf dem Rückweg hat mich dann ein Mann aus Persien gefahren, welcher mir sagte: «l don't speak English». So verlief die Fahrt dann ohne Gespräche, aber trotzdem nicht ganz ruhig...

Dienstag, 17. September 2019

Heute will ich etwas näher zu San Francisco fahren. Nach ein paar Telefonaten hat es in Manteca im French Camp RV Park geklappt. Dort habe ich meinen Platz erhalten. So bin ich dann über den Freeway 99 dort hinuntergefahren. Der mir im French Camp RV Park zugewiesene Platz 117 war dann aber bereits belegt. So habe ich nochmals Kontakt aufgenommen und wurde auf die Nummer 178 umgebucht. Nach einem ausgedehnten Spaziergang zu den Delicato Family Vineyards und zurück, habe ich den Rest des Nachmittags hier genossen.

Mittwoch, 18. September 2019

Nach einem späten Morgenessen bin ich heute nach San Francisco gefahren. Die Fahrt über die Freeway's war weniger schlimm als ich vorgestellt hatte. Einfach in die Kolonne fahren und dann mittreiben lassen. Damit ich nicht vor dem Mittag im Tresor Island RV Park einfahren wollte, bin ich unterwegs noch einen kleinen Einkauf machen gegangen. Dann bin ich zum Campground gefahren und habe mich dort eingerichtet. Am Nachmittag wurde Wäsche gewaschen und das Bett für Stephanie vorbereitet.

Donnerstag, 19. September 2019

Heute ist Back-, Putz- und Aufräumtag. Nach dem Brötli backen, Staubsaugen und Boden aufwaschen. Dann geht es darum, Platz für die Sachen von meiner Tochter zu schaffen. So habe ich meine gesammelten Schätze einmal zusammengelegt. Ich bin ziemlich erstaunt gewesen, wie viele Sachen auf meinen beiden Reisen bis heute gesammelt habe. Ich werde in der nächsten Zeit einmal einen wesentlichen Teil dieser Sammlung der Natur zurückgeben.
Am Nachmittag um etwa drei Uhr bin ich dann mit einem Uber Taxi an den Flughafen gefahren, um Stephanie abzuholen. Nachdem ich etwa eine Stunde gewartet hatte und dachte, dass sie kurzum kommen werde, hat sie mir geschrieben, dass sie immer noch im Flugzeug sitze und warte, dass dieses an das Gate andocken könne. So wurde halt nochmals gewartet. In der Zwischenzeit habe ich einen Herrn mit YB-Libli angesprochen und gefragt, ob der den aus der Schweiz sei. Ja, ursprünglich aus der Schweiz, aber jetzt wohne er hier.
Wir haben dann zusammen geplaudert und festgestellt, dass auch er auf Leute aus der Schweiz warte und dass sie dann zusammen mit dem Camper reisen werden. Sogar einen gemeinsamen Etappenort werden wir haben, den Mono Lake. Ob wir dann am gleichen Tag dort campieren werden, werden wir dann sehen.
So ist die restliche Wartezeit recht schnell vorbei gegangen und dann ist Stephanie da gewesen und hat sich umgeschaut. Dann wieder zum Uber und zurück zum Chalet, wo wir ein kleines Nachtessen genossen. Für Stephanie geht nun ein fast 24 Stunden Tag zu Ende.

Freitag, 20. September 2019

Heute Morgen gab es früh Tagwache. Stephanie ist noch nicht ganz angekommen und ist daher bereits sehr früh wach gewesen. Sie hat dann das Frühstück vorbereitet und so bin auch ich für meine Verhältnisse früh aufgestanden. Dank dem konnten wir dann auch früh unsere erste Strecke in Angriff nehmen. Wir haben gestern beschlossen Salinas auszulassen und direkt in Richtung Sequoia National Park zu fahren. Im Campingführer für Kalifornien haben wir zwei gute Campingplätze herausgefunden. Den Lakeridge Campground in Sanger bzw. am Pine Flat Lake oder der Campground in Three Rivers. Da wir von Three Rivers her nicht mit unserem Vehikel in den Sequoia hineinfahren dürfen (zu lang), sind wir zum Lakeridge Campground gefahren. Dieser liegt in der Nähe eines schönen Stausees, eben des Pine Flat Lake. Nach dem Einrichten sind wir dann noch zum See hinunterspaziert. Auf dem uns abgegebenen Blatt mit den Guidelines steht unter anderem auch «Please be aware that rattlesnakes are common in our area». Trotzdem der junge Herr vom Office uns versichert hat, dass die Saison hier für die Klapperschlangen bereits beendet sei, bin ich sehr vorsichtig gewesen. Aber es waren wirklich keine da. Dann haben wir noch etwas unseren morgigen Tag geplant und etwas feines zum
Nachtessen auf den Grill gelegt.

Samstag, 21. September 2019

Auch heute ist recht früh Tagwache. So können wir auch heute recht früh vom Lakeridge Campground am Pine Flat Lake wegfahren. Nach etwa zwei Stunden Fahrt sind wir beim Lodgepole Visitor Center eingetroffen. Schlau machen, was zu besichtigen ist und dann einen Rundgang durch den Store und der Besuch beim Campground Kiosk, um zu fragen wo ein Campground frei sein würde. Der freundliche Herr im Kiosk hat mir dann gesagt, dass sie hier im Lodgepole Campground noch die Nummer 22 frei hätten. So wurde dieser reserviert und
bezahlt und dann konnten wir ohne den Druck, noch einen Platz für die Nacht finden zu müssen unser Besichtigungsprogramm starten. Zuerst sind wir zum Giant Forest Museum gefahren und fanden dort auch sofort einen Parkplatz. Dann haben wir den Big Tree Trail abgelaufen und uns an den riesigen Sequoia Bäumen erfreut. Unterwegs haben wir sogar noch einen Bären gesehen und auch fotografieren können. Interessant war auch, dass in der Wiese, wo es weniger trocken war, keine Sequoia Bäume wachsen. Danach sind wir bis zum Sunset Rock hinauf gewandert. Ein Felsen, von welchem aus wir die Aussicht in Richtung Westen geniessen konnten. Diese wurde nur ein wenig durch den Dunst getrübt.
Das Giant Forest Museum hat uns einige interessante Fakten über die Bäume allgemein und über die Sequoias im Besonderen mitgegeben.
Auf dem Rückweg haben wir einen Besuch beim General Sherman Tree, dem mächtigsten Baum gemacht. Dieser ist zwar nicht der höchste, aber der Baum mit der grössten Masse. Er soll, gemäss einem dort anwesenden Reiseleiter, welcher viele Facts an seine Reisegruppe weitergegeben hat, über 2 Millionen Pfund schwer sein. Aber auch andere Riesenbäume in dieser Gegend waren einen Besuch und einige Fotos wert.
Schlussendlich sind wir zu unserem Campingplatz zurückgefahren und haben dort den Rest des Abends mit einem feinen Nachtessen und der Planung der nächsten Tage genossen.


Sonntag, 22. September 2019

Bereits am Morgen um etwa acht Uhr sind wir vom Lodgepole Campground im Sequoia Nationalpark weggefahren. Nachdem wir gestern viele grosse Bäume gesehen haben, entschlossen wir uns, den Kings Canyon, wo es wieder viele grosse Bäume hätte und wir hinein und auf der gleichen Strecke wieder hinausfahren hätten müssen, auszulassen. So sind wir durch die Berge zuerst nach Sanger, wo wir in der Nähe einen Fruit Stand gefunden haben und uns mit Pfirsich, Pflaumen und Tomaten eingedeckt haben. Danach ging's zuerst über einen bequem zu fahrenden Highway, dann wieder auf eine ziemlich schmale Bergstrasse, auf welcher wir glücklicherweise fast alles auf der Bergseite fahren konnten.
Danach sind wir beim Bass Lake Campground nach einem Stellplatz fragen gegangen. Und wiederum hatten wir Glück und konnten uns einrichten. Alles vorhanden, Wasser, Strom, Abwasseranschluss und sogar ein WiFi, welches man einigermassen brauchen konnte.
Danach wollten wir den Bass Lake sehen. Leider ist auch hier fast alle überbaut und so ist der Zugang zum See in der Nähe des Campgrounds nicht möglich. So sind wir zurück zum Chalet gegangen und haben den Rest des Nachmittages im Schatten genossen.
Glücklicherweise konnten wir telefonisch auch unseren Campground für morgen im
Yosemite National Park den Upper Pines reservieren. So können wir zuerst zum Glacier Point hinauffahren und stehen nicht unter Druck etwas finden zu müssen.


Montag, 23. September 2019

Heute Morgen war zuerst das Auffüllen des Propane Tanks angesagt. Da wir heute Abend keinen Strom und Wasser haben werden, sind wir auf genügend Gas angewiesen. Danach ging es los hinauf in den Yosemite Nationalpark. Zuerst sind wir die etwas engere Strasse hinauf zum Glacier Point gefahren. Von dort aus haben wir die prächtige Aussicht auf das Yosemite Valley und die es umgebenden Berge genossen. Auch auf die Yosemite Falls haben wir schauen können. Leider sind die zurzeit völlig ausgetrocknet, so dass sich deren Besuch weder heute noch morgen lohnen wird. Dagegen sind die beiden Wasserfälle auf der Ostseite der Nevada Fall und der Vernal Fall bereits von hier aus interessant.
Nachdem wir uns sattgesehen hatten, sind wir in Richtung Yosemite Valley gefahren. Zuerst haben wir an einem Vista Point über dem Tal angehalten und dann beim Tunnel View Point, wo wir aber keinen Parkplatz fanden und so ist Stephanie alleine die Fotos machen gegangen, während ich versuchte, auf dem Platz einen Kreis zu fahren. Als wir dann im Upper Pines Campground eingetroffen sind, hat uns die nette Dame am Kiosk erklärt, dass unsere Reservation erst für Morgen wäre. Also mussten wir zum Reservationsbüro, welches uns aber keinen Platz zuweisen konnte. Dafür hatte Sie einen guten Tipp, mit dem Indian Flat RV Park, welcher sich nicht zu weit ausserhalb des Parks in Richtung Merced befindet. Als wir dort angekommen sind, hat uns der Office Mann mitgeteilt, dass er gerade noch einen Platz zur Verfügung hätte. Und wir haben diesen Platz erhalten, mit allem, was es braucht. Mit Planen der nächsten beiden Tage und mit Brötli backen, haben wir uns den restlichen
Nachmittag vertrieben.


Dienstag, 24. September 2019

Auch heute morgen hat es recht früh Tagwache gegeben. So sind wir nach dem Morgenessen bereits etwa um acht Uhr bei Indian Flat RV Park abgefahren. Den ersten Halt haben wir beim Bridal Veil Fall eingelegt. Der Spaziergang zum Fall war kurz und unspektakulär. Aber der Wasserfall war trotz etwas wenig Wasser beeindruckend. Dann ging es zum Curry Village, wo ein grosser Parkplatz angelegt worden ist. Leider waren auch heute Morgen die RV Plätze bereits alle besetzt, so dass wir uns dort einen anderen Platz suchten.
Glücklicherweise hat es einige Plätze, wo keine grossen Steine dazwischen sind, so dass wir dort über zwei Plätze parkieren konnten. Dann fuhren wir mit dem Shuttle Bus zum Halt, wo der Wanderweg zum Vernal Fall hochgeht. Gemäss Infos soll der weg etwas über zwei Kilometer lang sein. Also sind wir dort hochgestiegen. Zuerst kommt die Brücke über den Merced River, dann ging es den Hang hinauf und zuoberst sind etwa dreihundert Meter Treppen zu erklimmen. Dafür steht man dann am oberen Rand des Wasserfalls. Da ich nicht wieder diese Treppen hinuntersteigen wollte, sind wir den Rückweg über den längeren Winter Trail gegangen. Doch anstatt hinunter, ging es da nochmals etwas über einhundert Höhenmeter hinauf. Aber dann ging es in Switch-backs, also einen Zickzack-Weg hinunter.
Unterwegs haben wir immer wieder die Ground Squirells und die Chickarees, etwas wie Eichhörnchen beobachten können.
Unten angekommen hat uns dann der Yosemite Shuttle wieder zum Camper zurück und dann ins Visitors Center gebracht, wo wir die beiden Yosemite Filme anschauten. Wieder zurück mit dem Shuttle über alle Stationen, so dass wir etwa vierzig Minuten im Park herumgeführt worden sind.
Dann ging's zum Upper Pines Campground, wo wir heute unsere Reservation hatten und einen recht angenehmen Platz beziehen konnten.

Mittwoch, 25. September 2019

Heute wollen wir über den Tioga Pass hinüber zum Mono Lake fahren. Also haben wir auch heute bereits etwa um halb neun Uhr unsere Sachen gepackt und sind losgefahren. Zuerst ging es wieder einmal durch viel Wald hinauf zum Olmsted Point, von wo aus wir noch einmal die Aussicht auf den Half Dome, die anderen Berge und dann den Tenaya Lake genossen. Beim Tenaya Lake gab's den zweiten Halt und auch hier noch ein paar schöne Fotos zu schiessen. Dann ging es hinauf auf den fast dreitausend Meter hohen Tioga Pass, wo man leider nicht anhalten konnte. So ging es wieder auf der anderen Seite hinunter, bis wir bei Lee Vining, den Mono Lake und die Ebenen darum herum überblicken konnten. Da wir noch nicht im Campground einchecken konnten haben wir zuerst einen kleinen Einkauf im Mono Market gemacht und sind dann zu der South Tuffa Area gefahren, wo wir die skurrilen Kalksteingebilde bewunderten und fotografierten. Im und um den Mono Lake, welcher versalzen ist, leben trotzdem verschiedene Tiere. Wir haben verschiedene Vögel, eine Unmenge Fliegen und auch die kleinen Pikas gesehen. In der Ebene um den See herum war es auch sehr heiss, so dass wir froh waren, wieder in den etwas kühleren Camper einzusteigen. Dann einchecken und den Rest des Nachmittages mit einem feinen Glas Stella Rosa Green Apple Wein geniessen.

Donnerstag, 26. September 2019

Heute bin ich schon eine Woche mit Stephanie zusammen unterwegs und wir haben schon einiges gesehen. Der heutige Tag ist einer, an dem wir eine grössere Strecke vom Mono Lake bis zum Death Valley hinter uns bringen wollen. Auch heute geht's bereits um etwa acht Uhr los. Auf einem vierspurigen Highway fahren wir in Richtung Süden, zwischen der Sierra Nevada auf der Westseite und verschiedenen Ranges und Mountains auf der Ostseite des breiten Tales.
In Bishop haben wir unsere Lebensmittelvorräte wieder ergänzt und sind dann bis Lone Pine, bei der Abzweigung der Strasse ins Death Valley gefahren. Dort haben wir eine Gruppe von Harley Davidson Fahrern getroffen, die wie es sich herausstellte aus Deutschland und der Schweiz waren. Nach einem kurzen Austausch und ein paar Fotos ging es dann weiter. Bei dem Father Crowley Vistapoint war unser letzter Zwischenhalt vor dem Campground in Stovepipe Wells, wo wir einen Full Service Platz erhielten. Hier ist dies aber auch sehr angenehm, kletterten doch die Temperaturen am Nachmittag immerhin auf über 38 Grad am Schatten hoch. Den Rest des Nachmittages haben wir dann am und im Swimming Pool verbracht.

Freitag, 27. September 2019


Von Stovepipe Wells sind wir heute morgen zuerst zu den Mesquite Flat Sand Dunes gefahren. Dort hat uns der Hinweis auf die Sidewinder Rattle Snake einigen Eindruck gemacht. Wir haben unseren Besuch aber ohne dieses Biest beenden können, da diese scheinbar vor allem nachts aktiv sind. Von hier aus ging es zuerst zum Furnace Creek Visitor Center, wo wir die notwendigen Infos holten. Danach fuhren wir zum Zabriskie Point, wo wir die Aussicht auf die Felsentürme und das Death Valley genossen. Dort haben wir auch einen Santa Barbara Airbus wieder getroffen, welchen wir zuerst im Sequoia Nationalpark gesehen haben, und der uns dann im Yosemite Nationalpark und zuletzt auf dem Weg über den Tioga Pass zum Mono Lake aufgefallen ist. Bei der kurzen Wanderung zum höchsten Punkt, von wo aus man die beste Aussicht auf das Tal hat, stellte ich fest, dass die Beleuchtung heute morgen besser war als vor fast einem halben Jahr bei meinem ersten Besuch am Nachmittag.
Von hier aus ging es dann weiter zum Artist Drive und zur Artist Palette. Eine Stelle, wo die Felsen die verschiedensten Farben aufweisen, von rötlich, bräunlich, gelb, dann grün und smaragdgrün bis zu bläulich. Nach dieser Rundfahrt wollten wir dann das Badwater Basin, welches sich 282 Fuss oder 86 Meter und dem Meeresspiegel befindet sehen. Dort angehalten und dann an der Sonne zu dem Salzsee hinausgelaufen. Und dies bei mehr als 35 Grad am Schatten. Ich habe das ganze Jahr noch nie so heiss gehabt. Von hier aus ging es dann direkt und ohne grösseren Halt direkt zu unserem heutigen Campground, dem Wine Ridge RV Resort & Cotages, in Pahrump. Auch hier gibt es einen Pool, an welchem wir einen schönen Teil des Spätmachmittages verbrachten.

Samstag, 28. September 2019

Las Vegas, wir kommen! Bei windigem, aber sehr schönem Wetter geht es heute morgenzuerst in die Las Vegas North Premium Outlet, wo wir einige wenige Einkäufe tätigten.
Danach fuhren wir wieder einmal über die vielspurigen Stadtautobahnen hinüber zum Sam's Town KOA am Boulder Highway. Am Nachmittag wurde die Wäsche erledigt und der Rest des Nachmittags genossen. Heute Abend wollen wir noch einen Besuch im Sam's Town Casino machen um unser Reisegeld etwas aufzubessern.

Sonntag, 29. September 2019

Heute Morgen haben wir ein wenig länger liegen bleiben dürfen, da wir heute die Stadt Las Vegas bzw. vor allem «the Strip» erkunden wollten. Nach dem Morgenessen haben wir also einen Uber bestellt und liessen uns zum Stratosphere dem Turm bringen. Dort verschafften wir uns als erstes einen Überblick über die Stadt. Dann ging es durch die verschiedensten Casinos und Einkaufsmeilen den Strip entlang bis zum Bellagio, wo wir am frühen Abend die Wasserspiele beobachten und geniessen konnten. Nach einem feinen Nachtessen im
Mastro's Ocean Club und dem Spaziergang zurück zum Eingang des Cosmopolitan, liessen wir uns von einem weiteren Uber Fahrer zum Campground zurückbringen.


Montag, 30. September 2019

Den heutigen Tag haben wir für das Valley of Fire reserviert. Dazu haben wir beschlossen, uns ein Auto zu mieten und mit diesem die Attraktionen dieses State Parks anschauen zu gehen. So wurden wir etwa um neun Uhr vom Fahrer der Entreprise Rental Cars abgeholt und konnten dann unseren KIA übernehmen. Dann ging es zuerst aus der Stadt hinaus und über den Freeway nach Norden, wo wir die Einfahrt des State Parks ohne Probleme fanden.

Dann zuerst über eine Gravel Road zu den beiden Felsen Arch Rock und Atlatl Rock. Dortsahen wir endlich wieder einmal die roten Felsen. Beim Atlatl Rock konnten wir auch wieder die Petrogrlyphs, uralte Schriftzeichen bewundern. Bei weiteren speziellen Felsformationen wurde angehalten und wo notwendig der Trail abgelaufen. Dann der Besuch des Visitor Center. Den White Domes Hike und die Fire Waves haben wir als Abschluss unseres Besuchs abgelaufen. Besonders gefallen hat mir die Fire Canyon Road, welche ich bereits auf verschiedenen Bildern gesehen hatte. Mit den vielen Wanderungen zu und um die Felsformationen herum ist der Tag schnell vorbei gegangen und als wir nach Las Vegas zurückfuhren, leuchteten bereits etliche Lichter. Den Mietwagen werden wir morgen zurückbringen, es hat genügend Platz neben dem Camper und diesen auf unseren Platz zu parkieren.


Dienstag, 1. Oktober 2019

Nach dem Morgenessen wurde zuerst das Mietauto zurückgebracht. Danach ein kleiner Einkauf im Wal Mart, dann konnte es losgehen. Für heute haben wir die bisher längste Strecke unserer Reise vorgesehen. Von Las Vegas ging es gegen Süden zum Joshua Tree Nationalpark, welchen wir morgen besuchen werden. Zuerst ging des etwa über zweihundertsechzig Kilometer auf dem Freeway gegen Südosten bis Barstow, dann auf einem Highway nochmals etwa einhundertsechzig Kilometer nach Joshua Tree, wo uns die Strasse zum Campground nicht gefallen hat, so dass wir uns entschieden nach 29 Palms zu fahren und dort den Campground zu buchen. Bei angenehmen Temperaturen haben wir dann den Nachmittag für uns genossen, Planen für Morgen, dann beim Lesen oder ebenbeim Schreiben dieser Berichte.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Heute wollen wir den Joshua Tree Nationalpark erkunden. Dazu fahren wir als erstes zum Pinto Basin, wo wir den Cholla Cactus Garden besichtigten. Ein kurzer Spaziergang durch eine Menge gleicher Kakteen. Auf dem Weg dazu haben wir unser erstes wildes Tier, einen Hasen gesehen und sogar fotografieren können. Nach dem Kakteengarten sind wir dann zurückgefahren bis zur Abzweigung zu Barker Dam und Hidden Valley. Bei beiden haben wir die angebotenen Wanderungen unternommen. Das war gut so, denn bei dem Barker Dam, wo es heute zwar keinen Tropfen Wasser mehr hatte, dafür aber konnten wir unsere erste Schlange besichtigen. Sehr wahrscheinlich war es eine etwas fast zwei Meter lange Red Racer Snake. (es war eine Coachwip – eine Kutschenpeitschernatter).

Auch hier wieder nicht Angst haben, sondern Respekt vor dem Tier, dann kann nichts passieren. Danach beim Hidden Valley konnten wir noch eine riesige Spinne betrachten. Danach ging es hinunter bis Palm Springs, wo wir in der Nähe einen schönen Campground fanden.

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Halbzeit für unsere gemeinsame Reisezeit in Amerika. Nach einer kurzen Stadtrundfahrt in Palm Springs fahren wir heute nach San Diego, wo wir morgen und übermorgen diverse Sehenswürdigkeiten besichtigen wollen. Den Campground im San Diego KOA haben wir bereits reserviert. Da wir zu früh in San Diego angekommen sind, haben wir noch einen Abstecher an die mexikanische Grenze gemacht, wo wir die Outlet Shopping Mall besuchten. Auch heute habe ich wieder etwas Passendes gefunden. Danach sind wir zum Campingplatz gefahren und haben uns dort häuslich eingerichtet. Den Rest des Nachmittages haben wir bei California Wetter genossen.

Freitag, 4. Oktober 2019

Nach dem Frühstück haben wir uns heute einen Uber bestellt, um uns zu der USS Midway zu fahren. Dort wurde der Flugzeugträger von Unten bis Oben besichtigt. Durch ein interessantes riesiges Labyrinth von Gängen, Flächen und Treppen wurden wir geführt, damit wir möglichst viel von den Einrichtungen sehen konnten. Zuletzt sind wir auf das Oberdeck gegangen, wo die Flugzeuge früher gestartet und gelandet sind. Nach etwa zweieinhalb Stunden sind wir dann wieder an Land gegangen und haben als nächstes die Statue des Soldaten, welcher am Times Square eine Frau küsste, besuchten. Danach ging es durch den Broadway hinein in die Downtown ins Gaslamp Quarter, wo wir dann den San Diego Trolley nahmen, um dann nach Old Town zu fahren. Dort sind wir zuerst ein wenig an den Verkaufsläden entlang geschlendert, um dann bei der Casa Guadalajara ein feines mexikanisches Nachtessen zu genehmigen. Nach einem weiteren Rundgang durch Old Town San Diego haben wir uns wieder den Uber bestellt, um uns zum Campground zurück bringen zu lassen.


Samstag, 5. Oktober 2019

Auch heute sind wir wieder mit Uber zum San Diego Maritime Museum gefahren. Die alten Schiffe haben wir dann aber nur von aussen besichtigt. Dann entschlossen wir uns, die Fähre hinüber nach Coronado zu nehmen und die Halbinsel etwas zu erkunden. Dort sind wir bis hinüber zum Del Coronado Hotel gelaufen und haben den Strand und die Sonne genossen. Beim zurück gehen haben wir uns am Hafen in der Pizzeria verpflegt und sind dann mit der Fähre wieder zurückgefahren. Um noch etwas mehr von San Diego zu sehen, liessen wir uns vom Bus zum Balboa Park bringen, wo wir einen grösseren Spaziergang durch die Anlagen unternahmen. Zum Schluss wollten wir noch den Balboa-Train besuchen, welcher aber dann bereits geschlossen war. So haben wir dann wieder unseren Uber bestellt und uns zu unserem Chalet zurückbringen lassen.


Sonntag, 6. Oktober 2019

Nach dem Frühstück sind wir heute von San Diego zuerst an den Seehunde- und
Seelöwenstrand gefahren und haben dort diese Tiere beobachtet. Nachdem wir genug gesehen hatten, sind wir direkt nach Anaheim zum Anaheim Resort RV Park gefahren und haben uns dort häuslich eingerichtet. Schon heute müssen wir uns gut überlegen, was wir noch einkaufen, denn bereits am 11. Oktober werden wir das Chalet wieder zu Gladys bringen, für die Überwinterung. So gab es heute nur einen sehr kleinen Einkauf im Laden neben dem RV Park, wo vor allem Latinos einkauften. Den Rest des Nachmittags haben wir dann für uns genossen. Um halb zehn Uhr abends konnten wir dann noch das Feuerwerk des Disneyland bewundern.

Montag, 7. Oktober 2019

Nachdem wir den vor ein paar Tagen reservierten Mietwagen abgeholt hatten, sind wir heute morgen von Anaheim nach Los Angeles zum Observatorium gefahren. Von dort haben wir eine tolle Aussicht auf die Skyline der Stadt und dann auch einen schönen Blick auf den Hollywood Schriftzug am anderen Berghang genossen. Da das Parkieren auf dem Gipfel beim Observatorium sehr teuer war, haben wir den Aufstieg zu Fuss unternommen und sind danach auch wieder zum weiter unten liegenden Parkplatz gewandert. Danach haben wir in Hollywood den Walk of Fame mit all den Sternen besucht. Viele der dort verewigten Namen kannte ich, aber lange nicht alle. Nach zwei Stunden mussten wir dann wieder zurück zum Auto und so ging es zuerst nach Beverly Hills, wo wir versuchten einen Blick auf die von Zäunen und Hecken geschützten Häuser der berühmten Leute zu erhaschen. Wir haben zwar sehr schöne Villen gesehen, die berühmten Leute aber sind so versteckt, dass man von der Strasse aus nicht viel sieht. So ging es dann weiter nach Malibu, wo wir uns ein Bild von den Bränden des letzten Jahres machen wollten. Von diesen haben wir aber überhaupt nichts gesehen, aber auch von Malibu und seinem Strand nicht sehr viel, da dort die Villen am Strand stehen und keinen Zugang für Dritte zum Meer erlauben. So sind wir dann nach Santa Monica gefahren und haben uns den Pier und den dortigen Strand angesehen. Von dort ging es nochmals weiter zur Venice Beach. Auch hier ein wunderschöner Strand mit sehr vielen Leuten. Dort haben wir dann auf den Sonnenuntergang gewartet, um auch von dem noch ein paar Fotos zu schiessen. Zuletzt ging es durch den Abendverkehr über verschiedene Freeways zurück zu unserem Chalet, wo wir uns ein kleines, aber feines spätes Nachtessen gönnten.

Dienstag, 8. Oktober 2019

Für heute haben wir die Tickets für die Universal Studios in Hollywood reserviert. Zuerst ging's etwa anderthalb Stunden über die Freeway nach Norden -- für eine Strecke,-für die man bei besten Verhältnissen etwas vierzig Minuten brauchen würde. Dort bezahlten wir dann einen Prefered Parking, von dem aus wir nicht noch einmal eine grosse Strecke laufen mussten, um zum Eingang zu gelangen. Unser erster Besuch galt der Special. Effects Show; wo wir Einblick in einige Tricks der Filmemacher erhielten. Danach ging es zur Studio Tour, wo wir in einer Art Zug auf der Strasse durch die Studios geführt wurden. Schade fand ich, dass der Tourguide sehr schnell sprach und für mich zu viel gesprochen hat. So konnte ich leider nicht alles verstehen. Die gebotenen Vorführungen im King Kong 360/3D Kino, dann beim Weissen Hai und zuletzt im Fast and Furious - Supercharched waren aber so gut gemacht, dass sich die Tour gut gelohnt hat. Nach dem Mittagessen im Krusty Burger besuchten wir die Rides «Kung Fu Panda Adventure», welcher einen eher ruhigen Eindruck machte und dann den «Harry Potter and the Forbidden Journey»; beim letzteren wurden wir mit zwei Bügeln angeschnallt und dann ging die Post ab. Ein wilder Ritt durch die Schlösser und die Landschaften des Harry Potter Films. Sehr gut gemacht. Zum Schluss unseres Tages besuchten wir noch die Show «Water World». Eine sehr verkürzte Version des Phantasy Films «WaterWorld», wo nach dem Abschmelzen der Polarkappen der Meerespiegel so hoch gegangen ist, dass die wenigen Überlebenden um die verbleibenden trockenen Plätze Krieg führten. Um kurz nach halb fünf Uhr entschlossen wir uns zur Rückreise zu unserem Campground. Auch diese sollte ein richtiges Abenteuer werden. Da wir bereits sehr früh weggefahren waren, beschlossen wir, auf den Rückweg noch kurz Long Beach zu besuchen.
Als wir dann aber nach mehr als eineinhalb Stunden noch weit entfernt von Long Beach waren, änderten wir unsere Pläne und fuhren direkt zur Station unseres Mietwagens. Der ganze Weg von Hollywood durch Los Angeles nach Anaheim hat dann so etwa drei Stunden gedauert. Gemäss Navi hätte man das - bei guten Verhältnissen - in etwa 45 Minuten schaffen können.

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Nach dem Morgenessen und dem üblichen Abwasch- und Aufräumritual, sind wir von Anaheim weggefahren. Unser Ziel heute: Santa Barbara. Kurz nach dem Mittag sind wir dort angekommen und haben im Sunrise Campground einen Platz erhalten. Nach einem kleinen Mittagsimbiss haben wir dann den Bus nach Downtown genommen, um die Stadt ein wenig zu erkunden. Mit dem City Shuttle sind wir zuerst zum Pier gefahren und sind auf den Pier hinausspaziert. Von dort ging es dann zum Santa Barbara Harbour, welcher aber nicht allzuviel zu bieten hatte. Danach fuhren wir mit dem City Shuttle wieder zurück zur Downtown, wo wir infolge eines schwereren Unfalles einen kleinen Umweg machen mussten, um wieder mit dem Bus zu unserem Campingplatz zu gelangen. Dort wurde noch einmal Wäsche gewaschen und dann ein feines Nachtessen mit den letzten Lebensmitteln gekocht. Morgen geht's in die Nähe von San Luis Obispo, wo wir am Freitag den Camper deponieren werden.

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Von Santa Barbara geht's heute auf direktem Weg bis nach Solvang, der dänischen Siedlung, wo wir zuerst die Mission Santa Ynes und dann die Downtown des Städtchens besuchen. Danach fahren wir zum Oceano Dunes Campground, wo wir einen guten Platz erhalten. Der Nachmittag vergeht beim Packen und Vorbereiten für die Abgabe des Chalets, morgen in San Luis Obispo. Am Abend sind wir noch zum Strand hinunter spaziert, um ein paar Fotos von einem eindrücklichen Sonnenuntergang zu schiessen. Nach einem feinen mexikanischen
Nachtessen in Old Juan's Cantina gab's heute früh Feierabend.


Freitag, 11. Oktober 2019

Nach dem Morgenessen ist heute noch putzen und abgabebereit machen angesagt. Dann geht es los nach San Luis Obispo zum Flughafen, um den Mietwagen in Empfang zu nehmen. Damit wir nicht hin und her fahren müssen haben wir Stephanie als zweiten Fahrer angegeben. Dann zur Castillo Road, um den Wagen zu parken und umzuladen. Das Fahren mit dem Jeep bis hierher hat meiner Tochter so gut gefallen, dass sie auch weiterhin das Steuer übernehmen wollte. So sind wir zuerst zur Avila Valley Barn, dem Farmers Market gefahren. Dort sind wieder die Kürbisse aktuell. Aber auch viele andere feine Sachen, wie Früchte, Konfitüren und manches weiteres. Nachher ging es weiter nach Avila Beach, wo wir einen Stadt-/Strandspaziergang machten. Die Weiterfahrt führte uns über San Luis Obispo nach Morro Bay, wo wir für heute Nacht unser Hotel reserviert hatten. Dort haben wir den Morro Rock besucht und haben am Strand die Otters und die Squirrels beobachtet. So wurde es Zeit, das Hotel zu beziehen und dann an der Waterfront ein feines Nachtessen genossen.


Samstag, 12. Oktober 2019

Heute Morgen haben wir uns auf die Suche nach einem guten Frühstückslokal gemacht. Beim Spaziergang zum Lokal haben wir dann zwei Leute aus San Diego getroffen, welche uns noch den einen oder anderen Tipp für unsere Reise nach San Francisco mitgaben. Beim The Coffee Pot, welchen ich von diesem Frühjahr her kannte war heute geschlossen, so dass wir Carla's Country Kitchen ausgewählt haben, welches gleich neben unserem Hotel lag. Das Frühstück mit Bacon and Eggs, Country-Potatoes oder Hashbrowns und Toast mit Jus oder Kaffee war hervorragend. Danach machten wir uns auf den Weg gen Norden. Unseren ersten Halt legten wir in Cambria ein, wo wir die uns von den Leuten von heute Morgen empfohlenen Scarecrows (Vogelscheuchen) anschauen gingen. Danach ging es weiter zum Start der Tours zum Hearst Castle bei San Simeon. Die Fahrt mit dem Bus zum Schloss dauerte ein paar Minuten. Dann wurden wir durch die Cottages, die zwei Gästehäuser beim Schloss und die Küche des Schlosses geführt. Dann ging es zum Weinkeller, welcher zu aktiver Schlosszeit einen rechten Umfang gehabt haben muss. Zum Schluss durften wir uns frei in der Umgebung des Schlosses bewegen. Den Neptun Pool, die Balkone, die Aussicht, es war eindrücklich. Der Ausgang zum Retourbus führte dann durch die römischen Bäder, auch das eine eindrucksvolle Anlage. Der Film über das Leben und den Bau des Schlosses durch William R. Hearst rundete unser Bild von dem Prachtsbau ab.
Weiter ging es dann zu den Elephant Seals. Dort waren die halbwüchsigen Seeelefanten und liessen sich von der Sonne erwärmen. Sogar jetzt beim vierten Mal war der Anblick grossartig.
Mit wenig weiteren Stopps ging es dann über den Pacific Highway Nr. 1 bis hinauf nach Monterey, wo wir unser Hotel reserviert hatten.

Sonntag, 13. Oktober 2019

Das heutige Frühstück gab's im Hotel. Muffins mit Kaffee oder Jus. Danach sind wir durch Monterey und Pacific Grove dem Meer entlanggefahren und haben dort die Seelöwen beobachtet und dann das Point Pinos Lighthouse besucht. Dann ging es zurück und wir sind nach Santa Cruz und zu den Redwoods im Henry Cowell Redwood State Park gefahren. Da wir dort keine Wege zum Spazieren fanden, sind wir zu unserem Hotel in Santa Cruz gefahren und haben dort das Auto abgestellt. Den Nachmittag haben wir auf dem Boardwalk an der Beach von Santa Cruz, dann auf dem Pier und später beim Lighthouse beim Point Santa Cruz verbracht. Dabei konnten wir auf dem Pier wieder viele Seelöwen beobachten und auch fotografieren. Beim Lighthouse ist heute das Santa Cruz Surf Museum untergebracht. Da dieses bereits um vier Uhr schloss, haben wir auf einen Besuch verzichten müssen.
Unterwegs haben wir die vielen Surfer kritisch begutachtet, die auf den wenigen Wellen zu surfen versuchten. Einige mit Erfolg, andere mit eher weniger.
Zum Abendessen haben wir in einem gutaussehenden Restaurant auf dem Pier, dem
Firefish, Platz reserviert. Als wir dann zur vereinbarten Zeit dort eintrafen, hat uns die Dame am Empfang anstatt zum reservierten Tisch am Fenster an irgendeinen Tisch setzten wollen.
Auf unsere Intervention mussten wir eine Weile warten, bis wir dann einen Tisch am Fenster erhielten. Das Essen war dann aber ausserordentlich gut.

Montag, 14. Oktober 2019

Nach einem guten Frühstück im Ideal Bar & Grill haben wir geräumt und sind mit dem Mietwagen zuerst nur ein paar Kilometer nach Norden gefahren. Dort ist das Seymour Marine Discovery Center, wo die Skelette eines Blauwals und eines Grauwals ausgestellt sind. Der Spaziergang über den Klippen war eindrücklich, da hier die Wellen höher gingen als gestern am Strand von Santa Cruz.
Danach sind wir bis zur Pigeon Point Light Station gefahren, wo wir hofften einmal Wale zu sehen. Leider wurde nicht daraus. Trotzdem gab es hier ein paar schöne Fotos, zum einen vom Leuchtturm, zum anderen von der Brandung in den Felsen am Strand. Mit einigen weiteren Zwischenhalten am Pazifik sind wir dann hinauf nach San Francisco gefahren, wo wir zuerst unser Gepäck ins Hotel brachten und dann den Mietwagen zum Flughafen brachten. Alles lief reibungslos, sogar der Verkehr in San Franzisco war sehr flüssig. Vom Flughafen brachte uns dann eine Uber-Fahrer zum Fisherman's Wharf, wo wir den Sonnenuntergang betrachten wollten. Dabei stellten wir fest, dass die Hügel von San Francisco im Wege standen, um einen wirklich tollen Sonnenuntergang am Pazifik zu sehen. So sind wir noch bis zum Fort Mason Park gegangen und haben die tolle Aussicht auf die Golden Gate Bridge genossen. Zum Schluss genossen wir ein feines Nachtessen in Bobo's Burger Restaurant.

Dienstag, 15. Oktober 2019

Heute Morgen gab es wieder ein recht gutes Frühstück im Hotel. Der Raum ist etwas zu klein, aber wir hatten Glück und konnten uns einen freien Tisch ergattern. Danach ging es zu Fuss zum Fisherman's Wharf, wo wir die Tickets für die Hop-on Hop-off Tour erhielten. Dann ging es mit dem Bus kreuz und quer durch San Francisco. In der Nähe der City Hall funktionierten plötzlich unsere Kopfhörer nicht mehr und wir sollten den Bus wechseln. Da aber der nachfolgende Bus bereits fast voll war, mussten die meisten Leute warten. So entschlossen wir uns, zuerst die City-Hall zu besuchen und dann erst einen nächsten Bus zu nehmen. Das klappte dann auch bestens. Bei dem Vista Point Nord der Golden Gate Bridge stiegen wie das zweite Mal aus und genossen die endlich scheinende Sonne und die Aussicht auf die Brücke. Am frühen Nachmittag waren wir dann beim Pier 39, wo wir den Bus verliessen und uns im Hard-Rock Cafe ein feines Mittagessen gönnten. Die Portionen sind hier so gross, dass die Kellnerin uns fragte, ob wir ein Menu teilen wollten. Glücklicherweise haben wir ja gesagt. Danach ging es über den Pier 39 zu den Seelöwen und dann weiter über den Fisherman's Wharf zu den Cable Cars. Nach etwa einer Stunde Wartezeit konnten wir zur Lombard Street fahren, wo wir uns die Haarnadelkurven ansahen. Zum Glück sind dann auch ein paar Autos diese hinuntergefahren, so dass die Fotos etwas belebter aussahen. Da bei der Lombard Street der Cable Car ziemlich voll war, konnten immer nur ein paar wenige Personen einsteigen, so dass wir uns entschlossen eine andere Transportmöglichkeit nach Downtown zu suchen. So gelangten wir zum Powell - Mason Cable Car und fuhren dann nach Downtown, wo wir uns die Westfield Mall anschauten und dann zu Ghirardelli, den Chocolatiers weitergingen. Dann durch die Market Street zum Embarcadero und mit dem Tram zurück zum Fisherman's Wharf, wo wir wiederum mit dem Cable Car zur Lombard Street fuhren. Von dort aus ging's nur noch bergab, zu unserem Hotel.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Für heute Morgen haben wir uns die Alcatraz Cruise, die Besichtigung des Gefängnisses gebucht. So sind wir frlh genug beim Pier 33 eingetroffen, um dort dann einen Moment zu warten, bis wir das Schiff betreten konnten. Dann ging's hinüber zur Gefängnisinsel Alcatraz. Nach etwa fünfzehn Minuten mit bester Aussicht auf die Insel und auf die Golden Gate Bridge landete unser Schiff. Dann den Berg hinauf und ins Gefängnis. Die Audiotour führte uns durch die Zellentrakte und erklärte verschiedene Gefangene und die versuchten und die erfolgreichen Ausbrüche. Von den Ausgebrochenen sind die meisten umgekommen, entweder wurden sie erschossen oder sie ertranken im Meer. Nur drei Männer sind nie mehr gefunden worden. Nach der offiziellen Version seien sie ertrunken, aber die Gerüchte, dass sie nach Südamerika entkommen sind, sind nie verstummt.
Nach dem Inselrundgang ging's dann zurück an den Pier 33 und im Eagle Cafe beim Pier 39 gab's ein feines Mittagessen. Danach sind wir im Flyer den vier-D Film Fly over San Francisco anschauen gegangen. Nicht schlecht, aber kann dem Fly over Canada nicht das Wasser reichen.
Später sind wir zum Cable Car Museum gefahren und habe dort die Zentrale der Cable Cars, dort wo die Drahtseile aller drei Bahnen laufen, angeschaut. Von hier aus sind wir zum China Gate gelaufen. Da wir dann das Gefühl hatten, dass wir genügend gelaufen seien, sind wir mit dem Tram zum Port of San Francisco gefahren. Der Market Place im Ferry Building gefallt mir immer noch sehr gut. Nach einem kurzen Besuch bei den Chocolatier' s von Ghirardelli ging's dann zurück, ins Hotel.


Donnerstag, 17. Oktober 2019

Heute ist unser letzter Tag in San Francisco. Da wir erst am Abend kurz vor 8 Uhr starten werden, haben wir noch Zeit uns ein weiteres Mal in San Francisco umzusehen. Zuerst fahren wir zum Coit Tower, dem Aussichtsturm. Dort geht es – mit Lift – hinauf auf eine Plattform mit schönster Rundsicht, leider alles nur durch Fenster. Aber trotzdem gelingen uns ein paar tolle Fotos von der Skyline von San Francisco. Nach dem Abstieg geht's dann hinunter zum Fisherman's Wharf, wo wir die Museumsschiffe des Nationalpark Services erkunden gehen. Eindrücklich sind die zwei grossen Segelschiffe und die «Eureka», die Fähre, welche bis zum Bau der Golden Gate Bridge die Verbindung des Pacific Highway Nr. 1 zwischen San Francisco und Sausalito sicherstellte. Von hier ging es dann zu einem Bus und mit diesem auf die Südseite der Golden Gate Bridge, wo wir wiederum ein paar sehr schöne Fotos schiessen konnten. Da nun schon einige Zeit seit dem Morgenessen vergangen war, meldete sich ein leises Hüngerchen. Da wir bei der Brücke nichts Gescheites fanden, sind wir wiederum mit dem Bus zum Hotel zurückgefahren. Auch hier gab es kein Lokal, das uns das bieten konnte, was wir suchten. So haben wir entschieden, zum Flughafen zu fahren und dort etwas zu essen. Trotz ziemlich viel Verkehr sind wir mit unserem Uber Fahrer gut zum Flughafen gelangt. Dort konnten wir sofort einchecken und dann ging es zum gleichen Restaurant, wo ich das letzte Jahr schon gewesen bin.
Die Erledigung des Zoll und des Röntgen ging problemlos, aber beim Boarding wollte es zuerst nicht richtig klappen, so dass wir mit etwas Verspätung abflogen. Der Flug war einigermassen ruhig und dank den Kopfhörern angenehmer als auch schon.
Am Freitagnachmittag etwas nach vier Uhr sind wir dann in Zürich gelandet.
Die ganze Reise ist wiederum ein ganz tolles Erlebnis gewesen. Ich freue mich schon auf das nächste Mal. Dieses ist für Februar bis Mai 2020 geplant, bzw. gebucht. Dann will ich den Süden von Kalifornien, Arizona und New Mexico besuchen.
Programm folgt...